OBERLIGA: Nächste klare Niederlage der TSG Pfeddersheim
Viel Arbeit für Cuc
Er zeigt den Spielern den Weg, sie müssen dies nur befolgen. Auf Trainer Mario Cuc wartet noch viel Arbeit. Archivfoto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl. Ein deftiges 1:5 kassierte die TSG Pfeddersheim beim Auswärtsspiel gegen den SV Gonsenheim. Das Ergebnis war noch das Beste an diesem gebrauchten Samstagmittag. Es hätte noch höher für die Gastgeber ausgehen müssen. Schon vor dem Anpfiff zeigte sich auf dem Papier eine ungleiche Partie an. Auf der einen Seite die Gonsenheimer, ein Team, das vor Selbstvertrauen nur so strotzt. Mit Eintracht Trier, mittlerweile, die meisten Tore erzielten und auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Auf der anderen Seite die TSG. Stehen im Tabellenkeller, kein Selbstvertrauen und die „Schießbude der Oberliga“ stellen.
Haber und Bräuner fehlen
Trainer Mario Cuc: „Alles, was wir uns vorgenommen haben, war nach vier Minuten dahin. Sofort gehen die ersten Köpfe nach unten und lassen sich gehen. Die Jungs beschäftigt die Situation zu stark. Wir müssen den Kopf freibekommen.“ Die TSG wollte aus einer verstärkten Defensive, sicher stehen und über ein verbessertes Umschaltspiel zum Erfolg kommen. Nur an der Umsetzung haperte es zum wiederholten Male in dieser Saison.
Mit einem langen Diagonalball wurde die Deckung der TSG überrumpelt, einen Querpass und Torjäger Yannik Ischdonat war zur Stelle. „Uns fehlen zwei kampfstarke Spieler. Wir sind zu ruhig und zu brav. Oberliga-erfahrene Spieler sind nicht dazugekommen. Einen Haber oder Bräuner haben wir nicht mehr“, sagte Trainer Mario Cuc über das Dilemma. Beim zweiten Treffer wurde die TSG mit zwei, drei kurzen Pässen ausgespielt. Jan Vogel war der Nutznießer. Weitere Tore hätten für die Gastgeber fallen müssen. Zur Pause wurde die komplette Offensivreihe vom Platz genommen.
Eine verdiente Niederlage
Trainer Mario Cuc: „Nach der Pause wollten wir alles besser machen. Beim Aufbau rutschen wir aus und schenken dem Gegner den Ball. Das tat schon weh.“ Diese Einladung nahm Jan Vogel dankbar an und trifft zum 3:0. Es wurde etwas besser, Zweikämpfe wurden gewonnen und der gegnerische Strafraum wurde ins Visier genommen. In der 68. Minute der Anschlusstreffer. Reda Chkifa wurde von Aymen Chahloul im Strafraum zu Fall gebracht. Luca Graciotti verwandelte sicher. Kurz darauf die nächste Chance für den Anschlusstreffer. Statt den Ball überlegt ins Tor zu schieben, nahm Lion Schubach den Spann und drosch das Spielgerät aus dem Stadion.
Im Gegenzug fiel durch Yannik Ischdonat das 4:1. „Ohne Fitness, Galligkeit und fehlendes Gift in den Zweikämpfen. Ist brutal, wie viele Treffer wir nach Ballverlusten kassieren. Das Umschaltspiel ist stark verbesserungswürdig.“ Auf Trainer Mario Cuc wartet viel, viel Arbeit. Durch einen Eckball kassierte die TSG den fünften Treffer. Ufuk Kömesögütlü konnte ohne große Gegenwehr einköpfen.
Eine sehr verdiente Niederlage für die TSG. Nach dem ersten Saisonsieg vom VfR Baumholder stehen sie jetzt auf dem letzten Tabellenplatz. Am Mittwoch, dem 20. September, haben sie in Baumholder um 19.30 Uhr die Gelegenheit, dies wieder zu revidieren. Was Trainer Mario Cuc zuversichtlich stimmt, für die Wende, ist die Stimmung innerhalb der Truppe. „Die ‚alten Spieler‘ sind sehr engagiert, die Neuen einzubinden. Der Zusammenhalt ist vorhanden. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, die Schuld bei anderen zu suchen, das wäre fatal. Wir müssen als Team bei uns selbst bleiben.“