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Di., 29. Oktober 2019, 10:18 Uhr
HANDBALL OBERLIGA FRAUEN: Für die TG Osthofen ist in der Schlussphase der Partie beim TSV Kandel das Tor verbarrikadiert / 20:24-Niederlage ist logische Folge
Vierte Pleite in Serie kassiert
Kristina Graf musste im Handball-Oberliga-Spiel beim TSV Kandel auf Rechtsaußen ran. Die Kapitänin der TG Osthofen machte ihre Sache auf der ungewohnten Position gut, konnte die 20:24-Niederlage ihrer Mannschaft bei den Südpfälzerinnen dennoch nicht abwenden. Archivfoto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Ein Handballspiel dauert bekanntlich 60 Minuten reine Spielzeit. Das ist ein Fakt, über den Anhänger und Aktive des beliebten und rasanten Hallensports nicht lange sinnieren müssen. Manchmal aber würde sich mancher Handballer und im konkreten Fall manche Handballerin wünschen, das sportliche Ringen um viele Tore wäre bereits nach 50 Minuten vorüber. Den Frauen der TG Osthofen ging’s im Match der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar beim TSV Kandel so. 19:20 stand es zehn Minuten vor der Schlusssirene auf der Anzeigetafel zu lesen. Am Ende hielten die Südpfälzerinnen mit 24:20 (11:9) die zwei Zähler fest in der Hand. TG Osthofen blieb ohne weiteren Torerfolg und kassierte nach gutem Saisonstart 2019/2020 mit zwei Heimsiegen bereits die vierte Pleite in Serie. Das Team um TGO-Trainer Marcus Otterstätter ist bei nunmehr 4:8 Punkten mittlerweile auf den elften Tabellenrang abgerutscht. Der Trend zeigt deutlich nach unten.
TGO-Offensive ist am Ende laues Lüftchen
Ein Trend, den die Truppe von Marcus Otterstätter durchaus hätte in Kandel einbremsen können. Aber: „Wir haben unsere zehn Minuten gehabt, in denen uns die Bälle nur so aus den Händen flutschten“, musste Marcus Otterstätter schwer schlucken. Der achte Treffer von TGO-Haupttorschützin Mona Schmitt in der 50. Minute zur 20:19-Führung war das letzte positive Erlebnis, das die Wonnegauerinnen in Kandel feiern durften. Technische Fehler und falsche Entscheidungen in der Offensive sorgten für eine kapitale Flaute der Gäste, die der Tabellensiebte dankbar aufgriff. „In der Summe ging die Niederlage ob unserer Schwächen im Abschluss in den Schlussminuten völlig in Ordnung“, resümierte der TGO-Coach enttäuscht.
Bis zum Finale ohne TGO-Beteiligung bleibt’s spannend
Dabei zeigten sich die TGO-Frauen lange von ihrer guten Seite. „Die kämpferische Einstellung stimmte“, fand Marcus Otterstätter. Auch dass die erfahrene Kapitänin Kristina Graf für die erkrankte Elena Thurow auf Rechtsaußen agierte, brachte durchaus Schwung ins Spiel der Gäste. Mona Schmitt aus dem Rückraum und Michelle Köhler am Kreis rissen Löcher in die TSV-Defensive, trafen regelmäßig. Das Match blieb deshalb lange ausgeglichen und spannend. Osthofen hatte stets Tuchfühlung zum Gastgeber. Tja, bis zur 50. Minute, als sich die TGO frühzeitig aus dem Spiel verabschiedete. Auch wenn’s Marcus Otterstätter merkbar schwer fiel, blickte der Trainer der TGO-Frauen trotz der bitteren Pleite in Kandel sofort voraus. Sonntagmittag um 16 Uhr ist der bisher punktlose Tabellenletzte SF Budenheim in der Wonnegauhalle zu Gast. „Dann sollten wir allerdings 60 statt nur 50 Minuten Handball spielen“, hofft Marcus Otterstätter auf Besserung – „und einen Pflichtsieg“.