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So., 28. April 2013, 23:35 Uhr
Erst in den zweiten 45 Minuten verdienten sich die Wormaten beim SC Idar-Oberstein (2: 2) durch zwei Tore von Romas Dressler einen wichtigen Punkt / Ausgleich in der 82. Minute durch einen Handelfmeter
Vor der Pause „nicht“ auf dem Platz
Romas Dressler (links) machte mit zwei Toren nur wenige Minuten nach Beginn der zweiten 45 Minuten in Idar-Oberstein aus einem 0:1-Pausenrückstand eine 2:1-Führung. Dressler war aber auch der Unglücksrabe, der nach Auffassung des Schiedsrichters in der 82. Minute für den Handelfmeter zum 2:2-Ausgleich für die Gastgeber sorgte. Archivfoto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Wer bei der Anfahrt nach Idar-Oberstein gar erst zur zweiten Halbzeit kam, der hatte aus Wormatiasicht nichts versäumt. Ja, er durfte gar froh sein, nicht von einem höheren Rückstand als dem 0:1 aus Wormatia-Sicht zu erfahren. Bereits in der 11. Minute waren die tat- und einsatzfreudigeren Gastgeber durch Holger Knartz in Führung gegangen, die sich nach dem Spiel wohl geärgert haben, mindestens drei gute Möglichkeiten ausgelassen zu haben, um den Vorsprung bis zur Pause weiter auszubauen.
Da hatten die Wormaten schon Dusel und boten bis zur Pause eine wenig begeisternde Vorstellung. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass Trainer Stefan Emmerling wegen der grippegeschwächten Christoph Böcher und Artur Krettek die beiden Außenverteidigerpositionen umbauen und mit Benjamin Himmel und Eugen Gopko besetzen musste. Dennoch hätte man sich mehr Tatkraft und um nicht zu sagen ein nicht derart blutleeres Offensivspiel gewünscht.
Die entsprechende Ansprache in der Halbzeitpause fruchtete und in der 51. Minute stand es 1:1. Romas Dressler war es, der den Schalter umlegen konnte und fast von der Torauslinie über die linke Seite das runde Spielgerät in der kurze Ecke versenken konnte.
Eine Situation, in der man eher eine Hereingabe erwarten konnte, doch am Ende verblüffte der Torschütze nicht nur seine Mitspieler, sondern auch den Ex-Wormaten Nico Adami im Tor der Gastgeber. Nun waren die Wormaten am Drücker und Idar-Oberstein zeigte Nerven und sah sich nach einer Stunde Spielzeit gar mit 1:2 in Rückstand. Erneut spielten Nico Adami und Romas Dressler mit die Hauptrollen. Der SC-Keeper prallte nach einem langen Ball mit Scipon Bektasi zusammen. Das Leder fiel Wormatias-Torjäger wie ein Geschenk vor die Füße, der Rest war einfach. Doch damit war der Wormatia-Sieg leider noch nicht in trockenen Tüchern.
Der Ausgleich in der 82. Minute war diskussionswürdig, denn es gab einen Handelfmeter für die Hausherren. Ob dabei Romas Dressler bei einem Freistoß im eigenen Strafraum seine Hände schützend vor das Gesicht hielt oder nicht, war für den 23. Mann Steffen Rabe (Münchhausen) keine Frage, denn er zeigte unerbittlich auf den Elfmeter-Punkt. Kevin Knödler blieb gegen den Schützen Simon Maurer ohne Chance. Somit stand das dritte Remis der Wormaten in Folge fest und einmal mehr die Frage, warum die Wormaten sich offensichtlich schwer tun, endlich einmal zwei respektable 45 Minuten in einem Spiel auf die Beine zu bringen. Der Klassenerhalt wäre wohl längst erreicht, wenn man mit diesem erneuten Unentschieden in den letzten drei Spielen nicht sechs Punkte hätte liegen lassen, so das nüchterne Fazit.
Es spielten: Kevin Knödler (Tor), Benjamin Himmel, Marco Steil, Sandro Rösner, Eugen Gopko (88. Christoph Böcher), Alper Akcam, Marcel Abele, Kevin Wittke (85. Kevin Feucht), Daniele Toch (83. Nassim Banouas), Scipon Bektasi, und Romas Dressler.