
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar:
HSG Worms – SG Saulheim (Sa., 19.30 Uhr)
Was ist das Geheimnis der Heimstärke der HSG-Handballer? Stolze 8:0-Punkte nach vier Heimspielen, dazu Platz eins in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, der vierthöchsten Handball-Spielklasse, daran haben die HSG-Fans einen tragenden Anteil. Das ist den meisten Stammgästen in der Nikolaus-Dörr-Halle wahrscheinlich gar nicht so bewusst, doch HSG-Trainer Gerd Zimmermann sieht das aber sehr wohl so. „Nach einer recht durchwachsenen Vorbereitung, sind wir aktuell auf einem wunderbaren Weg. Aber ich möchte nach vier siegreichen Heimspielen ganz klar unterstreichen. Unsere treuen Anhänger und all diejenigen, die unser Verein in den letzten zwei, drei Jahren für den Wormser Weg begeistern konnten, sind nicht nur sprichwörtlich der achte Mann auf dem Feld.“ Sie sind es tatsächlich. So waren in einem Vorbereitungsspiel gegen Viernheim richtig viele Leute da. Das war ein unglaublicher Vertrauensvorschuss für die Mannschaft gewesen, den sie gerne zurückzahlt. Aber auch im Ligabetrieb war vom ersten Spieltag an auf die Fans Verlass.
Der HSG-Coach spielt rückblickend besonders auf das Spiel gegen die Handballfreunde Illtal aus dem Saarland an, weil seine Mannschaft in der letztjährigen Premierensaison als Aufsteiger der Oberliga, in Hin- und Rückspiel chancenlos gegen die eingespielten Illtaler agierte. Das Spiel stand gefühlt über 56 Minuten und 50 Sekunden auf der Kippe und letztlich hat die HSG Worms nur mit der Unterstützung der Fans den Sieg einsacken können. Für Gerd Zimmermann keine Phrase, sondern einfach Fakt. Deshalb auch der Wunsch des Trainers und der Spieler in Richtung der HSG-Anhängerschaft, gemeinsam den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.
So auch am heutigen Samstag, wieder um 19.30 Uhr, wenn der Rheinhessenrivale SG Saulheim zum ersten von drei Heimspielen in Folge in die Nikolaus-Doerr-Halle einläuft. Ein stets schwieriger Gegner, wenn er auch mit einem negativen Punkteverhältnis von 7:9 und dem 11. Tabellenplatz bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. „Denn Saulheim hat der HSG-Sieben in der vergangenen Saison überhaupt nicht gelegen und ist auch in dieser Saison trotz personeller Veränderungen sehr unangenehm zu bespielen. Ein besonderes Augenmerk muss hierbei den schnellen Saulheimer Außenspielern, in erster Linie Christoph Kreisel, gelten. Was das eigene Spiel HSG-Spiel betrifft, heißt es, aus einer sicheren Abwehr mit Tempo nach vorne zu spielen und so zu möglichst vielen einfachen Toren zu kommen. Denn wenn die Saulheimer Deckung steht, wird es schwer, durchzukommen“, betont der Trainer. Jedoch ist Gerd Zimmermann überzeugt davon, dass seine Mannschaft auch aus dem gebundenen Spiel Lösungen finden kann, wenn sie bereit ist, wieder 100 Prozent zu geben. Alle Spieler sind fit und wollen gegen die SG Saulheim ihren Heimnimbus wahren.
TG Osthofen – HV Vallendar (So., 18 Uhr)
Am Sonntag sind die TGO-Herren gegen den Tabellendritten in der heimischen Wonnegauhalle einmal mehr nur in der Außenseiterrolle zu sehen. Doch abwarten, vielleicht gelingt im dritten Versuch in Folge – nach den knappen Eintore-Niederlagegen gegen die Spitzenteams TuS Dansenberg und bei den Sportfreunden in Budenheim – getreu dem Motto: Drei Versuche hat jeder, diesmal der große Wurf. Denn die Siegesserie des HV Vallendar ist nach vier Siegen bei der TuS Dansenberg mit 21:29 gerissen. HV-Trainer Wolfgang Recktenthäler musste allerdings auf fünf Stammspieler verzichten und baute seine Mannschaft komplett um. Das macht es natürlich auch für das TGO-Trainer-Trio nicht einfach, den kommenden Gegner zu analysieren und die richtigen Schlüsse für das Abschlusstraining zu finden. Vielleicht am besten gar nicht nach dem Gegner groß richten, sondern mit viel Mut und Einsatz auf die eigenen Stärken setzen. Die Rheinländer agierten in ihren bisherigen Spielen sehr souverän und glänzten mit einer stabilen Abwehr, die gerade mal 24 Tore im Schnitt bisher zuließ. Vallendar wird in Osthofen sicherlich unbedingt die Punkte mitnehmen wollen und dürfte durch die beiden letzten knappen Ergebnisse der Wonnegauer aber auch entsprechend gewarnt sein.
