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  • Sa., 04. September 2021, 07:43 Uhr
    Hamburger Tor e.V.: Am 8. September ab 15 Uhr wird mit 3. Begegnungscafé in der Bärengasse die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt

    Von Kindergeburtstag bis Künstlergespräch

    Florian Dieckmann und Peter Hübner freuen sich, dass die Vereinsarbeit jetzt auch wieder nach außen sichtbar werden kann (von links). Foto: Robert Lehr


    VON ROBERT LEHR | Der Hamburger Hafen wird „Tor zur Welt“ genannt. Das „Hamburger Tor“ in der Bärengasse 19 soll ein weiteres Tor zur Wormser Altstadt und zwangloser Treffpunkt in dem geschichtsträchtigen Quartier werden – Unabhängig davon, ob man selbst dort wohnt oder die Angebote des gleichnamigen Vereines annimmt. Dort kann man u.a. die verschiedensten Veranstaltungen besuchen, eigene in der ehemaligen Eckkneipe ausrichten oder die Vereinsarbeit des „Kultur- und Begegnungsstätte Hamburger Tor e.V.“ unterstützen.

    Wünschen würden sich dies dessen rührige Vorstände Florian Dieckmann und Peter Hübner, die zu den Initiatoren des vor 3 Jahren gegründeten Vereines zählen. Selbst Anwohner in der Altstadt, waren sie es mit einer Handvoll Mitstreitern, die das leerstehende Lokal von der städtischen Wohnungsbau GmbH anmieteten, um eine „bunte“ Begegnungsstätte zu schaffen.    

    Unter anderem mit der Teilnahme an der Wormser Kulturnacht, als Station bei kulinarischen Stadtführungen, neues Domizil des Kultursalons, mit der Teilnahme am Pop-Up-Festival oder den ersten beiden Begegnungscafés für die Nachbarschaft war der Verein auf dem bestem Weg – bis Corona kam. 

    „Unser zartes Pflänzchen begann bestens zu gedeihen“, erinnert der 1. Vorsitzende Florian Dieckmann an die ersten erfolgreichen Veranstaltungen seines Vereines. „Wir hatten Anfragen aus ganz Worms nach Anmietungen unserer Räumlichkeiten, die immerhin Platz für rd. 50 Personen bieten“. Die Volksbühne hat hier z.B. ihre Proben fürs Weihnachtsmärchen abgehalten, ein privater Kleiderflohmarkt habe stattgefunden und „es begann genau das, was wir uns vorgenommen hatten“. 

    „Kosten- und nutzungsmäßig lagen wir vor der Pandemie voll im Plan“ ergänzt der 2. Vorsitzende Peter Hübner, wobei der Verein aus der Zwangspause „das Beste gemacht hat und zahlreiche Verschönerungsmaßnahmen wie die Neugestaltung des Eingangs oder den neuen Boden realisiert hat“.

    Großer Dank für breite Unterstützung
    In diesem Zusammenhang geht der Dank der Beiden in erster Linie an die Wohnungsbau, die während der erzwungenen Schließung auf ihre Miete verzichtete. Darüberhinaus habe die Stadt Worms aus ihrem Kulturfonds wirkungsvolle finanzielle Unterstützung geleistet, ohne die „unser Verein wohl insolvent gegangen wäre“, gibt Florian Dieckmann zu. 

    „Es ist angerichtet“
    Auch sei der neue geschmackvolle und strapazierfähige Fußboden durch eine großzügige Spende von Renate Haag vom Kultursalon sowie der Hilfe von Uwe Heilmann ermöglicht worden, Annette Waas habe eine Theke gestiftet und Maria Holl hat bei der professionellen Gestaltung der Küche tatkräftig geholfen. „Es ist angerichtet!“, freut sich Florian Dieckmann auf den Neustart.

    Von daher lädt der „Hamburger Tor e.V.“ am kommenden Mittwoch, dem 8. September, von 15 bis 18 Uhr, ganz herzlich zum Begegnungscafé ein, natürlich bei freiem Eintritt. 

    Nach eineinhalb Jahren Pause kann der zwanglose Treff unter den geltenden Corona-Auflagen (3-G-Regelung) endlich wieder stattfinden. Es soll in Zukunft mindestens einmal im Monat stattfinden. Ganz besonders willkommen sind Menschen jeden Alters und Herkunft. Dementsprechend wurden auch  die Einladungsflyer in mehrereren Sprachen gestaltet. Der Verein hofft, zukünftig mindestens einmal im Monat ein solches Café anbieten zu können, „idealerweise auch häufiger“, wünscht sich Florian Dieckmann. Geboten werden außer der Geselligkeit Kaffee und Kuchen sowie andere Kleinigkeiten – gegen eine kleine Spende für den Verein. Sollte ein regulärer Betrieb dauerhaft wieder möglich sein, wird auch der Kultursalon von Helmut Schäf regelmäßig stattfinden können. Ursprünglich fand dieser im Café Affenhaus in der Judengasse statt, zog aber nach dessen Schließung ins „Hamburger Tor“ um. Die letzte Veranstaltung dieser Reihe war ein kurzweiliges Künstlergespräch mit der Schauspielerin und Sängerin Astrid Haag. 

    „Wir sind völlig offen, was die Nutzung unserer Räumlichkeiten angeht“, unterstreicht Peter Hübner das Konzept eines „bunten, abwechslungsreichen und offenen Treffpunktes“. Er weiß von Anfragen nach Kindergeburtstagen zu berichten, ebenso wie nach Räumlichkeiten für Yogastunden oder Musikunterricht. 

    „Wir bieten einen Projektraum, den alle nutzen können und sollen“, wünscht sich Florian Dieckmann. „Wir möchten Menschen zusammenführen – über Alters- und Herkunftsgrenzen hinweg“. Man könne „tanzen, musizieren oder auch mal die Yoga-Matte ausrollen“.

    Am besten persönlich kennenlernen
    Wer die „Kultur- und Begegnungsstätte Hamburger Tor e.V.  kennenlernen oder Kontakt aufnehmen möchte, dem wird ein Besuch der Homepage unter http://hamburger-tor.de empfohlen. Auch bei Facebook ist er präsent. Noch mehr würden sich die Vereinsaktiven aber freuen, wenn sich Interessierte selbst ein Bild machen und z.B. den geselligen Nachmittag am 8. September besuchen. 

    Doch die nächsten Aktivitäten werfen bereits ihre Schatten voraus: Im Rahmen der Wormser Kulturnächte wird am Samstag, dem 25. September, um 19 Uhr, der türkische Musiker Sahim Cokbilir im „Hamburger Tor“ zu Gast sein.

    Hereinspaziert: Die hellen lichtdurchfluteten Räume laden zum gemütlichen Verweilen ein und der Kleiderständer wird sich dann auch füllen – so hoffen es Florian Dieckmann und Peter Hübner (von links). Foto: Robert Lehr


     

     

     

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