Sa., 12. April 2014, 13:10 Uhr
Eine ganz besondere Taufe hat 10. April in Gimbsheim stattgefunden
Vorhang auf: Taufe in der Mange
„Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen.“ Zu diesen Worten wurde am 10. April Yvaine Weisheit getauft. Das Besondere ist nicht nur die Anzahl der Paten – mit gleich sieben startet Yvaine in ihr Leben als Mitglied der evangelischen Gemeinschaft – sondern auch der Ort: Der Taufaltar steht, geschmückt mit einer riesigen rosafarbenen Papierblume, mitten in der Manege. Von der Kuppel des Zirkuszeltes baumeln riesige Lettern, die im Schweinwerferlicht glitzern und den Namen des Täuflings bilden.
Die Taufe hat in der Manege des Zirkus der Familie stattgefunden. Yvaine, was Abendstern bedeutet, ist der jüngste Spross einer Zirkusfamilie, die aus vier Generationen besteht und im Alleingang den „Circus Wedrano“ betreibt. Vom Zeltaufbau über die Versorgung der Tiere bis hin zur Feuershow – die Weisheits machen alles selbst.
Tag ohne Aufführung genutzt
Der Donnerstag bot sich als Tag für die Taufe deswegen an, weil an diesem Tag keine Aufführung stattfindet. Zurzeit gastiert das kleine Unternehmen in Gimbsheim und steht dort vor dem Freibad, zuvor waren sie bereits in Guntersblum. Daher kommen auch Pfarrer Johannes Hoffmann und Vikar Johannes Lösch. Eine Taufe im Zirkuszelt hatten bisher beide noch nicht. Trotz der ungewöhnlichen Umgebung sei es aber eine ganz klassische Taufe gewesen. „Liturgisch habe ich alle gemacht wie immer,“ so Pfarrer Hoffmann.
Mutter Natascha Weisheit war es dennoch sehr wichtig, dass ihre Tochter in der Manege getauft wird. „Das ist bei uns so üblich,“ erklärt sie, „und außerdem ist das hier einfach unser zu Hause und deswegen hat das einen ganz besonderen Wert für uns.“