Vertrag zur Übernahme von Kompensationsmaßnahmen in Alsheim geschlossen / Aufwertung der Selzer Hohl als Ausgleichsfläche mit touristischem Akzent
Vor Ort Verantwortung übernommen
Landrat Ernst Walter Görisch, Ortsbürgermeister Wolfgang Hoffmann und Urta Steinhäuser, Mitglied der Geschäftsleitung bei ABO Wind (sitzend von links) bei der Vertragsunterzeichnung im Beisein von Projektleiter Dr. Thomas Treiling und Wolfgang Reich (stehend von links). Foto: Judith Oberle
VON JUDITH OBERLE Die Windenergieanlagen des neuen interkommunalen Windparkes Dorn-Dürkheim, Dittelsheim-Heßloch und Alsheim mit sind bereits errichtet und auch in Betrieb genommen. Insgesamt betrugen die Kosten für den Park eine halbe Million Euro.
Drei der Windenergieanlagen stehen auf 33.000 m2 Alsheimer Boden. Für sie muss nun eine Ausgleichsfläche geschaffen werden. Am Donnerstag konnte der Vertrag zur Übernahme von Kompensationsmaßnahmen zwischen der Ortsgemeinde, der Kreisverwaltung Alzey-Worms sowie der Firma ABO Wind unterzeichnet werden.
Als Ausgleich wolle die Gemeinde direkt in Alsheim etwas tun, in dem die Hohlwege wieder begehbar und sogar für Touristen interessant gemacht werden. "Vorort die Verantwortung zu übernehmen ist uns sehr wichtig", so der Ortsbürgermeister Wolfgang Hoffmann. Zunächst soll der Zustand erfasst werden, betonte Wolfgang Reich, der sich um den Schutz der Natur in der Gemeinde verantwortlich zeigt. Man sei bereits dabei die Pflanzen- und Tierarten zu kartieren. Mit der "Wiederbelebung" der Hohlwege sollen auch Informationstafeln angebracht werden. "Wir wollen eine Aufwertung der Natur erreichen und einen touristischen Akzent setzen", so Landrat Ernst Walter Görisch bei der Unterzeichnung. Die Gemeinde Alsheim verpflichte sich mit der Unterzeichnung des Vertrages dazu, die Selzer-Hohl, die in den zurückliegenden 40 Jahren aufgrund von Müllablagerungen und Gehölzen unzugänglich war, wieder herzustellen und 20 Jahre lang zu pflegen. Die Mittel für Instandsetzung und Erhaltung, 118.000 Euro, müssen von der Firma ABO Wind als Ausgleich zur Verfügung gestellt werden.
Ende Juli wird das Maßnahmenkonzept auf der Grundlage der erfassten Daten und Kartierungen erstellt. Ausgehend von diesem Konzept werden die Erhaltungs- und Entwicklungsziele definiert und umgesetzt. Die Selzer Hohl wird in das Hohlwegenetz eingebunden. Im Anschluss werden schließlich die Pflegeempfehlungen zur dauerhaften Entwicklung und Sicherung der Hohl vorgenommen.