Worms-Abenheim: ebwo AöR präsentierte die Starkregenvorsorgemaßnahme in der Klausenbergstraße
Vor Folgen von Sturzfluten schützen
Stephanie Lohr, Eva Wiktorowski und Hans-Dieter Gugumus (von links). Foto: ebwo AöR
Die Entsorgungs- und Baubetrieb AöR der Stadt Worms präsentierte jetzt die angekündigte Starkregenvorsorgemaßnahme in der Klausenbergstraße in Abenheim. Das Tiefbauunternehmen Heinrich Schmidt KG baut seit dem 13. November einen neuen Regenwasserkanal auf einer Gesamtlänge von ca. 230 Metern.
Deshalb ist die Kanalbaumaßnahme dringend notwendig ist: Wenn es stark regnet, fließt das abflusswirksame Oberflächenwasser von ca. 17 ha Außengebietsfläche in die Klausenbergstraße und gelangt von dort bis in die Ortsmitte. Neben den enormen Wassermassen werden Bodenabträge der landwirtschaftlichen Flächen oder Laub angeschwemmt, die die Straßeneinläufe zusetzen. Die Kosten der Kanalbaumaßnahme belaufen sich auf ca. 620.000 Euro. Projektleiterin der ebwo AöR, Eva Wiktorowski, erklärte, dass neben dem Einbau leistungsfähiger Straßeneinläufe im nördlichen Bereich zwei Einlaufbauwerke vorgeschalten werden, die weniger anfällig für Verstopfungen sind und Schlammeinträge in einer separaten Kammer zurückhalten.
Ökologische und ökonomische Vorteile
Neben dem Schutz bietet die Baumaßnahme sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile: Da das Außengebietswasser zukünftig nicht mehr in den Mischwasserkanal geleitet wird, sondern im Abenheimer Waschbach entlastet, wird das Wasser dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Der technische Vorstand der ebwo AöR, Hans-Dieter Gugumus, ergänzte, dass somit das Wasser nicht mehr zur Kläranlage gepumpt werde und nicht mehr gereinigt werden müsse. Er lobt mit Blicke auf die Weinberge die Weingüter, die ihre Rebzeilen vorbildlich begrünen. Dies sorge dafür, dass bei Starkregen weniger erosives Bodenmaterial abgetragen wird und nicht in der Abenheimer Ortsmitte landet.
Bedeutender Beitrag zur Starkregenvorsorge
Die Kanalbaumaßnahme sei schon in der Amtszeit von Hans-Peter Weiler in Planung gewesen, so Stephanie Lohr. Aufgrund örtlicher Gegebenheiten musste die genehmigte Planung jedoch angepasst werden, sodass der gesamte Genehmigungprozess erneut durchlaufen werden musste. Mit dem voraussichtlichen Abschluss der Baumaßnahme Mitte des kommenden Jahres wird der Regenwasserkanal einen bedeutenden Beitrag zur kommunalen Starkregenvorsorge leisten und Abenheim besser vor den potenziellen Folgen von Sturzfluten schützen.
Die Kanalarbeiten finden unter Vollsperrung statt. Die entsprechende Umleitungsbeschilderung ist ausgewiesen. Die Zufahrt zur Klausenbergstraße ist bis zur Metzgerei Schwan weitestgehend möglich.
Die Projektleiterin der ebwo AöR, Eva Wiktorowski, steht für Rückfragen und Informationen unter Telefon 06241/9100-56 zur Verfügung.