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  • Di., 29. Januar 2019, 10:42 Uhr
    Neujahrswanderung der Kolpingfamilie Worms in Leiselheim

    Vorbei an historischen Gebäuden

    Die Wandergruppe an der Friedrichs- oder Schellenmühle, etwa seit 1196.


    Wie in jedem Jahr begann die Kolpingfamilie Worms ihre erste Wanderung im Jahr mit der Neujahrswanderung. Traditionell findet diese immer in nächster Nähe statt. In diesem Jahr begrüßten Vorstand Karlheinz Springborn und Margarethe Erber die 31 Teilnehmer in Leiselheim.

    Die Geschichte von Leiselheim
    Nach einem “Wärmeschluck“ auf das neue Jahr, führte Gertrud Marschall die Gruppe vorbei an historischen Gebäuden durch den Stadtteil. Sie erläuterte gekonnt die Geschichte von Leiselheim und zeigte aus der Broschüre des Heimatvereines Bilder von Schulen, Mühlen, Rathaus und anderen historischen Gebäuden.

    In der katholischen Kirche St. Laurentius übernahm Alois Marschall die Gruppe. Aus seinen persönlichen Nachforschungen und vorhandenen Schriften und Broschüren stellte er in einer sehr fundierten Power Point Präsentation die Geschichte der Kirche und den Ursprung von Leiselheim seit 1141 dar.

    Er berichtete über den Zustand von St. Laurentius ab 1496 bis zum Abriss 1831. Über die Anstrengungen der Pfeddersheimer Pfarrer in der Filialgemeinde heilige Messen zu feiern und einen Kirchenbauverein zu gründen.

    Originalaufnahmen vom Bau der St. Laurentiuskirche
    Den Bau der neuen St. Laurentiuskirche 1933/1934 belegte er mit Originalaufnahmen. Ferner berichtete er über die Änderungen in und an der Kirche von 1935 bis 2014. Am Ende der Präsentation wurden die historischen Gebäude, die der Heimatverein mit Hinweistafeln versehen hat, vorgestellt.

    Nachdem die Wandergruppe viel neues und auch unbekanntes über die St. Laurentiuskirche erfahren hatte, ging die Wanderung weiter zur evangelischen Kirche von Leiselheim. Hier wurde die Gruppe von Dorothea Bott zu einem Vortrag über die Kirche erwartet.

    Erste reformierte Kirche in Rheinhessen
    Sehr interessant war, dass diese Kirche 1716 als typisch reformierte einfache Saalkirche mit verputzen Wänden und flacher hölzernen Kassettendecke erbaut wurde. Es war einst die erste reformierte Kirche im heutigen Rheinhessen.

    Sie wurde 1998 unter Denkmalschutz gestellt. Sehr interessant waren auch die Ausführungen der Geschichte der Konfessionen in Leiselheim, insbesondere seit der Reformation 1517. Danach entstanden in Leiselheim lutherische und reformierte protestantische Gemeinden, auch einige aus der Schweiz vertriebenen Mennoniten Familien siedelten sich an. Die verschiedenen Unterschiede der einzelnen Kirchenarten wurden gut verständlich von Dorothea Bott erläutert.

    Bei dem gemeinsamem Mittagessen und gemütlichen Zusammensein, dankte der Vorsitzende der Kolpingfamilie Burkhard Köhl, Gertrud und Alois Marschall sowie Dorothea Bott für die gut vorbereiten Vorträge und Führungen an diesem Tag.

    Großen Beifall erhielt auch Werner Bott für seinen “ Nachtisch“, den Vortrag Ebbes vum Ebbes. Ein weiteres Dankeschön ging an den SV Leiselheim, insbesondere an die Köchin Frau Löb und ihren ehrenamtlichen Helferinnen, die extra für uns s’ Heisje geöffnet hatten.

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