HEIMATVEREIN GUNDERSHEIM: Übergabe der Ruhebänke an die Ortsgemeinde Gundersheim / Vierzig Jahre Vereinstätigkeit
Vierzig Jahre für die Heimat aktiv
Die Wanderer des Gundersheimer Heimatvereines legten am Goldbergtürmchen eine Picknick-Pause ein.
Herbstwanderung mit Picknick für seine Mitglieder: Auf diese Weise hat der Heimatverein Gundersheim am Sonntag den vierzigsten Jahrestag seiner Gründung begangen. Dabei wurden auch zwei Ruhebänke eingeweiht und an die Ortsgemeinde übergeben. Ein Risiko war es schon, eine Herbstwanderung Ende Oktober anzusetzen. Denn ob das Wetter mitspielen würde, war fraglich. Doch es hat gehalten. Über 50 Mitglieder des Heimatvereins Gundersheim nahmen an einer Veranstaltung des Vereins teil, die, wie der Vorsitzende Meinrad Angermayer, bei der Begrüßung erwähnte, zum allererstenmal in 40 Jahren Vereinstätigkeit extra für die Vereinsmitglieder gedacht war. Alle anderen Aktivitäten des Vereins, so der Vorsitzende, seien nämlich bisher immer an das Dorf und die Dorfgemeinschaft gerichtet gewesen.
Qualität des Dorflebens
Aber so ganz konnten sie es seitens des Vereins dann doch nicht lassen, die Sache mit den Aktivitäten für die Allgemeinheit: Nach wenigen Hundert Metern der Wanderung war nämlich bereits die erste Zwischenstation eingeplant. Hier stand eine der beiden Ruhebänken, die der Verein angeschafft und der Ortsgemeinde übergeben hat. Dankbar für diese Aufwertung des beliebten Spazierwegs zeigte sich demnach auch die Ortsbeigeordnete Sabine Flörsch, die in ihrer Ansprache den Beitrag des Heimatvereins, aber auch der weiteren Gundersheimer Vereine, für den kulturellen und Gemeinsinn stiftenden Charakter des Dorfes hervorhob. „Eine Gemeindeverwaltung kann nur verwalten und für den Rahmen sorgen. Die Vereine machen mit ihrem Angebot den inneren Wert und die Qualität des Dorflebens aus“, lobte die Beigeordnete das Engagement des Heimatvereins.
Heimatgedichte und Volkslieder
Die Wanderung führte nach kurzer Stärkung zur zweiten Zwischenstation, dem Mönchbischheimer Hof, wo der Hausher Adolf Dahlem, die Wanderer begrüßte und einige Erläuterungen zu seinem Anwesen gab. Von dort aus ging die Gruppe zum Endpunkt der Wanderung, dem Goldbergturm an der nordwestlichen Gundersheimer Gemarkungsgrenze, wo die Teilnehmer ein Picknick erwartete. Für Kurzweil sorgten Gunter Lawall mit Gitarre und Matthias Lawall junior, die Liedtexte alter Volks- und Heimatweisen verteilten und die Gruppe zum Mitsingen animierten, sowie die älteste Teilnehmerin, Gisela Bohn, die von ihr verfasste Heimatgedichte vortrug.