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Fr., 08. Februar 2019, 15:39 Uhr
HSG Worms ist am Sonntag um 17 Uhr zu Gast bei der HSG Eckbachtal / TG Osthofen empfängt am Sonntag um 18 Uhr den HC Gonsenheim
Vor dem Anwurf – das Handballgeschehen
Die Nikolaus–Doerr-Halle ist keine uneinnehmbare Festung mehr für die Gäste der HSG Worms. Das zeigte sich einmal mehr bei der absolut unnötigen 29:30-Heimniederlage gegen die SG Saulheim. Unnötig deshalb, weil die HSG-Spieler das einfache Handballspiel mit Torewerfen wohl vergessen haben und viele Chancen liegen ließen. Foto: madi
Von Klaus Diehl |
Rheinhessenliga TG Osthofen 1 – HC Gonsenheim 1 (So., 18 Uhr) Nach dem Punktverlust von SF Budenheim 2 mit dem Unentschieden beim HSC Ingelheim und dem eigenen 41:27-Sieg beim Schlusslicht GW Büdesheim führen die TGO-Herren I, punktgleich mit Budenheim 2, die Tabelle an. Beide Teams haben bisher erst 13 Spiele absolviert, weshalb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag zu werden droht, wenn es in Osthofen zum Saisonfinale kommt.
Mit anderen Worten, die TGO-Truppe von Leo Vuletic/Mirko Höfler darf sich bis dahin keinen Ausrutscher mehr erlauben, da dies von Budenheim auch kaum zu erwarten ist.
Auch nicht am Sonntag, wenn um 18 Uhr der Tabellenachte aus Gonsenheim nach Osthofen kommt. Ein Gegner, der aufgrund seiner Offensivqualitäten nicht zu unterschätzen ist, aber in der Abwehr seine Probleme hat. Dies war bereits im Hinspiel der Fall, das Osthofen mit der besseren Angriffsleistung für sich entscheiden konnte.
So soll und wird es auch am Sonntag in der Wonnegauhalle sein, wobei das größere Fragezeichen wohl mehr sein wird, inwieweit der Grippevirus auf TGO-Seite zur Schwächung der Mannschaft beitragen wird.
Ob so oder so, Osthofen ist gegen Gonsenheim der klare Favorit, wenn die Einstellung aller TGO-Spieler positiv auf den Platz übertragen werden kann.
Drei Wochen Spielpause für die TGO-Damen sind vorbei und hoffentlich hat man diese spielfreie Zeit ausgiebig genutzt, um an den zuletzt zu arg aufgedrehten Schwachstellen zu arbeiten sowie auch mental aufzurüsten. Denn es muss schon eine besonders gute Leistung her, um gegen den Tabellenzweiten HSG Hunsrück erfolgreich bestehen zu können.
Da wäre jeder Punkt sicherlich Gold wert. Mit 11:19 Punkten auf dem 12. Platz liegend, ist Osthofen der Abstiegszone mehr als nahe. Wichtig wird auch zum einen sein, in welcher Besetzung Osthofen antreten kann, zum anderen der Grippevirus im Vorfeld ausgeschaltet werden konnte.
Da muss es am Sonntag endlich wieder einmal auf der ganzen Linie stimmen und man mit vollem Einsatz und Siegeswillen in das Spiel gehen und dies auch bis zur 60. Minute aufrecht erhalten.
Die zuletzt angeschlagene Mona Schmitt, die durch eine Fußverletzung schon etliche Wochen fehlende Michelle Köhler, wie auch Linda Bitsch, würden mit ihrem wahrscheinlichen Einsatz das Spiel der TGO-Damen positiv beleben.
Männer
HSG Eckbachtal – HSG Worms 1 (So., 17 Uhr)
Obwohl die Oberliga-Begegnung von HSG Worms und HSG Eckbachtal ein Verbandsduell zwischen Rheinhessen (Worms) und Pfalz (Eckbachtal) ist, trennt beide Vereine beim Blick auf die Landkarte nur wenige Kilometer. Am Sonntag treten die Wormser Drachen die kurze Reise zu den Eckbachtaler Gekkos an und wollen wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einsammeln. Während die Hausherren als Aufsteiger im gesicherten Mittelfeld befreit aufspielen können, geht es für die Gäste um wichtige Punkte gegenüber der Konkurrenz aus Vallendar, Friesenheim und Homburg. „Nach dieser Trainingswoche sollte es auch der letzte in der Mannschaft verstanden haben, um was es geht. Wir wollen und müssen wieder Punkten – es gibt keine Ausreden“, sagt HSG-Trainer Marco Tremmel.
Die Trauben in Eckbachtal hängen für Gegner generell sehr hoch. Denn die eingespielte und eingeschworene Eckbachtaler Mannschaft weiß durch ihre unbequeme Spielweise jeden Gegner in eigener Halle vor Probleme zu stellen. Dass in der Eckbachtaler Halle striktes Harzverbot gilt, ist ein zusätzlicher Vorteil der Gekkos. „Das Harzverbot hat uns nullkommanull zu interessieren. Wir müssen fokussiert und aggressiv auftreten“, unterstreicht Marco Tremmel, der seine Mannschaft in der Trainingswoche an einen aus seiner Sicht viel wichtigeren Aspekt am Gegner als das Harz-Verbot erinnert hat: „Wir haben dem Gegner im Hinspiel in Worms 48 Buden eingeschenkt. Das ist dort Thema, die brennen auf eine Revanche für die Klatsche.“ Deshalb gelte es laut dem Trainer mit heißem Herz und kühlem Kopf in Dirmstadt aufzutreten. Personell kann der Trainer abermals aus den Vollen schöpfen, alle Spieler sind fit und einsatzfähig. Wer den Sprung in den Kader oder gar in die erste Sieben schafft und wer mit einem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen muss, das hat Marco Tremmel vor diesem Spiel besonders intensiv reflektiert.
„Leistung, Körpersprache und Einstellung in den Spielen zählen als Gradmesser, ebenso wie diese Tugenden im Training. Wer in unserer Situation nicht mitzieht, der wird auch nicht berücksichtigt. Wir haben eine talentierte und zugleich erfahrene Mannschaft, die auch in Eckbachtal gewinnen kann. Aber dafür brauche ich Spieler, die in jederlei Hinsicht 100 Prozent geben“, sagt Marco Tremmel. Ein wichtiger Faktor ist laut dem Wormser Trainer auch die Unterstützung von der Tribüne. So hofft die Mannschaft auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung bei der kürzesten Auswärtsfahrt der Saison.
Eric Popple war zehnfacher Torewerfer der TGO -Heren 1 am letzten Sonntag beim 41:28-Sieg gegen GW Büdesheim. Foto: madi