Fußball Landesliga Ost: Im Abstiegskampf steckt der SV Gimbsheim
VfR schielt nach oben
Ob und wie weit Pascal Schmidt der U21 der Wormatia im weiteren Verlauf der Saison zur Verfügung steht, werden die nächsten Wochen zeigen. Momentan ist er in der Regionalliga Truppe eingeplant. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl > Wie ist die Lage in der Landesliga Ost vor der Fortsetzung der Liga? Der VfR Wormatia Worms II und der SV Gimbsheim gehen mit verschiedenen Vorrausetzungen in die restliche Spielzeit. Die junge Truppe der Wormatia belegt mit 31 Punkten den fünften Tabellenplatz. Gegenüber dem Tabellenzweiten Büchelberg sind es zwar fünf Punkte Rückstand, aber der VfR hat ein Spiel bisher weniger ausgetragen. Ziel kann nur noch der Relegationsplatz sein, denn Tabellenführer Viktoria Herxheim ist punktemäßig schon sehr weit enteilt. Trainer Eugen Gopko: „Die Chance auf diesen Platz ist da, aber wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren. Wenn wir an unsere Grenzen gehen, kommt der Rest von alleine. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Es ist nichts kompliziertes. Wir müssen unsere Leistung abrufen, guten Fußball spielen und wenn das passiert, werden auch die Ergebnisse stimmen.“ Bei einer U21 ist immer wenig Kontinuität im Kader vorhanden. Jahr für Jahr muss im Sommer ein Neuanfang gestartet werden. Ein Start in die Saison ist dann immer sehr schwer. „Obwohl es uns klar war, dass es nicht einfach wird, war unser Anfang nicht zufriedenstellend. Die Mannschaft hat sich gegenüber der letzten Saison sehr verändert, alle Leistungsträger bis auf Ali Aslan und Pascal Schmidt waren nicht mehr da bzw. verletzt. Dafür hatten wir sehr viele gute Jungs aus der eigenen U19 und auch extern dazu geholt, aber sie mussten sich erstmal an den Männerfußball gewöhnen und das braucht halt seine Zeit. Außerdem musste sich vieles neu finden, neue Mannschaft, neues Trainerteam, neue Ideen, es ist ein Prozess mit vielen Leistungsschwankungen“, bilanzierte Gopko über die ersten Saisonspiele.
Mehr als zufrieden war er über den weiteren Verlauf: „Aber ab Mitte Oktober stimmten die Leistungen und Ergebnisse. Sehr positiv, aus meiner Sicht, ist die Entwicklung der Mannschaft, und das ist das wichtigste, dass die Jungs besser werden und sich für höhere Aufgaben empfehlen können, das ist unsere Aufgabe.“ Auffällig sind einige negative Ergebnisse immer wieder gegen die Pfalzvereine, die bekannt sind für ihre körperliche Spielweise. Für Trainer Eugen Gopko aber kein Kopfproblem:„Niemand lässt gerne die Punkte liegen aber es passiert nun mal, ich glaube es ist nur Zufall, ich glaube nicht an Angstgegner, jeder ist schlagbar, du musst nur bereit sein deine Leistung abzurufen.“ Kleine Veränderungen wird es im Kader geben. Auf eigenen Wunsch wechselt Lucas Vardaxis zum SV Gimbsheim. Dafür kommt mit Justin Tamon, eigentlich noch ein U19 Spieler, hinzu. Bei Pascal Schmidt muss abgewartet werden, ob er wieder zur U21 stoßen wird. Er hat die komplette Wintervorbereitung mit dem Regionalligateam absolviert. Gerade aus dieser Sicht Spieler an die erste Mannschaft heranführen zu können, wäre ein Platz in der Verbandsliga vielleicht besser. Trainer Gopko: „Zu einem Unterbau in der Verbandsliga sagt generell niemand nein. Hierzu müssen jedoch extrem viele Faktoren zueinander finden. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass die U21 unsere `älteste Jugendmannschaft` und eine Aus- und Weiterbildungsmannschaft ist. Das primäre Ziel ist es, die Jungs weiterzuentwickeln, im Herren-Fußball zu etablieren und in der täglichen Arbeit zu verbessern. In diesem Alter sind Schwankungen völlig normal, so dass wir uns absolut im Klaren sind dass es immer mal wieder zu einer Delle kommen kann und wird. Das haben wir einkalkuliert und dies gehört ebenfalls zum Reifeprozess der Jungs.“
Junge Spieler aus der Region für den SV Gimbsheim: Dazu gehört auch Eric Reil. Vor der Saison von Rheingold Hamm zum SV gewechselt, konnte er sich gleich einen Stammplatz erkämpfen. Foto: Felix Diehl
Mitten im Abstiegskampf
Ganz andere Probleme hat der SV Gimbsheim. Sie stecken mitten im Abstiegskampf. Bis zu fünf Absteiger sind in dieser Saison möglich. Mit dem viertletzten Tabellenplatz steht der SV momentan auf einer dieser Plätze. Es gibt in dieser Liga aber viele Bewerber für die Abstiegsränge. So sieht es auch Trainer Steven Jones: „Es ist in diesem Jahr eine extrem ausgeglichene Landesliga. Bis zu Platz sechs, mit RWO Alzey, stecken alle Teams noch im Abstiegskampf fest. Bis zum letzten Spieltag wird es eine harte Saison werden.“ Der Auftakt für den SV Gimbsheim konnte sich eigentlich sehen lassen und für Trainer Steven Jones waren mehr die letzten Begegnungen nicht so nach seinem Sinnen. „ m Verbandspokal sind wir weit gekommen und haben unsere Neuzugänge gut integrieren können. In der Summe haben wir aber zu viele Spiele in der Liga verloren, bei denen mehr möglich gewesen wäre. In den letzten Ligaspielen hatten wir zu wenig Substanz.“ Beim SV Gimbsheim wurde seit Sommer vermehrt auf junge Spieler gesetzt. Trainer Jones: „Wir haben einen überwiegend jungen Kader, mit fleißigen jungen Typen. Diesen eingeschlagenen Weg wird weiter verfolgt. Eine Mischung aus erfahrenen Spielern, regionalen jungen Talenten und unseren Eigengewächsen.“ Mit Markus Moh Amar hat ein Spieler den SV verlassen. Von der Wormatia II kommt Lucas Vardaxis und von Astoria Walldorf II wechselt Igor Grosu an den Altrhein. Grosu machte sich in der letzten Saison als Torjäger bei Ataspor Worms einen Namen. Dazu stoßen noch Baris und Selim Özemir zum Kader. Für Trainer Steven Jones weitere Alternativen um den drohenden Abstieg zu verhindern. „Die Mannschaft ist sehr willig und wir müssen weiter an den Inhalten arbeiten. Viele kleine Themen müssen wir verbessern, um bessere Spiele und somit erfolgreichere Ergebnisse zu erzielen.“