Das Handballgeschehen am Wochenende von 24. und 25. September 2016
Vor dem Anwurf…
Frauen Oberliga Rheinland- Pfalz/Saar
TG Osthofen – SG Bretzenheim II (heute 19.30 Uhr) Die meist noch sehr jungen TGO-Mädels wissen sicherlich selbst am besten, weshalb sie in Püttlingen am Ende mit 18:22 auch unterlagen. Es waren vermehrt eigene Fehler und Schwächen, nachdem man zur Pause schon mit 8:13 zurück lag. Trainer Sascha Kuhn trauerte dem Spiel schon nach, denn es wäre nach seiner Ansicht durchaus mehr möglich gewesen. Nachdem man im Pokal noch etwas unglücklich mit 19:20 gegen den gleichen Gegner verloren hatte, wollte man dies eigentlich besser machen. Doch muss man hierzu die einfachsten Dinge für ein erfolgreiches Handballspiel auch umsetzen. Denn gegenüber dem Pokalspiel fanden die TGO-Spielerinnen lange Zeit kein Mittel, sich gegen die Püttlinger Abwehr durchzusetzen. Dafür verstrickte man sich immer mehr in Einzelaktionen, ja gerade in eine Art Standhandball. Dabei stehen in den TGO-Reihen doch etliche sehr flinke Spielerinnen.
Als nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit auch noch die 6:0-Deckung zu wackeln begann, musste man das Schlimmste befürchten, denn Püttlingen zog gar auf acht Tore davon. Rechtzeitig, aber nicht ganz, erkannten die TGO-Mädels, dass man sich nicht ganz abschießen lassen wollte und zeigten Moral. Doch näher als bis zum 18:22-Endstand kam man nicht mehr heran. Mit der SG TSG/DJK Bretzenheim II kommt heute Abend eine Mannschaft in die heimische Wonnegauhalle, bei der man sich schon vom Anpfiff an auf die zweifellos vorhandenen besseren Tugenden besinnen muss, um am Ende auch als Sieger dazustehen.
Nach zwei Jahren aus dem Saarland wieder zurückgekehrt, sieht es für die gegnerischen Torfrauen meist schlecht aus, wenn TGO-Rückraumspielerin Jasmin Schulz derart gekonnt in Wurfposition gerät.Foto: Felix Diehl
Oberliga Rheinhessen TG Osthofen II – SG Mz05/Budenheim III (So., 18 Uhr) Mit einem deutlichen 24:17-Sieg bei den Handball-Damen von GW Büdesheim feierten die „Jungen Wilden“ von TGO-Trainer Tobias Steffes als Aufsteiger einen gelungenen Einstand. Bereits zur Pause führten sie mit 14:9. Mit der Spielgemeinschaft aus Mainz/Budenheim kommt am Sonntagabend aber ein ganz anderes Kaliber in die Wonnegauhalle, wo sich zeigen muss inwieweit die jungen TGO-Damen es schaffen, in der Oberliga weiter bestehen zu können.
A-Klasse TG Osthofen III – HV Weisenau II (So., 19.50 Uhr)
Männer Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar TSG Friesenheim II – TG Osthofen (Samstag 20 Uhr) Wenn die TGO-Herren, nach bisher zwei Niederlagen, heute Abend in Friesenheim an die gezeigte Leistung der jeweils ersten Halbzeit der bisherigen Spiele anknüpfen und diese über volle 60 Minuten auch kompensieren können, ja dann? Auf jeden Fall erwartet sie ein schweres Auswärtsspiel im Sportzentrum der Jungeulen, zumal man mit einem reduzierten Kader auskommen muss. Denn nach dem Spiel gegen Saulheim hat man auf TGO-Seite auf den wichtigsten Positionen einige Verletzte zu beklagen. Da ist die Wadenverletzung von Leo Vuletic, der Muskelfaserriss von Peter Gasz und der Cut unter dem Auge von Jan Keller, den er sich im Training zugezogen hat. Desweiteren ist Daniel Strack beruflich nach wie vor im Ausland. Damit stehen auf der Spielmacherposition mit Strack, Vuletic und Gasz die drei stärksten Spielmacher der letzten Saison in Friesenheim nicht zur Verfügung. „Dennoch wollen wir den Jungeulen alles abverlangen, gibt sich Chefcoach Dieter Bösing kämpferisch. Er weiß, dass die heutigen Gastgeber einen kompletten Umbruch in ihrem Oberliga-Kader vollzogen haben und vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen.
