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  • Mo., 16. August 2021, 11:55 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA: TSG Pfeddersheim dreht zum Saisonstart beim FV Eppelborn nach schwacher erster Halbzeit mächtig auf und siegt mit 6:3

    Von der Fußball-Hölle in den Fußball-Himmel

    Vllaznim Dautaj (Mitte) hauchte der TSG Pfeddersheim mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 direkt nach der Pause viel Selbstvertrauen ein. Der Mittelstürmer, der von Hassia Bingen nach Pfeddersheim wechselte, machte zudem eine prima Partie zum Saisonauftakt beim FV Eppelborn. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Von grauenhaft bis grandios. Die Fußballer der TSG Pfeddersheim erlebten gleich zum Auftakt der neuen Saison 2021/2022 in der Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Staffel Süd das komplette Wellenbad der Gefühle eines wechselhaften und aufregenden Kicks. Beim Saarland-Klub FV Eppelborn schien die Elf des jungen TSG-Trainers Daniel Wilde zunächst unter die Räder zu geraten, um dann nach der Pause wie Phönix aus der Asche einen 0:2-Rückstand noch in einen furios errungenen 6:3-Auswärtssieg zu verwandeln.

    Grausiger Kick der TSG vor der Pause

    „Das Spiel war ein emotionales Gewitter, das einen Trainer in neunzig Minuten um mehr als zwei Jahre altern lässt“, musste Daniel Wilde nach der aufregenden Begegnung erst einmal wieder auf normalen Puls herunterkommen. Dabei nahm die Partie nur langsam Tempo auf, Pfeddersheim hatte zunächst die Ballkontrolle. „Wir haben uns dann total einlullen lassen, haben echt nicht gut gespielt“, berichtete Wilde. Und die TSG offenbarte gravierende Schwächen bei Standards wie etwa bei einem Freistoß, den Philip Platte zur Führung einköpfte (23.). Der „grausige Kick“ seiner Elf zog laut Daniel Wilde („Wir lagen mehr als verdient hinten“) fast zwangsläufig das 2:0 nach sich, als Edonart Leposhtaku im Strafraum ein Foul unterlief. Murat Adiguezel verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0-Halbzeitstand (43.).

    Rasantes Spiel ohne Leerlauf

    Daniel Wilde richtete mit der Hereinnahme von Henrik Nagel (Wilde: „Sein erstes Pflichtspiel unter mir“) und Jan-Philipp Schünke für Florian Lutz und Elias Burkert das TSG-Spiel nun offensiver aus, was umgehend Wirkung zeigte. Bereits kurz nach dem Wechsel sorgten Mittelstürmer Vllaznim Dautaj nach einer Flanke von Rouven Amos (50.) und Waaris Bhatti (55.) für den schnellen 2:2-Ausgleich. Kurz darauf befand sich der Gast in Überzahl, sah Andreas Zimmermann doch wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (58.). Hin und her ging es nun in einem Match ohne Leerlauf. Erst traf Sebastian Kaster zum 2:3 für die TSG (61.). Tommy Bubel glich wiederum per Standard nach einer Ecke aus (65.). „Eppelborn spielte trotz Unterzahl mutig mit, was uns mit nachlassenden Kräften der Gastgeber bei den heißen Temperaturen in die Karten spielte“, machte Daniel Wilde ein immer mehr zunehmendes Übergewicht seiner Elf aus.

    Kaster-Hattrick bringt Entscheidung

    Die agilen Offensivkräfte Waaris Bhatti, Vllaznim Dautaj und allen voran Sebastian Kaster drückten nun aufs Tempo. Erst verwandelte Sebastian Kaster einen Foulelfmeter (72.). Kurz darauf dann die Entscheidung, als zunächst Bhatti und Kaster an der Latte scheitern und Sebastian Kaster schließlich im dritten Anlauf seinen lupenreinen Hattrick perfekt machte (74.). „Die Jungs haben sich nach dem Wechsel geradewegs in den Fußball-Himmel geschossen“, zeigte sich Daniel Wilde mit dem Offensiv-Feuerwerk seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten sehr zufrieden, zumal Edonart Leposhtaku mit dem Treffer zum 6:3 (85.) einen schönen Schlussstrich unter einen höchst erfolgreichen Start in die neue Saison 2021/2022 setzte.

    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar – Staffel Süd:
    FV Eppelborn – TSG Pfeddersheim 3:6 (2:0)
    TSG Pfeddersheim: Loch – Leposhtaku, Lutz (46. Nagel), Amos – Burkert (46. Schünke), Schmidt, Haber, Oehler (80. Pollok) – Bhatti, Dautaj, Kaster (75. Dietz).
    Gelb-Rot: Zimmermann (FV Eppelborn, 58.).
    Tore: 1:0 Platte (23.), 2:0 Adiguezel (43. / Foulelfmeter), 2:1 Dautaj (50.), 2:2 Bhatti (55.), 2:3 Kaster (61.), 3:3 Bubel (65.), 3:4 Kaster (72. / Foulelfmeter), 3:5 Kaster (74.), 3:6 Leposhtaku (85.).
    Zuschauer: 300.
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