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  • Mi., 23. August 2017, 10:00 Uhr
    Abwechslungsreiches und informatives Programm bei den Jüdischen Kulturtagen in Worms vom 1. September bis zum 30. Oktober

    Von Musik bis zu virtueller Rekonstruktion

    Wenn die Hochzeitsvermittlerin aus dem Nähkästchen plaudert, ist beste Unterhaltung garantiert. Christiane Weidringer aus Erfurt ist im Rahmen der Jüdischen Kulturtage, die in diesem Jahr vom 1. September bis 30. Oktober dauern, erneut in Worms zu Gast und berichtet mit viel Witz und Temperament über ihre reichhaltigen Erfahrungen. Ihr Programm „Schlamassel. Am Anfang war das (Ja-)Wort“ ist am Sonntag, dem 10. September, um 19 Uhr, im Hof der Synagoge, zu erleben. Der Eintritt beträgt 14 Euro (ermäßigt 10 Euro) im Vorverkauf im Raschihaus und an der Abendkasse.

    Spannende Vorträge
    Drei spannende Vorträge zum Wirken Raschis geben Einblicke in die geistige Welt der Schum-Gemeinden des Mittelalters. Am Dienstag, dem 19. September, spricht Prof. Dr. Hanna Liss (Heidelberg) über „Die Bibel als Roman. Unerhörte Ansichten eines mittelalterlichen jüdischen Gelehrten“. Bei diesem Gelehrten handelt es sich um den Enkel Raschis, der sich intensiv mit dem Werk seines berühmten Großvaters auseinandergesetzt hat.

    Prof. Dr. Isaac Kalimi (Mainz) beschäftigt sich am Dienstag, dem 26. September, mit Raschis Bibelkommentaren und seinen exegetischen Methoden.

    Am Donnerstag, 19. Oktober, berichtet Aharon Ran Vernikovsky, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Mainz / Worms, über „Raschis Kommentare – Kanon der rabbinischen Schriftrezeption bis heute“.

    Alle drei Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Raschi-Haus, Hintere Judengasse 6, statt. Der Eintritt ist frei.

    Vom Wohl und Weh des Alltags
    Mit seinem Programm „Shejn wi die lewone“ (Schön wie der Mond) ist das Ensemble „Naschuwa“ am Donnerstag, 28. September, 19 Uhr, in der Synagoge zu hören. Vom Wohl und Weh des Alltags, vom Zusammenleben im Schtetl und Ghetto erzählen die jiddischen Lieder, die auch die politische Verfolgung thematisieren. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, Karten im Vorverkauf im Raschihaus oder an der Abendkasse.

    Noch bis zum 31. Oktober ist in der Synagoge die computeranimierte Inszenierung „Galgal – Schöpfungselemente in Bewegung“ von Eckhard Westermeier (Berlin) und Hanna Liss (Heidelberg) zu sehen. Es handelt sich dabei um eine ornamental-figurative Mikrografie aus mittelalterlichen Bibelhandschriften im kultischen Raum. Führungen jeweils 11 und 15 Uhr, in Deutsch oder Englisch nach Bedarf, am 5., 7., 12., 14., 19. und 26. September sowie am 10., 17., 19. und 26. Oktober.

    Am Donnerstag, dem 26. Oktober, um 19 Uhr, ist in Raum A125 der Wormser Hochschule der Vortrag „Synagogen in Deutschland – eine virtuelle Rekonstruktion“ von Dr. Ing. Marc Grellert (Architectura Virtualis / TU Darmstadt) zu hören. Der Eintritt ist frei.

    Die Jüdischen Kulturtage werden von der Stadt Worms in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde, dem Verein Warmaisa und dem Verein SchUM-Städte e.V. veranstaltet.

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