Vertreterversammlung der Volksbank honoriert Wachstum / Wiederwahl des Aufsichtsrates
Vier Prozent Dividende für Genossen
Als Generalbevollmächtigte und voraussichtlich künftiges Vorstandsmitglied stellte sich Sabine Hermsdorf zur Vertreterversammlung den Genoss*innen der Volksbank Alzey-Worms im Mozartsaal vor. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT | Auf ihrer Vertreterversammlung im Wormser Mozartsaal beschlossen die Erben der Genossenschaftsidee von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch am Dienstagabend für das vergangene Geschäftsjahre eine Dividende in Höhe von vier Prozent an ihre Mitglieder auszuschütten.
Trotz eines schwierigen Marktumfeldes – bestehend aus Null- und Negativzinsen, Digitalisierung und Bankenregulierung – präsentierte Vorstandssprecher Armin Bork eine erfolgreiche Bilanz der Volksbank Alzey-Worms. „Unser Betriebsergebnis war erneut überdurchschnittlich und unter den aktuellen Gegebenheiten sind wir für die Zukunft gut aufgestellt“, fasste Bork zusammen. „Wir haben keine stillen Lasten und verfügen über stille Reserven“, so der Sprecher des Vorstandes weiter. Das Kreditinstitut bezeichnete er als eigenkapitalstark.
Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank ist um 5,4 Prozent beziehungsweise 190,3 Millionen Euro auf rund 3.715,8 Millionen Euro angestiegen. Zeitgleich konnten die Kosten der Verwaltung im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent nochmals leicht auf 59,5 Millionen Euro reduziert werden, obwohl laut Armin Bork höhere Zahlungen an Verband, Rechenzentrale und Bankenabgabe geleistet werden mussten.
Herausforderungen weiterhin meistern
„Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat uns weiterhin fest im Griff und setzt die Enteignung der Sparer fort“, äußerte Bork sein Bedauern, denn „Banken werden der Hoffnung beraubt, mit ihrem ureigensten Geschäft der Fristentransformation Geld verdienen zu können“.
Des Weiteren wird die zunehmende Digitalisierung eine weitere, prägende Herausforderung darstellen. So wächst die Bereitschaft der Kunden, auf digitale Kanäle – wie etwa von konkurrierenden Direktbanken – zurückzugreifen. Hierzu berichtete Bork, dass die Rechenzentrale des Verbandes erstmals einen Beitrag für die Digitalisierung erhoben habe, um diesen Wandel konstruktiv gestalten zu können.
„Wir werden weiter verstärkt in die Digitalisierung investieren“, versprach Bork, wobei die Volksbank bereits seit dem zweiten Quartal des vergangenen Jahres Kredite in der Baufinanzierung online über „GenoPace“ vermittelt.
Nachdem Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wiedergewählt worden waren, dankte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek vor dem abschließenden Essen für das engagierte Sponsoring der Volksbank Alzey-Worms. „Wenn es der Volksbank gut geht, geht es Worms gut“, so Kosubek abschließend.