Mo., 09. Februar 2015, 08:12 Uhr
Alfred Pointner stellte mit Conrad Meit einen Wormser Bildhauer vor
Von Worms in die Weltspitze
Alle vier Wochen bietet der von Carola Martin geleitete Mittwochstreff in der Luthergemeinde Erwachsenenbildung, die stets auf große Resonanz stößt. Auch diesmal war der Gemeindesaal voll besetzt, als Alfred Pointner mit Conrad Meit einen Wormser Bildhauer vorstellte, der im 16. Jahrhundert vom Rhein bis in die Weltspitze vorrückte.
Zu kulturellen Situation in Worms unter Johann von Dalberg
Dabei umriss Pointner zunächst die kulturelle Situation in Worms unter dem berühmten Humanisten-Bischof Johann von Dalberg, dessen Bautätigkeit am Dom für die Anwesenheit bedeutender Bildhauerwerkstätten sorgte, in denen der junge Meit sein Handwerk habe lernen können und verfolgte dann den Lebensweg des Künstlers bis nach Mecheln, wo er als Hofbildhauer seine berühmten Statuetten schuf, die heute in Wien, London, Nürnberg oder München zu bewundern sind und deren eine auch zu den Kostbarkeiten des Museums Heylshof zählt. Von Mecheln aus brach Meit schließlich nach Brou bei Bourg en Bresse auf, um dort die weltberühmten Doppelgräber des lothringischen Herzogpaares zu schaffen.
Von Erwin Martin durch entsprechende Abbildungen unterstützt, gelang es dem Referenten eindrucksvoll, das Werk Conrat Meits dem Publikum nahe zu bringen und so einen berühmten Sohn unserer Stadt wieder ins allgemeine Bewusstsein zu rücken.