Das Handballgeschehen am Wochenende vom 17. und 18. September
Vor dem Anwurf…
Frauen Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar HSV Püttlingen – TG Osthofen (So., 16 Uhr) Vierzehn Tage nach der unglücklichen 19:20 Pokalniederlage in der heimischen Wonnegauhalle bietet sich den TGO-Damen die Möglichkeit der Revanche. Dies ist durchaus machbar, wenn es gelingt, aus den Erfahrungen dieses Spiels die Lehren zu ziehen. Da wäre zum einen die Härte der Saarländerinnen, zum anderen aber die vielen technischen Fehler der Schützlinge von Sascha Kuhn vor des Gegners Tor zu vermeiden. Da ließ man zu viele Torchancen ungenutzt und erleichterte somit Püttlingen, mit schnellen Gegenstoßaktionen zum Torerfolg zu kommen. So führten die TGO-Mädels in der zweiten Halbzeit mit 18:15, um sodann das Torewerfen mehr oder weniger einzustellen. Deshalb muss das Ziel heißen, zum einen in der Abwehr gut zu stehen und zum zweiten, technische Fehler zu minimieren und im Abschluss kühlen Kopf bewahren. Zusätzlich aber auch wieder zur Treffsicherheit vom 7m-Punkt zurückzufinden, wo man beim 26:19-Sieg am letzten Sonntag gegen den HSV Sobernheim gleich ein halbes Dutzend Mal scheiterte.
Rheinhessenliga GW Büdesheim – TG Osthofen II (So., 17.30 Uhr) Premiere für die „Jungen Wilden“ im weiblichen Handballbereich der TG Osthofen, nach dem souveränen Aufstieg aus der letztjährigen Kreisliga. Matthias Zellmer hat das Traineramt an Karl-Josef-Steffes abgegeben, der gemeinsam mit Rüdiger Thurow und Betreuer Klaus Dieter Reichert das sehr junge Team im rheinhessischen Oberhaus zu neuen Taten führen wird. Bis auf die erfahrene Torfrau Katja Morasch sind alles junge Eigengewächse aus der eigenen Jugend, die auch Ambitionen hegen, nicht nur gut in der neuen Liga abschneiden zu wollen, sondern auch über kurz oder lang bei den TGO-Regionalliga-Damen mitmischen zu wollen, was sie in der Saisonvorbereitung auch teilweise schon taten.
Maurice Metzler ist einer der Neuzugänge bei den TGO-Handball-Herren I, der aber noch Zeit zum Eingewöhnen braucht. Foto: Felix Diehl
Männer Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar HSG Worms – HSV Merzig-Hilbringen Die HSG-Handballer wollen auch im dritten Spiel in Folge gewinnen. „Wir sind in der Favoritenrolle und nehmen diese auch an“ so HSG-Trainer Gerd Zimmermann vor dem Duell mit den Saarländern. Während die HSG zu Saisonbeginn gleich zwei Mal souverän mit acht Toren Vorsprung gewinnen konnte, hat der Gast aus dem Saarland bisher enttäuscht.
Nach einer Saison im Tabellenmittelfeld sowie einigen personellen Veränderungen in der Sommerpause, startete der HSV mit einer Auftaktniederlage beim TV Nieder-Olm, dem eine Heimniederlage gegen TV Mühlheim folgte. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor den Fall und der HSG-Coach wird gut daran tun, dass seine Schützlinge die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Akribisch wie immer wird er, vielmehr aufgrund der Videoanalyse der bisherigen Spiele der Saarländer, seine Schützlinge entsprechend darauf einstellen. Steht die 6:0-Abwehr, wie über weite Strecken gegen Bitburg und Friesenheim, dann sollte der Gegner Probleme mit dem Torewerfen bekommen. Dazu wird er sie mit viel Tempo nach vorne spielen lassen.
Kommt die Mannschaft über die erste oder zweite Angriffswelle allerdings nicht zum Erfolg gilt es, Ruhe zu bewahren und in solchen Situationen noch ein wenig geduldiger spielen, denn individuell können die HSGler im Verbund viel mehr bewegen, als wenn sie in verletzungsgefährdende Eins-Gegen-Eins-Situationen gehen. Auch Trainersohn Kai Zimmermann, der seine Klasse mit einigen Toren und unzähligen Vorlagen im rechten Rückraum bereits angedeutet hat, freut sich auf den zweiten Heimauftritt: „Nach einer durchwachsenen Vorbereitung merke ich durch die Spielpraxis, wie ich persönlich immer besser in Tritt komme.
