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  • Fr., 11. November 2016, 16:51 Uhr
    … das Handballgeschehen am Wochenende vom 12. und 13. November l Von Klaus Diehl

    Vor dem Anwurf…

    Männer Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
    HSG Worms – HSG Kastellaun/Simmern (Sa., 19.30 Uhr)
    „Wir haben heute etwas gut zu machen“, so der Wormser Trainer Gerd Zimmermann, im Hinblick auf das heutige Spiel und im Rückblick nach der turbulenten 29:29-Punkteteilung gegen die SG Saulheim vor einer Woche. Hierbei nahm er sich persönlich nicht aus. „Die Mannschaft ist mit der Saulheimer Spielweise nicht zurechtgekommen und ich habe von der Bank aus zusätzlich nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben im Training hart dafür gearbeitet, dass uns das gegen die HSG Kastellaun/Simmern heute nicht wieder passiert.“

    Im Training dieser Woche lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Abwehrarbeit und anhand eines Videostudiums wurden die zuletzt offenbarten Schwächen in der sonst so stabilen 6:0-Deckung herausgearbeitet und auf Basis dieser Erkenntnisse auch entsprechend trainiert. Dazu zählt das Verschieben im Verbund, das Einlaufen der Außen in die Mitte und an den Kreis und das Lesen von Spielzügen und Abläufen im gegnerischen Angriffsverbund. Denn gegen die eingespielte Mannschaft aus Kastellaun/Simmern, die mit ihrem neuen Trainer Axel Schneider derzeit mit 8:10 Punkten auf Platz zehn in der Tabelle steht, ist besonders eine sattelfeste Abwehr der Grundstock eines erfolgreichen Spiels. Im Durschnitt erzielte der letztjährige Tabellenvorletzte bislang immerhin stolze 27 Auswärtstore und das ohne seinen besten Werfer der letzten Saison, Peter Bubalo, den es zur neuen Saison in die erste türkische Handballliga zog. Trainer Axel Schneider, der über viele Jahre hinweg auf hohem Oberliganiveau mit den Sportfreunden Budenheim gearbeitet hat, konnte diesen Weggang jedoch schnell kompensieren. Zahlreiche Spieler aus der Talentschmiede der Rheinländer, gepaart mit dem erfahrenen Mannschafts-Stamm, sind durch das Wirken von Axel Schneider zu einem gefestigten Oberligateam gereift, auch wenn es gegen die Spitzen-Teams Vallendar und Saarpfalz jeweils deutliche Niederlagen setzte.

    Mit vielen gewaltigen Einzelaktionen, wie in der obigen Szene durch Fabian Markert, konnten die HSG-Handballer am letzten Samstag gegen die SG Saulheim gerade noch ein Remis erreichen. Gegen die HSG Kastellaun/Simmern soll es heute Abend um 19.30 Uhr in der Nikolaus-Doerr-Halle aber wieder besser werden. Foto: Felix Diehl


    Die HSG Worms ist durch das 29:29 gegen die SG Saulheim – ein Protest gegen die Wertung des Spiels läuft noch – derzeit punktgleich mit Tabellenführer TuS Dansenberg. Gegen Kastellaun-Simmern will man nach diesem Ausrutscher aber beweisen, dass man dennoch diese Saison zu den Spitzenteams gehört und auch in vier Spielen zuvor besonders zu Hause bisher eindrucksvoll unter Beweis stellte. Um den heutigen Gast HSG Kastellaun/Simmern zu schlagen, benötigt die Mannschaft wieder einen gesunden Mix aus sicherem Abwehrspiel in Kombination mit einem zielgerichteten Umschaltspiel über die erste und zweite Welle, dazu die nötige Konsequenz und Geduld im gebundenen Spiel und Körpereinsatz gegen die zum Teil noch sehr jungen Gegenspieler. Personell kann der Wormser Trainer heute erneut aus den Vollen schöpfen und das will er auch tun. Auch nicht erst zur Halbzeit wechseln, wenn es nicht läuft. Die Mannschaft ist heiß und von daher ist Gerd Zimmermann auch sehr guten Mutes, dass es dieses Mal wieder mit der Unterstützung der Fans vom Anpfiff weg wieder besser laufen wird. Man wir heute Abend um 19.30 Uhr in der Nikolaus-Doerr-Halle sehen, ob diesen Worten auch die entsprechenden Taten folgen werden.

