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Do., 12. Januar 2023, 11:05 Uhr
Fußball: Rückblick in die B-Klasse Süd Alzey-Worms / FSV Abenheim steht auf dem Tabellenthron
Vier Teams kämpfen um den Titel
Im Spitzenduell trennten sich der FSV Abenheim und der SV Leiselheim mit einem gerechten 1:1. Der Abenheimer Jens Reichel musste sich im Zweikampf gegen Benjamin Hugo, Leiselheim, beweisen. Foto: Marcus Diehl
Von Marcus Diehl > Spannung ist angesagt in der B-Klasse Süd Alzey-Worms. Vier Mannschaften kommen momentan in Frage, die um den Titel und den Relegationsplatz mitspielen werden. Auf dem Tabellenthron steht der FSV Abenheim. In zwölf Partien holte das Team von Trainer Frank Siedentopf neun Siege und drei Unentschieden und hat noch keine Niederlage in dieser Saison kassiert. Trainer Frank Siedentopf: „In den letzten Jahren haben wir immer die Topspiele gegen die Mitkonkurrenten verloren, bisher sieht das anders aus. Die erste Halbzeit gegen Leiselheim war das beste Spiel meiner Jungs seit meiner Amtszeit. Hätte die Chancenverwertung gestimmt, wäre das Ding zur Halbzeit bereits durch gewesen. Immer wenn ich die Jungs zur Pause für ihr Auftreten lobe, kommt danach das Gegenteil auf den Platz. Gegen Rheindürkheim haben wir in zwei Spielen vier Punkte geholt. Nur das Spiel und das Ergebnis zu Hause gegen Eppelsheim ärgert mich.“ Der FSV Abenheim spielt schon seit Jahren immer um den Aufstieg in die A-Klasse mit, am Ende reichte es aber nicht. „In der Tat ist das gefühlt jedes Jahr das gleich und am Ende steigen die Mitkonkurrenten auf. Auch dieses Jahr muss in den letzten 10 Spielen noch viel gearbeitet werden. Hier nehme ich die komplette Truppe einschließlich mir selbst mit dem Start in die Vorbereitung in die Pflicht“, sagt Siedentopf und gibt sofort die Vorgaben für die restliche Saison preis. „ Wir haben Leiselheim und Gimbsheim II auswärts vor der Brust. Wir haben noch zehn Endspiele. Das sind alles schwere Aufgaben. Gleich im ersten Spiel das Derby gegen Gundheim/Westhofen II. Hier sollten wir tunlichst vermeiden auf die Tabelle zu schauen.“ Als Ansporn zieht er noch das 100-jährige Jubiläum in Betracht. „ Die Mannschaft und jeder Spieler kann zum Jubiläum einen Aufstieg in die Geschichtsbücher schreiben und ein Teil davon gewesen zu sein.“
Auch SV Leiselheim auf Relegationsplatz
Nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer steht der SV Leiselheim auf dem Relegationsplatz. Beim SV stehen auch neun Siege zu Buche, zwei Remis und eine Niederlage. Trainer Peter Unger: „Wir waren gegen Rheindürkheim die bessere Mannschaft, haben es an diesem Tag aber nicht geschafft das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Die Rhenania hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht und deshalb auch gewonnen. Gegen Abenheim war es am Ende auf Grund der zweiten Halbzeit ein verdienter Punkt. Nur gegen den SV Pfeddersheim tut der eine Punkt im Moment weh. Solche Spiele gibt es immer wieder. Die hatten andere Mannschaften auch.“ Mit zu dem Favoritenkreis vor der Saison hatten den SV Leiselheim nur wenige gezählt. Auch für Trainer Peter Unger kommt der zweite Tabellenplatz etwas überraschend: „Ich denke wenn jemand vor Rundenbeginn gesagt hätte, wir stehen zur Winterpause in Reichweite zum Tabellenführer, hätten wir das alle unterschrieben.“ Die Meisterschaft dürfte nicht nur in den direkten Duellen entschieden werden. Wie sein Abenheimer Kollege betont Trainer Peter Unger gerade die Begegnungen gegen vermeintlich schwächere Teams die Wichtigkeit. „Natürlich haben Siege in den direkten Duellen eine besondere Bedeutung. Aber auch die anderen Spiele dürfen nicht unterschätzt werden und müssen auch erstmal gewonnen werden.“ Der FSV Abenheim und der SV Leiselheim müssen jeweils einen wichtigen Abgang verkraften. Beim FSV geht Uli Weber beruflich ins Ausland und beim SVL wechselt Malke Önder zurück zu Suryoye Worms. Für Trainer Peter Unger ist der restliche Rundenverlauf klar strukturiert: „Wir wollen eine gute Vorbereitung hinlegen. Nur von Spiel zu Spiel denken und einfach unsere Spiele gewinnen.“
In der „Jägerrolle"
Mit drei Punkten weniger als der SV Leiselheim steht die Rhenania Rheindürkheim auf dem dritten Tabellenplatz. In der „Jägerrolle" sieht sich Trainer Steffen Keller: „Rein tabellarisch dürfen wir nichts mehr liegen lassen und müssen auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Für die Rückrunde müssen wir an die gute Vorbereitung im Sommer anknüpfen. Durch eine hohe Trainingsbeteiligung, großen Fleiß und eine Prise guter Laune den Grundstock legen. Die Langzeitverletzten wieder heranführen und einfach unser Spiel weiter verbessern.“ Mit den gezeigten Leistungen seiner Mannschaft war Trainer Steffen Keller, bis auf ein oder zwei Spiele sehr zufrieden. Dass die Rhenania nicht mehr gegen Abenheim spielen muss, sieht er eher als Nachteil an: „ Ich hätte gegen Abenheim 2023 gerne noch einmal gespielt. Weil wir es nicht mehr selbst beeinflussen können. Mit einem Sieg im direkten Duell wäre es vermutlich noch einmal anders gelagert. Am Ende werden die Details entscheiden, wer oben steht.“
Jede junge Mannschaft braucht auch einen Routinier in seinen Reihen. Beim SV Gimbsheim II ist Nico Marquardt immer noch ein Garant was das Tore schießen anbelangt. Foto: Felix Diehl
Auf dem vierten Platz
Mit einem Spiel weniger steht der Aufsteiger SV Gimbsheim II auf dem vierten Platz. Seine drei Niederlagen kassierte der SV zu Beginn der Saison. Für Trainer Damir Schwind ein Lernprozess: „Ich würde es nicht als Anpassungsproblem in der B-Klasse sehen. Es hat einfach damit zu tun, dass wir einen offensiven Fußball spielen und das bringt Risiken mit sich, die wir in den ersten fünf Spielen deutlich gemerkt haben. Aber solange wir immer mehr Tore schießen, wie wir bekommen, kann es uns egal sein. Am Ende zählen die drei Punkte.“ Das sein Team in der Tabelle so gut dasteht, als Neuling, damit hat er schon fast damit gerechnet. „Überraschend kommt es für mich nicht. Ich weiß dass meine Mannschaft eine gute Qualität besitzt. Ich habe uns schon unter den ersten fünf gesehen. Das wir es dann auch hinbekommen haben, freut mich umso mehr.“ Der SV Gimbsheim II dürfte den kleinsten Druck spüren im Kampf um die ersten Plätzen. Trainer Damir Schwind: „Das kann ein Plus sein, wenn es dann soweit ist. Das Team ist Jung und hungrig. Sie sollen Erfahrungen sammeln und sich weiter entwickeln. Aber Aufstieg verlangt und erwartet niemand. Von daher können wir befreit aufspielen.“