Auch die Abläufe mit meinen Mannschaftskameraden funktionieren stetig besser.“
Trotz der eindeutigen Rollenverteilung denkt der Trainer nicht an die Schonung seiner Leistungsträger. Denn gibt schon das HSG-Publikum immer alles, so fordert er dies auch von allen Spielern von der ersten bis zur 60. Spielminute, ohne Einschränkung. Personell kann der HSG-Coach gegen die Saarländer aus dem Vollen schöpfen, einzig Christian Kulaszewicz fällt nach seiner Verletzung weiterhin aus. Orintas Klimavicius ist nach einer überwundenen Nagel-OP ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Linksaußen, Fabian Russ, erlitt gegen Friesenheim einen Cut am Kinn, sein Einsatz ist deshalb etwas offen.
TG Osthofen – SG Saulheim (So., 18 Uhr)
Rheinhessen-Derby am Sonntag in der Wonnegauhalle. Saulheim ist eine der stärksten Mannschaften in der hiesigen Handball-Region und stellte dies in den letzten Jahren mit guten Platzierungen immer wieder unter Beweis. Trotz zahlreicher Widrigkeiten, wie einigen verletzungsbedingten Ausfällen von Leistungsträgern in der letzten Hinrunde, wurde es für die Mannschaft um Trainer Rainer Sommer eine erfolgreiche Saison. Nachdem der Start noch etwas holprig verlief, konnten die Saulheimer mit einem Zwischenspurt aus elf Spielen sensationelle 20 Punkte holen. Dieser starke Lauf war in der zurückliegenden Saison die Grundlage für einen beachtlichen 5. Tabellenplatz.
Durch Abgänge von wichtigen Leistungsträgern, die in Saulheim nicht adäquat durch Neuzugänge kompensiert wurden, lassen Trainer Sommer in der neuen Saison von einer äußerst schwierigen Spielzeit sprechen.
Heimkehrer Tim Beismann (HSG Rhein Nahe Bingen) stellt den einzigen „externen“ Neuzugang dar, ansonsten rückten Spieler wie Christoph Kreisel, Christoph Theuer und Christopher Discher aus der zweiten Mannschaft auf.
In den ersten beiden Spielen hat Saulheim das heimische Derby gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen gewonnen und auch in der Ferne bei der VTZ Saarpfalz ein gutes Ergebnis erzielt.
Das Osthofener Trainer-Trio mit Andreas Bösing, Mirco Höfler und Jürgen Strack, sollte durch die bisherige Leistung der Saulheimer gewarnt sein und nicht den Fehler machen, den Gast am Sonntag als Abstiegskandidat einzuordnen. Rheinhessenderbys haben darüber hinaus immer eine Besonderheit, und man will mit einer guten Vorbereitung und einem flüssigen Angriffsspiel seine Chance gegen die gute offensive Saulheimer Deckung suchen. Steht allerdings wie im ersten Spiel Bodo Bach im Saulheimer Deckungsverband zur Verfügung, ist umgekehrt auch mit einer stabilen 6:0-Deckung zu rechnen.
„Wir haben in den letzten zwei Wochen seit unserem Oberligadebüt gegen die VTZ Saarpfalz sehr gut im Abwehrverbund trainiert und werden Saulheim mit unseren drei Rückraumschützen und dem Kreisläuferspiel alles abverlangen. Wir wollen dieses Spiel zu Hause für uns entscheiden und werden 60 Minuten alles in die Waagschale legen. Personell werden wir den Kader für das Spiel erst kurzfristig festlegen und uns gegenüber Saulheim bedeckt halten“ so das TGO Trainer-Trio.
Verbandsliga Rheinhessen TG Osthofen II –HSV Sobernheim (So., 16 Uhr) TV Eich – TSV Schott Mainz (So., 17 Uhr)TV Nierstein – HSG Worms II (So., 18 Uhr)
Kreisliga TV Nierstein II – HSG Worms III (So., 16 Uhr) TGO III – SF Budenheim III (So., 19.50 Uhr)
C-Klasse 1817 Mainz II – TV Horchheim (Sa., 20 Uhr)
Lucas Gerdon erzielte beim 33:25-Sieg der HSG Worms I beim Nachbarn TSG Friesenheim II nach der Pause fünf Tore. Foto: Felix Diehl