
Der bereits im März (Prüferlehrgang) angekündigte Techniklehrgang wurde aufgrund der Masse an Techniken auf zwei Tage aufgeteilt. Die Lehrgangsleitung hatte Igor Kurtzik, Referent Prüfungswesen Rheinhessen und Nahe. Am Samstag stand ausschließlich Ne-waza (Bodentechnik) im Fokus. Nach einem kurzem Aufwärmen wurden „Standardsituationen“ in der Ober- und Unterlage mit über 20 Aktionen betrachtet und gelöst, dazu gehörten Rückenlage, Bank-/Bauchlage und Beinklammer.
In weiteren Handlungsketten bzw. -komplexen beschäftigten sich die Judoka mit vielen Marhenke-Varianten, die auch speziell für den Anfängerbereich geeignet sind. Fortgeschrittene und komplexere Abläufe wurden anschließend aus dem seitlichen Juji-gatame-Ansatz gezeigt.
So kamen in den Abläufen etliche Fesseltechniken und nahezu sämtliche Halte-, Würge- und Hebeltechniken in den verschiedensten Varianten zum Einsatz.
Die Tachi-waza fand dann am Sonntag ihren Weg auf die Judomatte.
Nach einer lustigen Aufwärmrunde ging es direkt zur Kumi-kata – der „Basis“ für die kommenden Sutemi- und weiterführenden Techniken (Stand-Boden-Übergänge). Diesmal standen zwar „nur“ rund 20 Techniken an, die jedoch spezieller erläutert werden mussten, so u.a. auch die Differenzierung nach dynamischen und „softerern“ Ausführungsvarianten für verschiedene Altersklassen.
An beiden Tagen führten der Referent Kurtzik und seine Uke, Hannah Breivogel, zum Abschluss nochmals das gesamte Programm „gerafft“ vor, sodass man sich eine Übersicht bzw. „Mitschrift“ über die zahlreichen Techniken schaffen konnte.
Alle Teilnehmenden hatten sich in beiden Lehrgängen sehr intensiv den Abläufen gewidmet und teilweise auch eigene, spezielle „Varianten“ entwickelt und einfließen lassen.