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  • Do., 13. Oktober 2022, 10:15 Uhr
    STIMMEL-SPORTS: Jonathan Fleischhauer sichert sich Vizemeistertitel und den ersten Platz der Junioren bei der Deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf

    Viele Punkte erzielt

    Der Wormser stimmel-sports Athlet Jonathan Fleischhauer (23 Jahre) konnte sich den Deutschen Vizemeistertitel bis 100 Kilogram (alle Altersklassen) und den ersten Platz der Junioren bis 100 Kilogramm bei der Deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf (Powerlifting) in Lohne sichern. Kraftdreikampf ist eine immer populärer werdende Sportart, bei der es darum geht, den eigenen Körper durch entsprechendes Training so stark wie möglich zu machen. Es gilt die sogenannte Maximalkraft zu steigern. Gemessen und im Wettkampf verglichen, wird dabei die Kraft in drei Disziplinen: Kniebeuge, Bankdrücken, und Kreuzheben. Dabei treten die Athleten in bestimmten Körpergewichts- und Altersklassen gegeneinander an, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten. Ähnlich wie beim Gewichtheben haben die Sportler in jeder der drei Disziplinen die Möglichkeit, in drei Versuchen mit einer Wiederholung die höchstmögliche Last zu bewegen. Dabei wird jeweils der beste gültige Versuch der einzelnen Disziplin gewertet und aus den drei Bestversuchen wird dann das sogenannte „Total” errechnet. Das „Total" entscheidet, welcher Sportler die beste Gesamtleistung erbracht hat und siegt.

    Fleischhauer beugte (Kniebeuge) bei den Meisterschaften im ersten Versuch 195 Kilogramm, im zweiten Versuch 210 Kilogramm und im dritten Versuch 220 Kilogramm. Er drückte (Bankdrücken) 125 Kilogramm, 137,5 Kilogramm und 142,5 Kilogramm (ungültig) und hub (Kreuzheben) im ersten Versuch 245 Kilogramm, im zweiten Versuch 260 Kilogramm und im dritten, allerdings leider ungültigen Versuch 270 Kilogramm. Das ergibt ein „Total" von 617,5 Kilogramm. Im Vergleich zu seiner Konkurrenz konnte er speziell mit seiner stärksten Disziplin dem Kreuzheben viele Punkte machen.

    Powerlifting ist nicht exklusiv, das heißt es ist weder einem bestimmten Geschlecht noch einer bestimmten Altersklasse vorbehalten. Es ist eine Sportart, die für alle eine große Bereicherung darstellen kann. Wer jetzt denkt, dass Leistungssport und Krafttraining im Allgemeinen keineswegs mit Gesundheit und Prävention vereinbar sind, liegt falsch. Ein Merkmal der GDFPF ist das Dopingkontrollsystem. Alle Athleten unterziehen sich stichprobenartigen Dopingkontrollen, die entweder am Wettkampftag beziehungsweise in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden. So soll der Steroidmissbrauch und anderen gesundheitsschädlichen Praktiken im Sport entgegengewirkt werden. Zudem kommt, dass ein gewisses Maß an Kraft und Stärke für die Bewältigung des Alltags gerade im höheren Alter fundamental wichtig ist. Anders als die meiste annehmen, profitiert der Körper über intensives, technisch sauberes und gut strukturiertes Krafttraining noch Jahrzehnte später. Gerade Frauenm können im Alter vom Krafttraining profitieren. Für Frauen über 50 Jahre, die häufiger als Männer an Osteoporose erkranken, kann Krafttraining in jüngeren Jahren präventiv wirken. Die Druck- und Zugbelastungen auf den Knochen beim Training haben einen positiven Einfluss auf die Knochendichte.

    So ist es also nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer am Wochenende bunt gemischt waren. Neben den erwarteten jungen Männern fanden sich auch Frauen, Jugendliche ab 17 Jahren und aktive Sportler über 60 Jahren, die alle gemeinsam ihre Leidenschaft teilten. Jonathan Fleischhauer ist sich sicher: „Kraftdreikampf ist für alle da und ein Gemeinschaftssport!”
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