HSG Herren sowie TGO Damen empfangen die TSG Friesenheim / TGO empfängt Ingelheim
Vor dem Anwurf
Trainer Marcus Otterstätter war trotz des 25:18-Sieges seiner TGO-Damen gegen den SF Budenheim nicht ganz zufrieden. Da erwartet er am Sonntag gegen die TSG Friesenheim volle 60 Minuten Konzentration und Einsatz. Foto: Klaus Diehl
Von Klaus Diehl |
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
Männer HSG Worms – TSG Friesenheim 2 (So., 18 Uhr)
Nach dem „Bonus-Spiel“ am letzten Wochenende beim Meisterschaftsfavoriten TV Hochdorf, welches trotz respektabler Leistung verloren ging, steigt am Sonntag eine richtungsweisende Partie für die Handballer der HSG Worms. Empfangen sie doch in der heimischen Nikolaus-Doerr-Halle den Bundesliga-Unterbau der Eulen zum Abstiegskrimi. Gegen den bislang noch sieglosen Tabellenletzten braucht es unbedingt einen Sieg vor eigenem Publikum, Heimkomplex hin oder her. „Gegen die TSG-Zweite gibt es keine Ausreden. Wir sind der klare Favorit und müssen diese Rolle von der ersten Minute an auch annehmen. Wir spielen voll auf Sieg“, gibt HSG-Trainer Marco Tremmel die Marschrichtung vor.
Mit einem Erfolg würden die Wormser Drachen den Abstand zum Tabellenende noch einmal vergrößern und dringend notwendige Punkte gegenüber Konkurrenten wie Vallendar, Homburg und Kastellaun/Simmern einfahren, gegen die es allesamt in den kommenden Wochen geht.
„Jetzt ist der Zeitpunkt der Saison gekommen, um gute Leistungen und Punkte abzuliefern. Keiner möchte bis zum Schluss zittern und wir haben es selbst in der Hand, das zu vermeiden“, so der HSG-Coach Marco Tremmel. Laufkundschaft sei der abgeschlagene Tabellenletzte aus dem Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim trotz gerade einmal einem Punkt auf der Habenseite aber wahrlich nicht. Das Team, in dem der nächstjährige HSG-Neuzugang Tim Knobel aufläuft, ist nicht zu unterschätzen.
„Das ist eine junge, talentierte, aber unerfahrene Mannschaft. Die Unerfahrenheit hat die TSG schon einige Punkte gekostet, aber grundsätzlich können da alle sehr ordentlich Handball spielen. Wir sind aber die bessere Mannschaft, wollen das auch zeigen und unseren Fans endlich wieder einen Heimsieg schenken“, so Marco Tremmel, der personell aus den Vollen schöpfen kann. Alle Spieler sind fit und einsatzbereit.
Ein besonderes Augenmerk lag in dieser Trainingswoche auf der Zweikampfführung. Friesenheim verfügt über schnelle Spieler, die in der Umschaltbewegung gefährlich werden können. Um diese Umschaltbewegung frühzeitig zu unterbinden, brauche es laut Marco Tremmel Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen.
„Wir wollen aus dem gebundenen Spiel Lücken reißen und im Eins-Gegen-Eins unsere Stärken ausspielen“. Zweikampfstärke fordert der Trainer auch bei der Arbeit gegen den Ball. Setze man die Eulen früh und konsequent unter Druck, lasse sich der Gegner zu unvorbereiteten Würfen zwingen. „Verteidigen wir gut, können wir auch mit unserem Tempo leichte Tore erzielen. Wichtig ist es, alle Schwachstellen des Gegners auszunutzen und mit Volldampf Druck aufzubauen
Frauen TG Osthofen 1 – TSG Friesenheim (So., 16 Uhr)
Mit Siegen in zuletzt zwei Heimspielen haben sich die TGO-Dame mit 15:19 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz eingenistet. Punktgleich mit der HSG Ottersh./Bellh./K./Z. Der Gegner am Sonntag liegt mit 17:17-Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Diese Konstellation bedeutet für die Schützlinge von TGO-Trainer Marcus Otterstätter, dass sie mit einem Heimsieg am Sonntag einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt tun können und sich weiter nach vorne in der Tabelle einordnen könnten.
Da könnte man auch fast schon mit Sicherheit sagen, dass es in Osthofen auch in der kommenden Saison wieder Frauenhandball in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar geben wird. Die Hoffnung bei den TGO-Verantwortlichen ist groß, hat man doch schon begonnen, sich nach weiteren Verstärkungen umzuschauen. Diesen Optimismus sollten denn auch Kapitänsfrau Kristina Graf und ihre Mitspielerinnen am Sonntag positiv bestätigen um damit im dritten Heimspiel in Folge auch den dritten Sieg einfahren zu können.
Hat man die Lehren aus dem mit 25:18 gewonnen Heimspiel am letzten Sonntag gezogen? Mit mehr Ausgeglichenheit während der 60 Minuten Spielzeit und auch einer mental guten Einstellung, sollte einem Erfolg nichts im Weg stehen.
Rheinhessenliga
Männer TG Osthofen 1 – HSC Ingelheim (So., 18 Uhr)
Man kann immer wieder mahnen, den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen – dies scheint bei den TGO-Herren 1 am letzten Samstag völlig überhört worden zu sein. Da nutzte auch ein Tag später diese Erkenntnis bei den Spielern nichts, bei der 27:30-Niederlage bei der SG Saulheim 2 ein diesbezüglich völlig unterirdisches Spiel geboten zu haben. Die Folge ist der Abrutscher auf den zweiten Platz mit nunmehr zwei Punkten Rückstand hinter dem neuen Spitzenreiter SF Budenheim 2. Da stand das TGO-Trainer-Duo Leo Vuletic und Mirco Höfler nahezu fassungslos am Spielfeldrand und musste letztlich erkennen, dass ihre Schützlinge auf dem Parkett der Ritter-Hundt-Sporthalle in Saulheim alles vergessen hatten, was zu einem erfolgreichen Handballspiel gehört. Hiervon war kein Spieler und auch nicht die Torhüter auszunehmen. Was das Rennen um die immer noch machbare Meisterschaft betrifft, so dürfen sich die TGO-Herren bei sieben noch ausstehenden Spielen aber keine Ausrutscher mehr erlauben. Besonders auch bei den kommenden drei Heimspielen in Folge am Sonntag gegen den HSC Ingelheim, eine Woche später folgt die HSG RN Bingen 2 und zum Abschluss kommt der SSV Meisenheim.
Alles Gegner, die auf den Plätzen neun bis elf derzeit Zuhause sind. Da heißt es, sich wieder mehr auf das eigene Können zu besinnen und sich keinen weiteren Patzer mehr zu erlauben. Auch die danach noch folgenden drei Auswärtsspiele sind nicht von Pappe, ehe das wohl entscheidende Heimspiel gegen den Tabellenführer SF Budenheim 2 folgen wird. Die TGO-Herren 1 haben es selbst in der Hand, dieses letzte Spiel zum wahren Höhepunkt werden zu lassen.