Elf neue Gesichter gibt es in der Mannschaft des neuen Trainergespanns Ralf Schmitt und Ulrich Spettmann, die sich beide in der Liga sehr gut auskennen und die TSG Haßloch in die zweite Liga geführt haben. Da gilt es für die TGO-Herren Andreas Friedrich auf der Spielmacherposition der Gastgeber in den Griff zu bekommen, versteht es dieser doch bestens, seine Nebenleute in Szene zu setzen und auch die Lücken für den eigenen Torerfolg zu erkennen. Das gilt insbesondere auch für den Kanonier auf der linken Rückraumseite, Simon Schleidweiler, der mit seinen Distanzwürfen eine Abwehr immer wieder vor Probleme stellen kann. Doch Bangemachen gilt nicht und die TGO-Herren können nur positiv überraschen, sie müssen nur vom Anpfiff weg an sich glauben und konzentriert zu Werke gehen.
SF Budenheim –HSG Worms (Samstag 19.30 Uhr)
Auf einem ganz neuen „Level“ werden die HSG-Handballer Worms am vierten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gefordert. Denn als aktueller Tabellenführer geht es im ersten Rheinhessenduell zum Vorjahresdritten in die Waldsporthalle nach Budenheim. „Obwohl die Gastgeber zwei der drei bisherigen Saisonspiele verloren haben, dürften sie der stärkste Gegner in der noch jungen Saison sein“, sagt Gerd Zimmermann und verweist auf den überraschenden Auswärtssieg in der letzten Saison.
Trotz der eindeutigen Rollenverteilung will HSG-Trainer Gerd Zimmermann aber auch das vierte Punktspiel der Saison erfolgreich gestalten. Dazu müsse seine Mannschaft leistungstechnisch aber noch eine Schippe drauf legen und über 60 Minuten fokussiert und motiviert zu Werke gehen. Bislang haben sich die HSG-Ballwerfer in jedem Spiel eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Aber in Budenheim bleibt wohl nur während der Time-Outs und der Halbzeitpause Zeit zum Durchatmen. Insbesondere die Budenheimer Offensive, die nach der Heimniederlage im letzten Jahr sicherlich noch etwas gutzumachen haben, hat in allen drei Spielen gezeigt, dass sie auch in der noch jungen Saison zu den Spitzenmannschaften der Oberliga gehört. Jedoch stehen 80 erzielten Toren auch 82 Gegentore gegenüber, was auf eine gewisse Abwehrschwäche bei den Budenheimern hindeutet. Auf Wormser Seite ist die Abwehr im bisherigen Saisonverlauf dagegen das Prunkstück. Dank einer sehr ordentlich arbeitenden 6:0-Deckung und einem stetig stärker werdenden Sascha Gieger im Tor hat der Tabellenführer bislang 15 Gegentore weniger als die Sportfreunde hinnehmen müssen.
„Auch in Budenheim ist die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg, wenn sie kompakt im Verbund stehen, frühzeitig die Gegenspieler aufzunehmen bereit sind, um bei Ballgewinn mit Tempo nach vorne zu gehen. Das HSG-Tempospiel nach Ballgewinn ist bislang – trotz dreier Siege bisher – ein gewisses Manko im HSG-Spiel. So wurden im letzten Jahr weit mehr Tore aus der ersten und zweiten Welle erzielt. In Budenheim braucht man aber mehr einfache Tore, oder?
Personell kann der HSG-Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Rechtsaußen Fabian Russ fällt verletzt aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Halblinken Kubo Balaz. Besonders groß ist die Motivation bei HSG-Neu-Torhüter Sascha Gieger: „Ich habe riesigen Spaß mit den Jungs und spüre, wie ich von Woche zu Woche besser in Tritt komme. In Budenheim muss ein jeder Spieler noch etwas zulegen. Unsere Fans werden uns zusätzlich unterstützen.“
HSV Alzey – TG Osthofen II (Samstag 18 Uhr) HSG Worms II – TV Bodenheim II (Samstag 19 Uhr) HSV Sobernheim – TV Eich (So., 16 Uhr)
Kreisliga HSG Worms III – HSC Ingelheim II (Samstag 17 Uhr) TG Osthofen III – HSV Alzey II (Samstag 17.30 Uhr)
C-Klasse TV Horchheim – TV Alzey II (So., 18.30 Uhr-BIZ-West)