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  • Di., 08. Januar 2019, 16:23 Uhr
    DIE LINKE kristisiert Erhöhung der Girogebühren der Sparkasse Worms-Alzey-Ried / Sparkasse lädt Kunden zum persönlichen Gespräch

    "Vor allem finanzschwache Menschen betroffen"

    Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried hat jüngst die Giro-Kontoführungsgebühren angehoben. Foto: Steffen Heumann


    Der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat DIE LINKE Worms, Franz Lieffertz, und der Sprecher des Stadtverbands Worms Georg Gräff verurteilen in einer gemeinsamen Presseerklärung die 70-prozentige Erhöhung der Gebühren für ein Giro-Konto.
    Betroffen seien vor allem die finanzschwachen Menschen in der Stadt Worms. Es müsse daran erinnert werden, dass der Vorsitzende des Verwaltungsrates Oberbürgermeister Michael Kissel ist. In diesem Gremium seien als Vertreter der Stadt Worms Mitglieder der Parteien CDU/SPD/FDP und FWG. Sie hätten im Sinne der 20 Prozent Finanzschwachen in Worms diese "ungeheuerliche und unsoziale Erhöhung" verhindern können.

    Dies sei nicht der Fall gewesen, wie auch in anderen Fällen z. B. die Schließung einer Filiale in Worms-Neuhausen, welche besonders die Senioren und Gehbehinderten betroffen habe. Auch die Schließung von Bankautomaten sei zu erwähnen. Zahlreiche Vororte hätten keinen Bankautomaten mehr.

    "Besonders schlimm sei die ganze Angelegenheit", so erklären die LINKEN-Politiker weiter, "wenn man bedenke, dass die Sparkasse im Jahr 2017 einen Gewinn von über sechs Millionen Euro erwirtschaftet hat. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Gebühren für den schon erwähnten Personenkreis zu lassen oder sogar zu senken".

    Die Stadtsparkasse  sei ein öffentliches Institut der Städte Alzey, Worms und einigen Gemeinden in Hessen und gehöre somit den Bürgern. "In diesem Sinn hat sie die Interessen der Bürger zu vertreten.
    Vielleicht sollten sich die im Verwaltungsrat vertretenen Abgesandten der Stadtratsparteien an die letzte Oberbürgermeisterwahl erinnern. Nicht nur der amtierende Oberbürgermeister hat die Wahl verloren, sondern alle Parteien im Stadtrat. Wenn über 50 Prozent der Wahlberechtigten nicht wählen gehen und ein politischer Nobody ca. 20 Prozent erhält, ist dies eine Klatsche für alle Stadtratsparteien. Die im Stadtrat vertretenen Parteien haben Vertrauen verloren. Mit solchen Aktionen ist dieses nicht zurück zu gewinnen", erläutert Fraktionsvorsitzender Franz Lieffertz in seinem Schreiben.

    DIE LINKE fordert in ihrer Mitteilung ein kostenloses Girokonto für finanzschwache Menschen und Familien. Außerdem müsse ein Teil des Gewinns der Sparkasse an den Haushalt abgeführt werden. "Es ist ein Hohn, dass sich die Sparkasse feiern lässt, wenn sie etwas spendet, aber kein Geld an den Stadthaushalt abführt".

    Kunden persönlich informieren
    Auf Nachfrage des NK  äußerte der Pressesprecher Volker Rathay, dass die Sparkasse Worms-Alzey-Ried ihre Kunden dazu einlädt, sich in einem offenen Gespräch mit den Sparkassen-Beratern über das neue Preismodell zu informieren.

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