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  • Fr., 15. September 2017, 13:19 Uhr
    Eingespieltes Team sorgt für organisatorische Rahmenbedingungen

    Vorbereitungen schon Wochen vor der Wahl

    Geschäftiges Treiben im Rathauskeller: (von links) Manfred Renkel, OB Michael Kissel, Horst Heilmann und Michael Taeffner vor den Sortierboxen, die nach Briefwahlbezirken durchnummeriert sind. Auf dem Bild fehlt Jens Wenzel.

    Im Alltagsgeschäft gehen sie meist getrennte Wege, doch steht eine Wahl bevor, stehen sie verlässlich Gewehr bei Fuß.  Jens Wenzel aus dem Baubereich, Manfred Renkel vom Gebäudebewirtschaftungsbetrieb sowie Horst Heilmann und Michael Taeffner vom ebwo sind ein eingespieltes Team. Seit nunmehr acht Jahren sorgen die vier Männer in Abstimmung mit der Abteilung Kommunalverfassung, Statistik und Wahlen im Rathaus für die organisatorischen Rahmenbedingungen einer Wahl.


    Schon seit einigen Wochen sind die städtischen Beschäftigten im Keller des Rathauses fast pausenlos zugange, um die per Post eingegangenen und verschlossenen Briefwahl-Umschläge akribisch genau nach Wahlbezirken zu sortieren. Die hohe Briefwahlbeteiligung sorgt dafür, dass die Schreibtische überquellen. „Etwa 10.500 Umschläge für die Bundestagswahl und nochmals rund 300 für die am gleichen Tag stattfindende Ortsvorsteherwahl in Wiesoppenheim sind bis dato bei der Stadtverwaltung eingegangen“, so Abteilungsleiterin Carmen Brecht. Vom vierköpfigen Wahl-Team im Rathauskeller werden die roten Couverts auseinanderdividiert, damit ja jeder Umschlag zum Stichtag auch in der richtigen Briefwahlurne landet, die von den Wahlvorständen in den 17 Briefwahlbüros im Rathaus am 24. September geöffnet und ausgezählt wird. „Da muss man höllisch aufpassen und bei der Sache sein. Einen Fehler dürfen wir uns dabei nicht leisten“, sagt Horst Heilmann.  Sollten Briefwahlunterlagen in die falsche Urne geraten, würde dies bei der Auszählung zu Komplikationen und Verzögerungen führen.


    „Wir kennen uns seit langem, vertrauen uns und können uns blindlings auf den anderen verlassen“, ergänzt Manfred Renkel. Sind die Briefwahl-Posteingänge bearbeitet, ist der Arbeitstag der vier Mitarbeiter noch lange nicht beendet. Auch die Vorbereitung der 77 Wahllokale in der City und den Stadtteilen will organisatorisch gestemmt werden, damit die 58.777 wahlberechtigten Bürger für die Bundestagswahl und nochmals 1.379 wahlberechtigten Wiesoppenheimer in gut einer Woche in der geschützten Umgebung einer Wahlkabine ungestört ihr Kreuz an die entsprechende Stelle setzen können. Passen die Schlüssel zur entsprechenden Wahlurne, sind die Wahlkabinen noch in brauchbarem Zustand, sauber und ohne Beschriftungen, wurden die Rampen zum Wahllokal im Stadtteil gebracht, damit der Wahlraum barrierefrei zugänglich ist, funktionieren alle Kugelschreiber? All dies und anderes prüfen die vier Männer im Rathauskeller sorgfältig. „Durch den Transport bei der letzten Wahl stehen bei manchen Kabinen noch teils Holzsplitter hervor, die beseitigt werden müssen. Auch das übernehmen wir“, erklärt Renkel. Die heiße Phase für die Vierercrew  - wie auch für viele andere städtische Mitarbeiter - beginnt am Freitag nächster Woche, zwei Tage vor den beiden Wahlen in Worms.  „Dann sind wir quasi als Feuerwehr im Dauereinsatz und eilen dorthin, wo der Schuh drückt“, sind sich die vier Männer vom Rathauskeller ihrer Verantwortung bewusst. Bis die Wahlen abgeschlossen sind, hat jeder von ihnen rund 650 Stunden abgeleistet. 


    „Insgesamt werden am Sonntag, dem 24. September, 700 städtische Bedienstete und freiwillige Helfer in 77 Wahlvorständen für die Bundestags- und Ortsvorsteherwahl über viele Stunden hinweg im Einsatz sein“, verdeutlicht Oberbürgermeister Michael Kissel. „All jenen danke ich sehr herzlich für ihr Engagement und ihre Bereitschaft dafür Sorge zu tragen, dass unsere Bürger ungehindert von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können und mit ihrer Stimmabgabe die demokratische Zukunft unseres Landes aktiv mitbestimmen“, hofft der Stadtchef auf eine hohe Wahlbeteiligung.

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