Das Land Rheinland-Pfalz lehnt die Gründung eines Wirtschaftsgymnasiums in Worms vorerst ab / Eventuell in einigen Jahren
Vorerst kein Wirtschaftsgymnasium
Das Wormser Wirtschaftsgymnasium sollte in den Räumen der Berufsbildende Schule Wirtschaft (BBS) seine Heimat finden. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Seit einigen Jahren bemüht sich die Stadt Worms beim Bildungsministerium des Landes um die Genehmigung, ein Wirtschaftsgymnasium gründen zu dürfen. Bisher allerdings ohne Erfolg. Und dabei bleibt es auch. Im Rahmen der Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch informierte Oberbürgermeister Michael Kissel die Ausschussmitglieder, dass der Staatssekretär im Mainzer Bildungsministerium, Hans Beckmann, den Antrag aus Worms ablehnte. Zumindest vorerst. Als Grund habe Hans Beckmann die noch nicht befriedigende Schülerzahl an den Integrierten Gesamtschulen in der Region genannt. Hiermit sind wohl die IGS Nelly-Sachs in Horchheim sowie die IGS in Osthofen gemeint.
Die Antwort des Ministeriums ist für Worms mehr als unbefriedigend. Immerhin ließ Hans Beckmann nach Aussage von OB Kissel ein Hintertürchen offen, denn das Land wolle die Schülerzahlen der Integrierten Gesamtschulen der Region im Auge behalten. Worms könne dann ja einen erneuten Antrag auf ein Wirtschaftsgymnasium stellen.
Negativ für Worms ist sicher auch, dass es in Mainz und Ludwigshafen bereits Wirtschaftsgymnasien existieren.
Das Wormser Wirtschaftsgymnasium sollte die Jahrgangsstufen 11 bis 13 umfassen und wäre räumlich und von der Verwaltung an die Berufsbildende Schule Wirtschaft (BBS) angegliedert. Der Abschluss wäre die Allgemeine Hochschulreife. Die Absolventen könnten also an einer Universität studieren.