
Herren
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
HSG Worms –
TuS Kaiserslautern-Dansenberg (Sa., 19.30 Uhr, BIZ-Süd)
Besondere Spiele erfordern besondere Räume. So auch heute Abend, wenn um 19.30 Uhr die beiden punktgleichen und führenden Mannschaften in der viertklassigen Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in der BIZ-Südhalle aufeinandertreffen werden. Das Top-Spiel schlechthin, zu dem die Gäste vier volle Busse mit Fans als Unterstützung angekündigt haben, und deshalb den Wormser HSG-Fans zu empfehlen ist, nicht zu spät in die BIZ-Halle Süd zu kommen, damit es am Ende nicht gar wie ein Auswärtsspiel für die Schützlinge von HSG-Trainer Gerd Zimmermann wird.
Auch wenn die beiden Mannschaften in diesem Kopf-An-Kopf-Rennen aktuell nur das Torverhältnis voneinander trennt, sieht Zimmermann den Gast aus Dansenberg in der Favoritenrolle. Denn diese Mannschaft hegt große Ambitionen in Richtung 3. Liga. „Sie müssen heute Abend im BIZ-Süd schon unter Beweis stellen, dass sie zu recht auf dem ersten Tabellenplatz stehen. Wir wollen in jedem Falle mit der Unterstützung unserer Fans, auf die wir in diesem Spiel dringender denn je angewiesen sind, die Punkte in Worms behalten“, so der Tenor von Trainer und Mannschaft der HSG Worms.
Wie man dem prominent besetzten Gegner Probleme bereiten kann, hat die HSG Worms als Aufsteiger in der zurückliegenden Oberliga-Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einem Sieg und einem Unentschieden ist es der HSG damals als Aufsteiger gelungen, den Pfälzern wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg abzuluchsen. Rückschlüsse aus der Vergangenheit trifft für das absolute Topspiel am heutigen Samstagabend in der BIZ-Südhalle allerdings nicht wirklich zu. Dansenberg hat zum einen mit Marco Sliwa nicht nur einen neuen Trainer vor der neuen Runde verpflichtet, sondern auch im Kader hat sich bei der TuS einiges getan. So geht unter anderem „der Unaussprechliche“ und erfahrene Theodoros Megalooikonomou seit dieser Saison für die Handballer aus dem Stadtteil von Kaiserslautern auf Torejagd. Dazu gesellen sich mit Tim Beutler, Steffen Kiefer und Markus Seitz weitere Spieler, die mehr als über allerhöchstes Viertliganiveau verfügen. Im Angriff ist Dansenberg unglaublich variabel und torgefährlich, so dass der HSG-Coach deshalb der festen Überzeugung ist, dass dem Favoriten aus der Pfalz nur mit einer Energieleistung in der Abwehr beizukommen ist. „Die Abwehr muss stehen und sie wird stehen“, so Gerd Zimmermann, der ansonsten nichts preisgibt, was Taktik und Mannschaftsaufstellung betrifft. Man darf jedenfalls gespannt darauf sein, wie sich Trainer und Spieler aus dieser – auch von der Mentalität her – bisher wohl schwersten Aufgabe im zweiten Jahr in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aus der Affäre ziehen werden. Wird es da wieder den Spieler geben, der am heutigen Abend über sich hinaus wächst, wie dies einst in den 80er Jahren der Fall war, als der TuS Dansenberg gegen Eintracht Herrnsheim zu Regionalligazeiten schon einmal im BIZ-Süd mit einem nicht zu erwartenden Sieg, den man damals dringend für den Klassenerhalt benötigte, die Pfälzer aus allen Aufstiegsträumen riss. Der Spieler, der damals zum Matchwinner wurde, war der einstige Linkshänder Stefan Gremm. Nun, Linkshänder hat die HSG Worms mit Alexander Eusterholz, Fabian Russ, Kai Zimmermann und Kuba Balac jetzt auch in ihren Reihen. Aber die Stärke der HSG Worms liegt in der mannschaftlichen Geschlossenheit und einem 100-prozentigen Willen, vor keinem Gegner sich verstecken zu müssen. Bangemachen gilt deshalb auch heute Abend nicht. Den Handballfans ist nur zu empfehlen, sich dieses Spitzenspiel, das sicherlich mit Überraschungen aufwarten wird, nicht entgehen zu lassen. „HSG-Fans unterstützt uns bitte von der ersten bis zur letzten Sekunde“, so der einzige Wunsch der Mannen um Kapitän Markus Metzdorf.
