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  • Mi., 25. Mai 2016, 00:33 Uhr
    Grüne fordern ADFC-Experten zur Anhörung bei Sondersitzung zur Neuplanung des Neuhauser Tunnels

    Von erfolgreichen Städten lernen

    Am 8. Juni findet eine gemeinsame Sondersitzung von Bauausschuss, Haupt- und Finanzausschuss und Ortsbeirat Neuhausen statt zur Gestaltung des neuen Neuhauser Tunnels statt.

    Die Sondersitzung soll als Anhörung gestaltet werden und die Verwaltung hat hierzu einen jungen Ingenieur und wiss. Mitarbeiter der TU Dresden eingeladen, der bereits eine Untersuchung zur Radwegeführung begleitet hat.

    Die Grünen im Wormser Stadtrat freuen sich über die Einladung von Dipl.-Ing. Sebastian Hantschel als einem ersten Experten, halten es aber für eine Anhörung, die den Namen verdient für notwendig, dass „mehr als eine Meinung zu Wort kommt“.

    Laut einer Pressemitteilung vom Dienstag legen die Grünen Wert darauf, dass neben gewiss hilfreichen theoretischen Erkenntnissen auch ein Experte mit profunder Praxiserfahrung von den Räten befragt werden kann.

    Praxis zählt
    Im wesentlichen geht es laut der Grünen um die Frage, wie das „allgemein verbreitete Lippenbekenntnis der Förderung des klima- und umweltfreundlichen Fuß- und Radverkehrs ganz praktisch und erfolgreich so in de Tat umgesetzt werden kann“, dass ein neuer Tunnel von den Verkehrsteilnehmern angenommen wird und eine messbare Förderung und Zunahme des emissionsfreien Verkehrs erreicht werden kann.

    Hierzu haben die Umweltpolitiker den ADFC-Bundesverband um einen Experten gebeten, der in der Person von Lothar Mittag, Bürgemeister a.D. aus Rhede im Münsterland benannt wurde.

    In seiner Amtszeit erreichte die Stadt Rhede den 2. und 3. Platz von 252 Städten im Fahrradklimaindex. Lothar Mittag konzipierte den Radschnellweg NRW mit und berät Städte wie z.B. aktuell Düsseldorf zur Fahrradinfrastruktur.

    Das Neuhauser Ortsbeiratsmitglied Georg Göbel meint: „Anstatt das Rad neu zu erfinden, sollten wir auf die Erfahrung von Städten zurückgreifen, die erfolgreich den Radverkehr gefördert haben. Das würde Neuhausen und Worms gut tun“.

    „Wir wollen von einem Praktiker lernen, der nicht nur isoliert den Radverkehr betrachtet, sondern in seiner Kommune alle Verkehrsteilnehmer erfolgreich unter einen Hut gebracht hat", ergänzt Fraktionsvorsitzende Richard Grünewald.

    Für ein Bauprojekt in einer Größenordnung von 25 Mio Euro, das für die nächsten 100 Jahre die Situation zementiere, sollte in der Planung „jeder Sachverstand genutzt, den wir einholen können“, so Grünewald abschließend in der Pressemitteilung.

    Foto: Robert Lehr

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