Fr., 02.10.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 04. Dezember 2017, 10:59 Uhr
    Gut besuchte Infoveranstaltung im WORMSER / Jugendzentrum und Quartiersmanagement weiter im Gespräch

    Viel Neues für die “Grüne Schiene”

    OB Michael Kissel erläutert die Entwicklungen im Hinblick auf das Projekt „Grüne Schiene“.

    Wie geht es weiter mit dem Projekt „Soziale Stadt – Grüne Schiene"? Was hat sich seit dem Start im Jahre 2014 bereits getan? Antworten darauf gab nun eine Informationsveranstaltung im WORMSER mit Oberbürgermeister Michael Kissel, Vertretern der Stadtverwaltung und externen Planern.


    „Wir wollen das Projekt weiterhin mit großem Engagement vorantreiben“, versicherte der Stadtchef bei der Begrüßung. Aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen war es zu einer zeitlichen Verschiebung gekommen. „Das Bahngelände, die eigentliche ,Grünen Schiene‘, wird in dem Projekt eine geringere Rolle spielen als bisher vorgesehen“, rief OB Kissel nochmals in Erinnerung. Die dafür erforderlichen Bahnflächen stehen auf absehbarere Zeit nicht zur Verfügung. Zudem habe das Land den Kostenrahmen von 27 auf 16 Millionen reduziert, bei einer Laufzeit von zwölf Jahren, machte Guido Frohnhäuser, Leiter der Abteilung 6.1 – Stadtplanung und Bauaufsicht, deutlich, was dazu führte, dass die ursprünglichen Planungen überarbeitet werden mussten. 


     


    In den ersten Projektjahren sind insbesondere die in dem Gebiet lebenden Bürger immer wieder mit einbezogen worden: Bereits bei den beiden Auftaktveranstaltungen östlich und westlich der Bahnlinie hatten die Bewohner ihre Wünsche und Vorschläge einbringen können; es folgten eine Zukunftswerkstatt, eine Bürgerbefragung und eine Informationsveranstaltung im Mai 2015.


    Das Projekt konzentriere sich auf vier Handlungsfelder, erläuterte Frohnhäuser, zum einen die Umnutzung der Bahnflächen, zum anderen die soziale Infrastruktur, Bildung und Beschäftigung sowie Wohnen und Beschäftigung.


    Die überarbeitete Planung sieht vor, dass die Bahnflächen weniger, die Quartiere im Nordend und in Neuhausen jedoch dafür größere Beachtung finden sollen.


    Die Entwicklung der gesamten Bahnflächen im Fördergebiet bleibe dennoch mittel- bis langfristiges Ziel, so Frohnhäuser. Der Neuhauser Tunnel wird in einem eigenen Verfahren umgebaut und ist nicht Teil des Projekts „Grüne Schiene“. Ein anderer „Tunnel“ hat bereits eine enorme Verbesserung erfahren: Die Unterführung im Holzhof, von vielen Quartiersbewohnern als „Angstraum“ bemängelt, wurde bereits im vergangenen Jahr in Angriff genommen. Sie erhielt eine Beleuchtung, der Boden wurde befestigt und das Bauwerk entwässert.


     


    Auf sozialer Ebene wurde das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ gestartet, das sich in drei Handlungsfelder gliedert: die aufsuchende Jugendarbeit, die aktive Unterstützung, Klärung und Planung (Clearing) sowie die Begleitung im intensiven Unterstützungsprozess (Casemanagement). Erste Erfolge konnte das Sozialprojekt ebenfalls schon verzeichnen. Ein 23-jähriger Mann schilderte eindrucksvoll seine Erfahrungen mit dem Casemanagement. Als er drauf und dran war, seinen Ausbildungsplatz aufgrund erheblicher Prüfungsängste zu verlieren, griff das Casemanagement ein und half ihm in einem intensiven Unterstützungsprozess aus der Krise. Inzwischen habe er seine Ausbildung abgeschlossen, sein Fachabitur erlangt und studiere nun, berichtete der junge Mann.


     


    Hinsichtlich des viel diskutierten Themas eines neuen Jugendzentrums in dem Fördergebiet machte OB Kissel nochmals deutlich: „Wir sprechen hier von einem Vorhaben, dass wir nicht Hals über Kopf oder von heute auf morgen umsetzen können. Bevor eine Förderung möglich ist, müssen wir zunächst den Bedarf nachweisen.“ Hinzu komme die Prüfung möglicher Standorte.



    Einen Ausblick auf kommende Schritte im Projekt „Grüne Schiene“ gab Dr. Sven Fries. Jede Kommune, die einem Städtebauförderprogramm angehört, kann einen Verfügungsfonds einrichten. Die Fördermittel könnten für investive, investitionsvorbereitende und –begleitende Maßnahmen genutzt werden, erläuterte Dr. Fries. Grundlage für diese Maßnahmen bilde das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept. Die Entscheidung über die Verwendung der Fördermittel obliegt den zuständigen städtischen Gremien. Mithilfe des Verfügungsfonds können beispielsweise so genannte Mikroprojekte unterstützt werden, etwa Gemeinschaftsprojekte für die Bewohner des Quartiers. Diese sollen im nächsten Jahr starten, so Dr. Fries. In den Startlöchern steht auch die Umgestaltung des Auftaktplatzes zur Pfrimmanlage, die derzeit in der Planung sei, berichtete der Stadtplaner. Ebenfalls im kommenden Jahr wird wohl das Quartiersmanagement ausgeschrieben, das vor Ort etabliert werden und zudem eine Verbindung zur Verwaltung sein soll.


     


     


    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige Amtsblatt
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Füller 1