Sa., 15.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 05. Juni 2016, 19:02 Uhr
    Verdienter 4: 0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen den FSV 03 Osthofen / Daniel Höflich dreifacher Torschütze

    VfL Gundersheim steigt in die A-Klasse Alzey-Worms auf

    Zur Meistermannschaft des VfL Gundersheim gehören die Torhüter Jan Kaibel und Stefan Weinbach, sowie die Feldspieler Marius Finger, Jochem Dahlem, Fabian Schmitt, Volkan Gecer, Darcy Büttner, Sebastian Engelhardt, Simon Flörsch, Marvin Ewald, Robert Wickert, Daniel Höflich, Franz Rogalski, Silas Riegel, Lukas Geeb, Daniel Rica, Sebastian Schröder, Hadi Ayache, Andre Dambach, Tim Blättler, Sebastian Brehm, Tobias Aßmann, Matthias Lawall. Trainer sind Marcus Scriba und Thomas Koch-Schröder, Teammanager Thomas Finger, der sportliche Leiter Kai Daniel und das Betreuer-Urgestein Herbert Steffen. Foto: Felix Diehl


    VON KLAUS DIEHL Rekordbesuch am Samstagnachmittag rings um den sehr gut bespielbaren Rasenplatz in der beschaulichen kleinen Gemeinde Gau-Heppenheim. Mit gut 700 Fußballfans waren mehr Besucher zu sehen, als der Ort Einwohner hat.

    Dieses Entscheidungsspiel war notwendig geworden, da im ersten Relegationsspiel der B-Klassen-Zweiten Worms und Alzey, der FSV 03 Osthofen mit 1:0 siegreich blieb und Gundersheim im Rückspiel auf eigenem Platz am letzten Mittwoch mit 3:1 die Oberhand behielt.

    Gundersheimer Sieg absolut verdient
    Dieser Gundersheimer Sieg geht auch in seiner Höhe absolut in Ordnung, zeigten doch die Schützlinge von VfL-Trainer Marcus Scriba und seinem Co-Trainer Thomas Koch-Schröder, die bisher beste Leistung von allen drei Spielen.

    Diese zeigten die Gundersheimer über die vollen 90 Minuten – eines Aufsteigers würdig. Da brachen nach dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters alle Dämme. Vergessen war im großen Jubel auch die 0:1-Niederlage im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der B-Klasse Alzey gegen den punktgleichen TV Freimersheim.

    Man könnte sagen, dass die mit Abstand treffsicherste Mannschaft im Saisonverlauf, sich eigentlich die ganzen Entscheidungsspiele hätte ersparen können.

    Sicherlich war dies auch eine ganz wichtige Erkenntnis der sehr jungen Gundersheimer Mannschaft. Denn von erzielten 138 Saisontore kann man im nächsten Spiel – wenn es darauf ankommt – „nichts kaufen“ kann, wenn die Form, Ruhe und Übersicht nicht wie gewohnt gezeigt werden konnte.

    Die VfL-Mannschaft zeigte rechtzeitig ihre Klasse
    Im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch davor, wo Gundersheim, geradezu euphorisiert, sechzig Minuten lang ein großes Tempo vorlegte. Dann aber drohte es in den restlichen 30 Minuten noch, den Sieg aus der Hand geben zu müssen, ehe in der 97. Minute ein Foulelfmeter zum 3:1-Endstand führte.

    Da zeigte die Mannschaft in Gau-Heppenheim schon weitaus mehr ihre spielerische Klasse, sie wirkte mental und hinsichtlich Motivation bestens gerüstet. Da machte auf der anderen Seite Osthofen nicht ganz den gewohnten Eindruck, die die nötigen letzten zehn Prozent fehlten wohl bei diesem entscheidenden dritten Spiel.

    FSV-Trainer Erik Kohlmann war so auch nach dem Schlusspfiff ehrlich genug, nicht nur den Gundersheimer Sieg voll anzuerkennen, sondern konstatierte auch, dass seine Mannschaft in diesen 90 Minute chancenlos war.

