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  • Do., 25. Juni 2015, 16:07 Uhr
    Auf der Vertreterversammlung konnte der Vorstand bei einer Bilanzsumme von 3,1 Milliarden Euro einen Überschuss von 8,7 Millionen Euro präsentieren

    Volksbank mit erfolgreichen Kennzahlen in ruhigem Fahrwasser

    Zufriedene Gesichter bei der Vertreterversammlung im WORMSER. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Vertreterversammlung der Volksbank Alzey-Worms am Dienstagabend fand erstmals nach der Fusion im Jahr 2014 mit der Mainzer VR-Bank in erweitertem Rahmen statt. So konnten im Mozartsaal des WORMSERS exakt 240 Vertreter und 150 Gäste begrüßt waren. Bei den Vertreter handelt es sich übrigens um die gewählten Repräsentanten der Mitglieder der genossenschaftlich organisierten Volksbank, also der Eigentümer. Insgesamt verlief die Versammlung in harmonischer Atmosphäre und mit positiven Jahresabschluss.

    Bilanzen stimmen

    Bei Banken müssen in erster Linie die Zahlen, also die Bilanzen stimmen. Und hier konnte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hühn am Dienstag gute Resultate vorlegen. So kletterte die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der Hauptgrund für das Anwachsen der Bilanzsumme war die rege Kreditnachfrage. So standen bei der Kreditneuvergabe immerhin 350 Millionen Euro zu Buche. Von einer Kreditklemme, so Bernd Hühn, könne also kein Rede sein.

    Kurzfristige Anlageformen

    Die Kundeneinlagen erhöhten sich mit einem Plus von 80 Millionen Euro auf insgesamt 2,4 Milliarden Euro. Bernd Hühn erläutere hier, dass aufgrund der niedrigen Zinsen der Trend zu kurzfristigen Anlageformen anhalte.
    Das Betriebsergebnis vor Bewertung ging nur ganz leicht auf 38,9 Millionen Euro zurück, ist jedoch mit einem Wert von 1,25 Prozent der Bilanzsumme immer noch überdurchschnittlich und liegt über den Jahresplanungen der Volksbank. Dank des guten Geschäftsjahres wurde das Eigenkapital deutlich erhöht.

    Jahresüberschuss von 8,7 Millionen Euro

    Insgesamt konnte die Volksbank Ende 2014 so einen stolzen Jahresüberschuss von 8,7 Millionen Euro vermelden. Von diesem Überschuss fließen nach einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung rund zwei Millionen Euro als Dividende an die Mitglieder und 400.000 Euro sind Bonuszahlungen. Die restlichen 6,4 Millionen Euro münden in die Rücklagen der Bank.
    Mahnend wies der Vorstandsvorsitzende aber daraufhin, dass in den kommenden Jahren aufgrund des anhaltenden Zinstiefs mit einer rückläufigen Ertragsentwicklung zu rechnen sei.

    Regionale Verwurzlung

    Zum Abschluss seiner Rede betonte Bernd Hühn die regionale Verwurzlung mit der Region. Die Volksbank sei der Partner des Mittelstandes und fördere die regionale Wirtschaft. Darüber hinaus fördere die Volksbank als Sponsor soziale, kulturelle und sportliche Projekte der Region Worms-Mainz-Alzey und zahle zudem hier seien Steuern.

    Fusion als richtiger Schritt

    Die Fusion der Volksbank Alzey-Worms mit der VR-Bank Mainz wurde zwar im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen, doch war sie am Dienstagabend immer noch ein großes Thema. So lautet die Bezeichnung des Geldinstituts jetzt auch offiziell „Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz“. Ein wahres Wortmonstrum, doch dies drückt auch die komplizierte Konstellation aus, denn es handelte sich nicht um eine Verschmelzung mit der großen Mainzer Volksbank, sondern um die mit der kleineren VR-Bank aus Mainz-Gonsenheim. Bei der Fusion brachte denn auch der Alzey-Wormser-Verbund eine Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro ein, während die Mainz-Gonsenheimer nur etwa 700.000 Euro ein. Zwar fiel das Abstimmungsergebnis zur Verschmelzung vor einem Jahr mit 98,3 Prozent der 179 Vertreter aus Alzey-Worms eindeutig aus, dennoch gab es natürlich einige Zweifel, ob dies gut gehen würde, denn schließlich schob man das Geschäftsgebiet weit nach Norden, in den Mainzer Raum.

    Ein Jahr danach

    Jetzt, nach einem Jahr sind die meisten Zweifel aber dahin und die Entscheidung wurde am Dienstag als klug und weitsichtig bewertet. Und dieses positive Gefühl, im Jahr 2014 den richtigen Schritt gewagt zu haben. Man spürte förmlich den zufriedenen Geist bei der jetzt großen Volksbank-Familie, die sich von Worms bis nach Mainz erstreckt.

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