Neujahrsempfang des Neuhausener Ortsvorsteher Uwe Merz in Volksbühne / Stadtteil im Wandel
Von grünen Schienen und der Datenautobahn
Die beiden Rezitatoren Karl-Heinz Deichelmann und Walter Passian, Luisa Bodensohn, Luise Busch, Renate und Uwe Merz sowie Oberbürgermeister Michael Kissel versammelten sich gen Ende des Neuhausener Neujahrsempfangs auf der Volksbühne. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Gemeinsam mit den beiden preisgekrönten jungen Musikerinnen der Jugendmusikschule, Luisa Bodensohn am Klavier und Luise Busch an der Querflöte, empfing Neuhausens Ortsvorsteher Uwe Merz in und auf der Volksbühne zahlreiche Gäste zum Neujahrsempfang des größten Wormser Vororts. Kurz und bündig äußerte sich Ortsvorsteher Uwe Merz zur Flüchtlingskrise und bezog mit den Worten des Bundespräsidenten Joachim Gauck „Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich“, eine ebenfalls pragmatische Stellung. Anschließend erinnerte er daran, dass bereits vor der Flüchtlingskrise hunderte Bürgerinnen und Bürger günstigen Wohnraum gesucht haben – und appellierte mit Blick an die beiden Bundestagsabgeordneten, dass deren Bundesfinanzminister angesichts der sprudelnden Bundeseinnahmen nicht weiterhin „wie Dagobert Duck auf den Talern“ sitzen solle.
Wegweisendes Jahr
„Wir können auf ein wegweisendes Jahr zurückblicken, denn so sind sowohl Teilstücke verschiedener Straßen erneuert als auch Glasfasern für ein schnelles Internet verlegt worden“, erinnerte Merz. Ferner habe ein Discounter in Neuhausen eröffnet und sei die Ortsverwaltung saniert worden. Auch schreite die wegweisende, sogenannte Grüne Schiene voran, so dass das bislang brachliegende Bahnareal sowie das Wohnumfeld städtebaulich und sozialpolitisch mittel- und langfristig endlich aufgewertet werde.
Licht am Ende des Tunnels
Das zwischen dem Wormser Westen und Neuhausen gelegene Liebenauer Feld stellte wiederum Oberbürgermeister Michael Kissel in seinem Grußwort als beispielhaft heraus. „Mit finanzieller Hilfe des Bundes und des Landes werden ehemalige Brachflächen wie jüngst am Liebenauer Feld für die Stadt und seine Bewohner nach und nach zurückgewonnen“, so das Stadtoberhaupt, um im Anschluss auf das Licht am Ende des Tunnels hinzuweisen: der Neuhausener Tunnel und dessen Straßenanbindung als in den Planungen der Stadt bereits begonnenes Millionenprojekt.