Leider hat das TGO-Lazarett mit Eric Popple einen weiteren Zuwachs bekommen, nachdem er sich in Budenheim ein Band im rechten Fußgelenk abgerissen hat. Damit ist die TGO-Abwehr im Innenblock schon massiv geschwächt und Chef-Coach Dieter war diese Woche im Training mit besonderem Augenmerk auf der Suche, diesen Ausfall zu kompensieren.
Doch letztlich hat seine Mannschaft einmal mehr keinen Druck, auch wenn es jetzt zweimal knapp war mit den ersten Punkten. „Wir können gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel frei aufspielen, die Punkte müssen wir gegen das Mittelfeld und die anderen direkten Konkurrenten aus der unteren Tabellenzone holen. Doch verschenken wird man die Punkte auch gegen Vallendar nicht. Zumindest wollen die TGO-Cracks auch am Sonntag ihre Fans wieder mit sehenswertem Handball begeistern.
Verbandsliga Rheinhessen:
HSV Alzey – HSG Worms II (Sa., 19.50 Uhr)
TG Osthofen II – TV Eich (So., 14 Uhr)
Kreisliga:
TG Osthofen III – HV Weisenau (So., 19.50 Uhr)
C-Klasse:
HSV Alzey III – TV Horchheim (So., 15 Uhr)
Frauen:
TG Osthofen – TV Bassenheim (So., 16 Uhr)
Man braucht kein Pessimist zu sein und schon wahrlich nichts Schlechtes wünschen, die TGO-Damen sind am Sonntag gegen den Spitzenreiter aus Bassenheim nur ganz krasser Außenseiter. Liegen sie doch mit 2:10-Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz, derweil die Gäste mit stolzen 12:2 Punkten und einem Torverhältnis von 205:177 Tor angereist kommen. Das bedeutet im Schnitt fast 30 erzielte Tore, wie zuletzt auch beim 30:28 gegen die SG Bretzenheim II, die mit erst 152 Gegentoren die beste Abwehr in der Oberliga vorzuweisen haben. Mit anderen Worten, die TGO-Mädels haben nichts zu verlieren und können deshalb nur positiv überraschen, denn einen Sieg kann man von vornherein nicht erwarten. Deshalb auch kein unnötiges Bangemachen vor dem Spiel, sondern versuchen, ohne jeglichen Druck zur Leichtigkeit früherer Tage zurückzukommen. Aber trotzdem über volle 60 Minuten dagegen zu halten, egal wie der Spielverlauf ist. Nur so kann man auch den Spaß am Handball wiederfinden. Denn in den noch ausstehenden Spielen bis zum Jahresende geht es gegen Mannschaften, gegen die man wieder gewinnen kann, ja muss. Doch muss man sich zuvor schon etwas mehr Selbstbewusstsein holen, als dies zuletzt der Fall war. Warum nicht schon am Sonntag gegen den klar favorisierten Tabellenführer, denn mehr als verlieren kann man nicht?
Rheinhessenliga:
TG Osthofen II – SG Bretzenheim III (So., 12.10 Uhr)
Den jungen TGO-Mädels, die sich selbst als die „Jungen Wilden“ bezeichnen, bietet sich am Sonntag eine gute Gelegenheit zum zweiten Sieg kommen zu können, nachdem sie am letzten Spieltag beim Tabellendritten HC Gonsenheim knapp mit 20:21 das Nachsehen hatten.
A-Klasse:
TG Osthofen III – SSV Meisenheim (Sa., 19 Uhr)