TG Osthofen – TVB Nieder-Olm (So., 18 Uhr)
Unterstützung trotz der bisherigen Ergebnis-Misere benötigen auch die Handballer der TG Osthofen, die immer noch auf ihren ersten Sieg als Aufsteiger warten und der könnte am Sonntag möglich werden. Denn nach der herben 24:50-Niederlage bei den Handballfreunden Illtal, wo sechs Stammspieler fehlten, kommt es am Sonntag zum Rheinhessenklassiker gegen den etablierten Oberligisten aus Nieder Olm.
„Der Druck hat sich mittlerweile auch für meine Mannschaft erhöht, wir müssen am Sonntag gegen Nieder Olm punkten, sonst verlieren wir den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze“, so TGO-Chefcoach Dieter Bösing. Nieder Olm hat in den letzten sieben Spielen auch keinen Sieg mehr erringen können, denn sie haben ihre fünf Punkte zu Saisonbeginn geholt. Unter anderem überraschenderweise zu Hause gegen die HF Illtal, gegen die Osthofen am zurückliegenden Wochenende absolut keine Chance hatte. Geschwächt dürften die Nieder-Olmer durch den Ausfall ihres erfahrenen Spielmachers Timo Stumps sein, der nach einem Kreuzbandriss letzte Woche operiert wurde. Trotzdem steht Osthofen deshalb schon gar nicht etwa vor einer leichten sondern wieder vor einer schweren Aufgabe. Denn Nieder-Olm ist mit vielen erfahrenen Spielern bestückt und weiß, wie man sich aussichtsreich gegen den Abstieg stemmen kann. Das zeigen sie erfolgreich schon die letzten Jahre.
In Illtal ließ die TGO-Abwehr jegliche Gegenwehr vermissen, was sich gegen Nieder Olm massiv ändern muss. Vielleicht hilft auch die Lehrstunde in Illtal, wo man gezeigt bekam, wie man fair aber körperbetont in der Oberliga in der Abwehr spielen kann, trotz drei zerrissener TGO-Trikots.
Von den in Illtal fehlenden Spielern wird zumindest wieder Eric Popple dabei sein, der nach seinem Bandabriss diese Woche gut trainiert hat. Bei allen anderen heißt es abzuwarten. Auf jeden Fall wollen Trainer und Spieler am Sonntag alles ins Rennen werfen, denn sie brauchen die Punkte dringend, um den Anschluss nicht schon jetzt ganz zu verlieren. Hierbei baut man auch auf die tolle Unterstützung der Fans, welche die Wonnegauhalle zu einer Festung machen und die Mannschaft motivierend nach vorne treiben sollen. Diese verspricht 60 Minuten Gas zu geben und sich voll reinzuhängen.
Verbandsliga Rheinhessen
HC Gonsenheim II –
TG Osthofen II (So., 16 Uhr)
C-Klasse
TV Horchheim –
SC Lerchenberg
(Sa., 18.30 Uhr, BIZ-West)
Frauen
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
SV 64 Zweibrücken –
TG Osthofen (So., 18 Uhr)
Können die TGO-Damen am Sonntag ihre zweite Chance nutzen, in einem direkten Duell in der unmittelbaren Abstiegszone in Zweibrücken zu bestehen? Denn beide Mannschaften haben jeweils 2:14 Punkte vorzuweisen.
Eine Frage, die man wohl nur mit einem Ja beantworten kann, wenn es den Schützlingen von Sascha Kuhn endlich einmal gelingt, ihr Potential über volle 60 Minuten zu entfalten. Ansonsten gibt es dazu wahrlich nicht mehr viel zu sagen, nachdem sie sich in den letzten zwei Spielen – auch aus eigenen Unzulänglichkeiten – jeweils knapp geschlagen geben mussten. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, weshalb es in Zweibrücken endlich klappen muss mit dem zweiten Saisonsieg.
Rheinhessenliga
TG Osthofen II – HSV Alzey
(So., 16 Uhr)
A-Klasse
TG Osthofen III – SG Rheintal
(So., 14.10 Uhr)