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  • Di., 01. Mai 2018, 19:06 Uhr
    Der NABU Worms-Wonnegau führt im Zeitraum vom 10. bis 13. Mai eine Zählung der Gartenvögel durch / Jeder kann mitmachen

    Vögel zählen von Vatertag bis Muttertag

    Junge Amseln warten in ihrem Nest auf Nahrung. Foto: NABU/Sabine Teufl.


    Kuckuckskind, Vogelhochzeit und Rabenmutter: Wenn es um die Familie geht, fallen häufig Vergleiche mit heimischen Vögeln. Die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“ lässt zwangsläufig an solche Sprachbilder denken, denn sie findet am langen Wochenende von Vatertag bis Muttertag, also vom 10. bis 13. Mai statt. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) Vogelfreunde in ganz Deutschland dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden.
    „Je mehr Menschen an der Gartenvogelzählung teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, sagt NABU-Pressesprecher Dr. Hilmar Kienzl. „Ein besonderes Augenmerk bitten wir auf Brutplätze von Mehlschwalben an Häusern zu richten.“

    Vogelbestand in Gefahr

    Sorgen machen in den Städten nämlich die Bestände von Mehlschwalbe und Mauersegler. Beide Arten gingen um etwa sechs bis sieben Prozent pro Jahr zurück, so dass 2016 nur noch etwa die Hälfte der Bestände von 2007 vorhanden waren. Sie suchen ihre Nahrung nicht nur in Städten, sondern fangen Insekten im Luftraum über dem ganzen Land. Möglicherweise wirkt sich hier der Insektenschwund auf in Städten brütenden Arten aus. Im Vorjahr gab es jedoch plötzlich wieder mehr Mehlschwalben und Mauersegler. Ob sich hier eine Trendwende zum Besseren andeutet oder es nur ein Effekt des guten Flugwetters am Zählwochenende war, wird die 14. Stunde der Gartenvögel zeigen.

    Im vergangenen Jahr hatten fast 61.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel  mitgemacht und aus über 40.000 Gärten insgesamt über 1,4 Millionen Vögel gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“  handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

    Jeder kann mitmachen

    Und so funktioniert die Teilnahme: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Meldeschluss ist der 21. Mai.

    "Wer den Postweg bevorzugt, kann sich die beliebten Faltblätter besorgen", so der Pressesprecher des NABU Worms-Wonnegau, Dr. Kienzl. Sie liegen ab sofort in folgenden Geschäften bereit: In Worms beim Samengeschäft Schwemler, in Horchheim in Melanies Obst-und Gemüselädchen und der Bäckerei Seiler, in Weinsheim bei Zoo-Hufnagel, in Ibersheim in der Bäckerei Münk und in Gundheim in der Bäckerei Weber. In der NABU-Infobox auf dem Hauptfriedhof und in der Beobachtungshütte in Rheindürkheim sind ebenfalls Faltblätter vorhanden.
    Zwischenstände und Ergebnisse
    Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis entwickelt hat.

    "Nun heißt es, sich Fernglas und Bestimmungsbuch bereitzulegen und auf eine angenehme Witterung zu hoffen", so Kienzl vom NABU abschließend. "Wer Vogelstimmen erlernen möchte, kann sich gerne der NABU-Exkursion am 9. Mai auf dem Wormser Hauptfriedhof anschließen."

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