
Marcus Diehl › Underdog VfL Gundersheim scheiterte in der 4. Runde des Bitburger Verbandspokals am Landesligisten VfR Grünstadt. In einem packenden Pokalfight unterlag der VfL mit 1:3 (0:0). Das Team um Trainer Kevin Boos nutzte den Pokal, um die schwachen Auftritte der letzten Wochen vergessen zu machen. Beide Teams agierten mit langen Bällen. Nur wenn Kapitän Omran Chehab den Ball am Fuß hatte, wurde versucht, zu kombinieren. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. In der ersten Hälfte traf der Gast einmal die Latte und im zweiten Durchgang die Gastgeber den Pfosten durch Besart Morina. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast mit 1:0 durch ein Eigentor von Maximilian Bösel, der einen Freistoß ins eigene Tor abfälschte. Typisch für diese Partie, denn ein Tor lag auf beiden Seiten nicht in der Luft. Gerade als der Schiedsrichter die Nachspielzeit anzeigte, verursachte Grünstadt einen Handelfmeter, den Besart Morina sicher verwandelte. Jeder rechnete jetzt mit einer Verlängerung. Dazu kam es aber nicht, der Favorit schlug nur eine Minute später mit einem direkt verwandelten Freistoß durch Lukas Manneck wieder zurück. Ein Schock für die tapfer kämpfenden Gastgeber, denn unhaltbar schien der Ball nicht. In den letzten Sekunden der Partie erhöhte Marco Sorg das Resultat. Schade für den VfL, er hatte alles gegeben, um am Ende doch der Verlierer zu sein. Ein Klassenunterschied war über die gesamte Spielzeit nicht vorhanden.
Der VfR Wormatia steht in der nächsten Runde. In einem wilden, typischen Pokalspiel meisterten sie die hohe Hürde beim Ligakontrahenten SC Idar-Oberstein mit einem Erfolg von 4:3 (4:3). Nach einer überragenden Anfangsphase hatte er sehr viel Glück. Die erste Hälfte war auf beiden Seiten vogelwild, in der zweiten Hälfte lag der Fokus auf Defensive. Nach einer halben Stunde führte der VfR durch Tore von Noah Maier, Laurenz Graf, Nico Jäger und Mert Özkaya mit 4:1. Der Torreigen wurde nur durch Florian Zimmer zum Ausgleich kurz unterbrochen. Alles schien auf einen geruhsamen Pokalabend hinauszulaufen, doch plötzlich wendete sich das Blatt: Die Gastgeber verkürzten, mithilfe der Wormatia, durch zwei weitere Treffer von Zimmer zum Halbzeitstand. Kurz vor der Pause und gleich nach der Pause hatte der VfR das Glück, dass zwei weitere Treffer durch Abseits nicht gegeben wurden. Danach beschränkte er sich auf die Abwehrarbeit. Er stand nun stabiler, Zweikämpfe wurden wieder bearbeitet und alles wurde eine Spur konzentrierter angegangen. Im Pokal zählt nur das Weiterkommen – schön anzusehen war das Spiel nicht, jedoch erfolgreich.
Eine Extraschicht musste der SV Gimbsheim einlegen. Im Duell zweier Landesligateams wurde die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung bezwungen. Die größere Anzahl von Großchancen hatten die Gastgeber. Aber auch das Glück, dass die Gäste nach dem Führungstreffer in der 60. Minute kurz danach eine Hundertprozentige vergeben hatten. Der SV drückte auf den Ausgleich, der aber erst in der letzten Spielminute fiel. Mit dem Ausgleich brachte Piero Fragomeli sein Team in die Verlängerung. Zur Entscheidung traf Sebastian Schulz mit einem verwandelten Foulelfmeter.
Eine vierte Pokalrunde, die keine Niederlage für die Favoriten auf den Pokalsieg brachte. Die üblichen Verdächtigen, Schott Mainz und die Oberligateams, außer Idar-Oberstein, stehen in der nächsten Runde.