
Ganztägig hat sich der Männerchor des MGV 1846 Worms-Abenheim auf die gesanglichen Herausforderungen des bereits laufenden Jubiläumsjahres intensiv vorbereitet. Das Sängerheim wurde dabei sozusagen zum Trainingslager. Im Mittelpunkt standen jedoch nicht nur neue Partituren, sondern auch Bestehendes wurde aufgefrischt. Ganz besonders nahm man sich aber auch Zeit für intensive Stimmübungen, eine verbesserte Atemtechnik und besondere gesangliche Basisübungen mit einbezogenem Taktwechsel.
Chorleiter Gerhard Wöllstein hatte ein volles Tagesprogramm vorbereitet, das nur kurze Verschnaufpausen zuließ. Nach eingehenden Lockerungsübungen, die für einen entspannten Resonanzrahmen, vor allem des Oberkörpers sorgten, ging es zu Atemübungen über, die auch das richtige Ein- und Ausatmen im Zusammenhang mit dem chorischen Atmen im Blickfeld hatten. Pausen sind keine Atemzeichen, sondern Notenwerte der komponierten Musik. Der Atemstoß, das Hecheln und Zischen gehörte ebenso zum Repertoire wie Sprachklänge und Sprachgeräusche unterschiedlicher Art. „Ja, das tut uns wirklich gut“, war die allgemeine Meinung, „ und Gesang fördert auch das körperliche Wohlbefinden“. Deshalb waren auch alle bei der Sache.
Locker blieb es aber auch anschließend. Mit „Frauen sind anders“, kam ein neuer Chorhit im A-cappella-Pop-Stil zum Zuge, bei dem Hans Unterweger mit charmantem Humor die angeblichen weiblichen Besonderheiten im Wechselspiel der Geschlechter schildert. Mit „WEIT, WEIT WEG“ folgte mit Hubert von Goisern, der eigentlich Hubert Achleitner heißt, ein österreichischer Liedermacher und Weltmusiker, der es bei diesem Lied verstand, aus Rock- und Volksmusik die richtige und ansprechende Mischung zu zaubern. Das Arrangement dazu liefert Lorenz Maierhofer, der gerne Musik für Menschen schreibt, ein Brückenbauer für zeitgemäße und realisierbare Musik.
Innerhalb des MGV Abenheim gibt es zwischenzeitlich auch eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Musikdirektor Hubertus Holl, die sich mit einem neuen Vereinsleitbild beschäftigt. Unter anderem hat man dabei auch Kontakt zur benachbarten Grundschule aufgenommen. Bereits beim letzten Kirchenkonzert des Vereins hatte diese Kooperation, die man noch weiter ausbauen möchte, erste Früchte getragen. Gemeinsam mit den Kindern der Klausenberg-Grundschule, dem Männer- und Pop und Gospelchor des Vereins füllte die gesangliche Darbietung der Chorbearbeitung „We are the world“ von Michael Jackson den Abenheimer Kirchenraum in beeindruckender Weise und löste insgesamt wahre Beifallsstürme aus. Mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay und Rolf Zuckowski will der Verein auch bei dem kommenden Kirchenkonzert am 20. November des Jahres, zusammen mit der Klausenberg-Grundschule und dem Ural-Kosaken-Chor, an diesen Erfolg anknüpfen. Deshalb stand an diesem Tag auch das Einüben und der chorische Abgleich des für Männerchor und Kinderstimmen bearbeiteten Stückes im Mittelpunkt.
Neben weiteren neuen Chorsätzen kamen aber auch bereits bekannte Lieder zum Zuge. Insbesondere wurde das eine oder andere Weinlied wieder aufgefrischt. Schließlich geht der nächste Ausflug auf Einladung von Chorleiter Gerhard Wöllstein nach Bad Sobernheim, wo neben dem Freilichtmuseum auch eine zünftige Weinprobe auf die Sängerinnen und Sänger wartet. Warum soll nicht auch im Weinparadies an der Nahe ein Mägdelein als Engelein singend, küssend und lachend die Seligkeit beim Weine überbringen? Schließlich hat die Sonne auch die Trauben an der Nahe geküsst. Alle freuen sich schon auf den bevorstehenden Ausflug. Vorsitzender Werner Schröder dankte dem Chorleiter Gerhard Wöllstein für die Vorbereitungen und Mühen, die er sich für dieses ganztägige Trainingslager gemacht hat. Er versäumte es aber auch nicht, den Sängern für ihr besonderes Engagement zu danken, das bespielgebend sei für einen gelungenen und zeitgemäßen Chorgesang. Über die Sängerkasse wurde natürlich auch ein zünftiges Mittagessen finanziert.
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