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  • Mo., 23. November 2015, 17:15 Uhr
    Warbede Frauenzentrum Worms lädt anlässlich des 25-jährigen Bestehens zum Tag der offenen Tür

    "Vor dem Schritt in den Abgrund bewahrt"

    Regina Mayer (2.von links) und Annette Hölter vom Warbede Frauenzentrum führten Oberbürgermeister Michael Kissel (links) und Werner Keggenhoff, Präsident Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, durch die Räumlichkeiten im Lutherring. Foto: Vera Beiersdörfer


    Von Vera Beiersdörfer Die Frage, ob es wirklich ein Grund zum Feiern sei, wenn ein Frauenzentrum nun seit 25 Jahren besteht, schwang zunächst mit. Jedoch wurde sie schließlich von allen Anwesenden beim Tag der offenen Tür im Warbede Frauenzentrum mit „Ja” beantwortet. Seit einem Vierteljahrhundert ist das Zentrum als Notruf und Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen die Anlaufstelle für Betroffene in Worms und dem Umland. Bei den Feierlichkeiten am Montag sollte nun darauf aufmerksam gemacht werden, welch wertvolle Arbeit die Mitarbeiterinnen dort seit mehr als zwei Jahrzehnten leisten. Den mutigen Schritt von ihren schlimmen Erlebnissen vor Publikum zu berichten, wagte Klara Best, die seit etlichen Jahren immer mittwochs das Frauencafé besucht. “Als meine Vergangenheit mich vollkommen überschwemmt hat, habe ich hier eine offene Tür gefunden – jemanden, der zuhört und Zuversicht gibt.”

    Der Austausch mit den Mitarbeiterinnen und mit anderen Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt waren, habe sie vor dem Schritt in den Abgrund bewahrt, daher sei es ihr ein Bedürfnis gewesen, beim Tag der offenen Tür zu bekunden, wie wichtig es für betroffene Frauen sei, einen Ort wie das Frauenzentrum zu haben. Auch Oberbürgermeister Michael Kissel und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Veronik Heimkreitner betonten die traurige Notwendigkeit der Anlaufstelle im Lutherring.


    “Ich bin froh, dass Sie sich entschieden haben, Ihr Jubiläum zu feiern und der Öffentlichkeit einen Einblick in Ihre wertvolle Arbeit und Ihre Räumlichkeiten zu ermöglichen”, erklärte Werner Keggenhoff, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. Bedauern drückte er darüber aus, dass wohl auch in Zukunft das Frauenzentrum ein dringend benötigtes Angebot bleiben werde, da es leider nach wie vor Übergriffe auf Frauen gibt.


    Im Anschluss an die offizielle Eröffnung war die Öffentlichkeit eingeladen, sich das Warbede Frauenzentrum anzuschauen und über die Arbeit des Teams zu informieren.

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