    Er trauerte aber noch den letzten 30 Minuten vom Mittwoch zuvor nach, wo er seine Mannschaft durchaus in der Lage sah, das Spiel wenden zu können. Doch da fehlte, ebenso wie in Gau-Heppenheim, die Unterstützung der Offensive aus der zweiten Reihe und am Samstag der letzte Tick unbedingten Siegeswillen.

    Es lag aber auch am Gegner!
    Gundersheim hatte aus den letzten drei Spielen sichtlich gelernt, übernahm sofort die Initiative und war im Mittelfeld einfach präsenter. Nach vorne ging mit alsbald meist mit langen Pässen auf die schnellen Angreifer alsbald „die Post ab“. Dennoch hatte Osthofen bereits in der 3. Minute die erste Chance, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurde.

    Dies sollte aber bis zur Pause die einzige nennenswerte Offensivaktion bleiben – bis auf einen Eckball, der quer durch den Gundersheimer Strafraum flog, Im Gegenzug musste sich Osthofens Torhüter Jan Fetsch gegen Marvin Ewald behaupten, war aber in der 13. Minute machtlos, als Daniel Höflich einen an Sebastian Engelhardt verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte.

    Sein Gegenspieler Emanuel Bier, der schon angeschlagen in das Spiel ging, verletzte sich erneut, und musste durch Joachim Luz ersetzt werden. Jetzt kam Gundersheim so richtig ins Rollen und FSV-Torhüter Jan Fetsch hatte Glück, dass Engelhardt in zwei Situationen knapp vorbei zielte. Marvin Ewald hatte (27.) auch das 2:0 auf dem Fuß, für das letztlich Daniel Höflich in der 39. Minute sorgte, als er am 16 Meter nicht lange fackelte und das runde Spielgerät unhaltbar im FSV-Tor landete. Franz Rigalski hätte unmittelbar vor dem Pausenpfiff schon per Kopf eigentlich das 3:0 machen müssen.

    Nach Wiederanpfiff schnelle Entscheidung
    Diese fiel in der 52. Minute erneut durch einen Strafstoß, nachdem diesmal Robert Wickert im Strafraum von Osthofen schneller war und nur noch unfair vom Ball getrennt werden konnte. Erneut war Daniel Höflich der Vollstrecker zum 3:0.

    In der 65. Minute ließ Marvin Ewald das 4:0 folgen, womit die Luft aus dem Spiel sichtlich heraus war, Gundersheim aber einem weiteren Tor näher war als Osthofen.

    Trotz zweier Gelben Karten für Gundersheim und deren fünf für Osthofen, war es ein faires Spiel mit etlichen Szenen eines guten Umgangs miteinander. Einziger Missklang war in der 79. Minute die rote Karte für den FSV-Spieler Samet Karaman wegen eines Frustfouls.

    Erfolg jahrelanger und gezielter Jugendarbeit
    Als im Jahr 2002 die damaligen F-Junioren das Kreispokal-Endspiel gegen den Nachwuchs der Herrnsheimer Eintracht gewann, waren acht Spieler dabei, die jetzt noch zum Kader der 1. Mannschaft gehören.

    Da kann man sich ausrechnen, wie jung die VfL-Truppe noch ist und auch in der nächsten Saison im Schnitt gar noch jünger sein dürfte, da der 40-jährige Mannschaftskapitän Darcy Böttner seine Karriere beenden wird.

    Gundersheim hat eine Mannschaft, die noch lange nicht am Zenit ihres Könnens ist und sich auf die neue A-Klasse freuen kann. Jugendarbeit zahlt sich immer aus, zumal die Rotweingemeinde Gundersheim ohnehin ein großer Zusammenhalt auszeichnet.

    Das wurde auch am Samstagabend nach dem Spiel einmal mehr sichtbar, als die VfL-Kicker samt Trainer und Betreuer mit Rollen am Traktor durch den Ort zogen und von den Einwohnern gefeiert wurden. Es wurde eine lange Nacht und die Hähne krähten schon, als sie vorbei war.

     
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige das WormserAnzeige AmtsblattAnzeige Ticketshop
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige 3 Füller 1