    HF Illtal – TG Osthofen (So., 18 Uhr)
    In Osthofen galt es diese Woche die Wunden des unglücklichen 25:25-Endstandes gegen den HV Vallendar zu lecken, wo auch in der Endphase einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen nicht unwesentlich einen Sieg verhinderten. Besonders bitter der
    Freiwurf zum Ausgleich nach dem Ablauf der regulären Spielzeit. Doch was hinter dem Pflug liegt – wenigstens der erste Punktgewinn – ist bekanntlich gezackert, weshalb es heißen muss, den Blick auf das kommende Spiel zu lenken, das in seiner Schwere kaum zu überbieten ist. 

    Nicht nur wegen der langen Busfahrt in die Hellberghalle in Eppelborn, wo mit den Handballfreunden Illtal wohl die heimstärkste Oberliga-Mannschaft der Liga ihre Heimspiele austrägt. Da können die TGO-Herren einmal mehr nur positiv überraschen und unbeschwert aufspielen und haben nichts zu verlieren gegen den Vizemeister der letzten Saison.

    Nach den Topfavoriten zuletzt wie gegen Dansenberg, Budenheim und Vallendar steht sicherlich die nächste schwere Aufgabe für die TGO-Herren auf dem Programm, denn die Gastgeber hegen auch Hoffnungen auf die vorderen zwei Plätze. Ausgerechnet jetzt müssen die TGO-Herren leider weiter ohne den verletzten Eric Popple und den mit einem Fragezeichen zu sehenden Peter Gasz antreten. Dazu stehen Torhüter Thorsten Hecker und der bisherige TGO-Haupttorschütze Björn Scheuer beruflich bedingt nicht zur Verfügung.

    Dafür wird wahrscheinlich Timo Hochgesand in den Kader nachrücken. Nach den letzten, auch vom Ergebnis her zwei knappen Niederlagen und einem Unentschieden in den letzten drei guten Spielen sollten die TGO-Herren so viel Selbstbewusstsein mitnehmen können, um auch bei den Illtaler Zebras eine gute Figur abgeben zu können und zu versuchen, die Spielabläufe weiter zu stabilisieren. Mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren schickt Illtal eines der jüngsten Teams in der Oberliga ins Rennen. Nach den Vize-Meisterschaften 2015 und 2016 sind die Zebras auch amtierender Saarland-Pokalsieger 2016 und gelten zu Hause als fast unschlagbar. Der Kader von Illtal umfasst 15 Spieler, der durch drei Nachwuchstalente aus der A-Jugend Oberliga Mannschaft ergänzt wurde. Damit folgen die Illtaler Zebras ihrem erfolgreichen Weg der letzten Jahre, viele Eigengewächse einzubinden. „Wir werden versuchen das Spiel so knapp wie möglich zu halten, wenn es auch schwer werden wird“, so Dieter Bösing im Namen seines Trainer-Teams.

    Verbandsliga Rheinhessen
    TV Alzey – TG Osthofen II (Sa., 19.40 Uhr)
    HSG Worms II – HC Gonsenheim II (So., 17.30 Uhr)


    C-Klasse Worms
    TV Horchheim – HSV Sobernheim III (Sa., 18.30 Uhr, BIZ-West)

    Frauen Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
    HSG Wittlich – TG Osthofen (Sa., 20 Uhr)
    Mit dem heutigen Spiel in der Max-Planck-Halle in Wittlich beginnt eine Reihe von Spielen bis zur Weihnachtspause, in denen die TGO-Damen punkten können, ja punkten müssen, wenn sie es sich auch zutrauen. Mit anderen Worten vom Anpfiff weg da weiter machen, wo man zuletzt gegen den Tabellenführer TV Bassenheim aufgehört hat. Sich hierbei keinerlei Diskussionen mit den Schiedsrichtern zu erlauben, damit in einer sicherlich wieder entscheidenden Schlussphase keine Zeitstrafen erschwerend dazu kommen. 

    Bei allem Verständnis für die jeweilige Spielerin. Die Schiedsrichter sitzen nun einmal am längeren Hebel, wenn es auch gegen Bassenheim in der Endphase krass mit etlichen Fehlentscheidungen war. Offenbar, das hat das letzte Handballwochenende sowohl in der Nikolaus-Doerr-Halle wie auch in der Wonnegauhalle Osthofen bei den Männern und Frauen gezeigt, dass die Schiedsrichter zumindest in diesen drei Spielen in einer jeweils spannenden und dramatischen Endphase wohl ihre Probleme hatten. 

    Die Wittlicher Handballerinnen liegen bei einem Spiel weniger mit 2:10-Punkten auf dem 11. Platz und damit direkt vor den TGO-Mädels.

    Rheinhessenliga
    SG Saulheim – TG Osthofen II (So., 16 Uhr)

    A-Klasse Frauen
    TuS Kirn II – TG Osthofen III (Sa., 17 Uhr)
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