BAUAUSSCHUSS: Nächster Schritt auf dem Weg zum „Licht-Luft-Bad“-Quartier“ im Wormser Westen
Von der Gewerbebrache zum Stadtquartier
Die Aussichten auf Erfolg sind gering: Kann mit dem Abriss der alten Mälzerei am Rande des Licht-Luftbad-Quartiers eine bessere Fuß- und Radwegeanbindung geschaffen werden? Foto: Florian Helfert
Von Florian Helfert › Dank des geplanten „Licht-Luftbad-Quartiers“ an der Monsheimer Straße schreitet der sogenannte Masterplan Wohnen in der Lutherstadt auf dem Papier voran.
Indem der Bauausschuss am Donnerstag im besten Beamtendeutsch empfahl, Oberbürgermeister Adolf Kessel zu beauftragen, „einen Durchführungsvertrag mit dem Vorhabenträger abzuschließen“ sowie „den Bebauungsplan ortsüblich bekannt zu machen und damit die Rechtsverbindlichkeit des Bebauungsplanes herbeizuführen“, ist eine weitere formal rechtliche Hürde ausgeräumt worden.
Dass das wichtige Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Rheinmöve angegangen werden könne, darüber äußerte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin seine Freude. „Die Verwaltung hat nachjustiert“, erinnerte er an ehemals zu vertiefende Fragen etwa zum Verkehr oder zum Verhältnis zwischen Wohneinheiten und Stellplätzen. Außerdem betonte auch er den Wert des anvisierten Anteils von 25 Prozent sozialen Wohnungsbaus. „Wir hoffen“, so Dr. Karlin weiter, „dass das Licht-Luft-Bad-Quartier zeitnah auf den Weg gebracht und umgesetzt werden kann“.
Die Chance auf eine bessere Fuß- und Radwegeanbindung im Hinblick auf den Abriss der alten Mälzerei brachte Karl Müller (FWG) als, wie er selbst sagte, „Randproblematik“ ein. Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst befand hierzu: „Die Idee hat ihren Charme.“ Allerdings liege die alte Mälzerei weder im Gebiet des Bebauungsplanes noch sei sie dafür groß genug. Dennoch werde er das Gespräch mit dem Besitzer der Bauruine suchen.