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  • Fr., 01. November 2013, 12:44 Uhr
    Georg Büttler wurde am Donnerstagabend nach 16 Jahren Dienstzeit im Vorstand der Stadt Worms im Rahmen einer Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet

    Von der Datenbank zur Gartenbank

    Drei Bürgermeister und ein Abschied: Lange war die Schlange der Gratulanten, unter ihnen auch der Bojemäschder vun de Fischerwääd, Markus Trapp. Foto: Robert Lehr


    VON ROBERT LEHR „Er hat der Stadt und ihren Bürgern kompetent, treu und verlässlich gedient und ist mir in all den Jahren ein wirklich guter Freund geworden!“ – Man merkt es dem Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel an, wie ernst es ihm mit der Würdigung seines scheidenden Stellvertreters und Parteifreundes Georg Büttler ist.

    Die Beiden kennen sich gut schon aus der Zeit, in welcher der 1972 in die SPD eingetretene gebürtige Abenheimer Büttler sich bei Kissels Vater Hans als gestandenem Kommunalpolitiker dessen Rat eingeholt hat, erinnert sich Michael Kissel.

    Kurz skizzierte Kissel bei der Feierstunde im WORMSER Mozartsaal am Donnerstagabend vor zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft, den Kirchen, Vereinen und Verbänden die berufliche Vita Büttlers, die, nach vielfältigem ehrenamtlichen Engagement wie seiner Arbeit in der SPD-Fraktion des Wormser Stadtrates und schließlich als deren Geschäftsführer und Sprecher, im Jahre 2005 zu dessen Ernennung als Ersten hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Worms führte.

    16 Jahre im Stadtvorstand
    Jetzt gehe Büttlers insgesamt 16-jährige Arbeit im Stadtvorstand zu Ende, auf die sich der gelernte Lehrer auch durch seine Tätigkeit an der Kerschensteinerschule und als Rektor der Ernst-Ludwig-Schule bestens habe qualifizieren und vorbereiten konnte, so Kissel. Wie breit die Zustimmung für den Sozialexperten Büttler über Parteigrenzen hinweg sei, habe seine einstimmige Wahl im Jahre 2005 im Stadtrat eindrucksvoll gezeigt.

    Kissel: Betriebe mit Augenmaß umstrukturiert
    Zu seinem hauptamtlichen Aufgabenfeld zählten viele Bereiche der Verwaltung, so der Oberbürgermeister. Nicht nur die damaligen Stadtwerke, sondern auch andere Betriebe und Gesellschaften, wie der Freizeitbetrieb mit dem Tiergarten und den Bädern, seien von Büttler mit „Augenmaß umstrukturiert und zukunftsfähig ausgebaut“ worden.

    Besonderes der Bereich Soziales, Wohnungswesen und Jugendhilfe, habe seinem Stellvertreter am Herzen gelegen. „Geschicktes Benchmarking mit den Instrumenten des Controllings“ hätten nicht nur zu besseren Steuerungsinstrumenten mit einem ausführlichen Berichtswesen geführt, sondern sei damit auch die Basis für eine bessere Kommunikationskultur geschaffen worden, so dass insgesamt „effektiver und effizienter gearbeitet“ werden konnte, würdigte Michael Kissel das Verantwortungsbewusstsein, den „unermüdlichen Fleiß und die Kreativität“ seines Stadtvorstandskollegen.

    Staatssekretär überbringt Grüße und Dank des Landes
    Staatssekretär David Langner aus dem Rheinland-Pfälzischen Sozialministerium überbrachte in Vertretung seines Minister Alexander Schweitzer Grüße und Dank des Landes zum Ausdruck. Die Zusammenarbeit mit Georg Büttler sei nur kurz gewesen, doch habe er ihn als Politiker mit Augenmaß und Engagement kenengelernt, der in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen diese intelligent zu verwalten wisse.

    Als langjähriger Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des rheinland-pfälzischen Städtetages habe Büttler ebenso zahlreichen Landesgremien angehört, u.a. dem Landesjugendhilfeausschuss, erinnerte der Staatssekretär.

    Integrationsbetrieb mit Vorbildcharakter
    Als ein ganz besonderes Projekt mit landesweitem Vorbildcharakter nannte Langner die Umwandlung des städtischen Friedhofsbetriebes in einen Integrationsbetrieb, in dem 16 Menschen mit Beeinträchtigung Arbeit und damit ein neues Selbstwertgefühl gefunden hätten.

    Kurze Grußnoten kamen auch von Timo Horst als derzeitigem Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion und Iris Mathieu für den Personalrat der Stadtverwaltung Worms.

    Nach der Aushändigung der offiziellen Urkunde durch Michael Kissel gab es für Georg Büttler noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk. Weil dessen Interesse schon immer ganz besonders Datenbanken gegolten habe, werde Büttlers Ruhestand jetzt mit einer Gartenbank bereichert.

    BeitragsbildAusdauernder Redner Büttler verzichtet auf große Worte
    Georg Büttler selbst – bekannt als ausdauernder Redner – verzichtete fast ganz auf eine Dankesrede. Vielmehr ließ er in einer musikalisch unterlegten Präsentation die Stationen seines Wirkens Revue passieren.

    Darunter waren Marksteine wie die „Soziale Stadt“, das Bürgerbüro Soziales, das Internet-Café, der Tierarten oder der Weihnachtsmarkt auf dem Obermarkt. Ein Hauch Selbstkritik kam dabei mit dem Bild des Kirmes-Schützen Büttler und der Einblendung „So mancher Schuss ging auch daneben“ auf. Insgesamt aber schien Büttlers Rückblick durchweg geprägt von beruflichen Erfolgen.

    Georg Büttlers  ebenso ausdrücklicher wie herzlicher Dank ging im Anschluss vor allem an seine Gattin Elli, die ihn stets nach Kräften unterstützt habe.

    Mit einem Buffet vom Arbeitsförderbetrieb klang der Abend dann bei geselligem Beisammensein aus. Musikalisch wurde er dezent von „Les Patrons“ um Sängerin Carmen Selzer umrahmt.

    Zu Georg Büttlers Nachfolger bestimmte der Stadtrat den bisherigen 2. hauptamtlichen Beigeordneten Hans-Joachim Kosubek, der sein neues Amt als 1. Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister der Stadt Worms“ am heutigen 1. November dieses Jahres übernehmen wird.[nggallery id=267]

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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