Mo., 21.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 03. März 2015, 12:04 Uhr
    Sparkasse Worms-Alzey-Ried geht neue Wege bei Bekämpfung von Kriminalität / Sensibilisierung am Kundenschalter

    Vorsicht, falscher „Enkel"

    Auf die Ersparnisse von Senioren haben es Betrüger mit dem Enkeltrick abgesehen - ist das Geld erst einmal abgehoben, besteht kaum mehr die Chance, die Straftat zu verhindern. Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

    Von Benjamin Kloos Immer wieder taucht er in den Polizeimeldungen auf, häufig verbunden mit hohen Schadenssummen: Der Enkeltrick. Hierbei handelt es sich eindeutig um organisierte Kriminalität und - nachdem in vielen Bankfilialen nur noch wenig Bargeld direkt verfügbar ist - um modernen Bankraub. Gemeinsam mit der Polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen geht die Sparkasse Worms-Alzey-Ried neue Wege, um die tatsächliche Durchführung dieser Straftat zu verhindern.


    „Mit dem Konzept 'Letzte Chance -Enkeltrick' wollen wir einen letzten Präventionsbaustein unmittelbar bei den Sparkassen und Banken 'installieren'. Hier soll versucht werden, direkt bei der Geldauszahlung nochmals durch gezielte Ausgabe eines Fragebogens auf potentielle Enkeltrickopfer einzuwirken", betont Hans-Peter Kleinhanß, Leiter der Polizeilichen Beratungsstelle Südhessen. „Denn wenn das Geld erst einmal ausgezahlt ist, können wir im Normalfall nichts mehr tun."


    Mithilfe eines Fragebogens, der in allen Geschäftsstellen ausliegen wird, möchte die Sparkasse ihre Kunden für den Enkeltrick sensibilisieren: Sind Sie bei Ihrer Sparkasse, weil ein Verwandter Sie telefonisch darum bat, schilderte der Anrufer eine Geldnotsituation, benötigt der Anrufer sofort Ihre Hilfe/ Ihr gesamtes Geld und kann der Anrufer nicht selbst zu Ihnen nach Hause kommen - so lauten die Fragen, mit deren Hilfe mögliche Enkeltrickversuche gestoppt werden sollen.


    Dass auch im Geschäftsbereich der Sparkasse Worms-Alzey-Ried dringend Handlungsbedarf besteht, betonte Sparkassenvorstandsmitglied Wolfhard Hensel: „In den vergangenen drei Jahren wurden allein in unserem Haus acht Vorgänge registriert, bei denen ältere Menschen Ersparnisse in Gesamthöhe von über 250.000 Euro eingebüßt hätten, wenn alle Betrugsversuche erfolgreich für die Täter verlaufen wären. Erschreckend dabei ist, dass viele Kunden erst mühsam im Gespräch von uns bzw. der Polizei überzeugt werden müssen, Betrugsopfer zu sein."


    „Mitarbeiter sensibilisiert"
    Doch nicht nur die Prävention auf Kundenseite, sondern auch auf Sparkassenmitarbeiterseite sei von großer Wichtigkeit, ergänzte Hensel. „Wir setzen seit Jahren bei unseren Mitarbeitern auf präventive Schulungsmaßnahmen. So werden die Sachverhalte immer wieder kommuniziert, um insbesondere die Mitarbeiter mit Kassenfunktion zu sensibilisieren. So ist es uns gelungen, dass sowohl die betroffenen Kunden als auch die Sparkasse in den letzten Jahren ohne finanzielle Schäden geblieben sind und in den allermeisten Fällen frühzeitig die Polizei eingeschaltet werden konnte."


    Gegen den Enkeltrick können sich Betroffen schützen, indem sie den Anrufer nach Details des Familienlebens fragen, die er als Fremder nicht wissen kann, am Telefon nie Namen nennen oder Angaben zum Vermögen machen, den echten Enkel oder Verwandten, der vermeintlich am Telefon gewesen sein soll, unter seiner bekannten Nummer anrufen und nachfragen, ob er es wirklich war, der kürzlich anrief, nach einem Anruf, bei dem es um finanzielle Forderungen geht, in jedem Fall mit der Familie Rücksprache halten, niemals Geld an unbekannte Personen übergeben und im Zweifel die Polizei anrufen.


    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige TicketshopAnzeige das WormserAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige AmtsblattAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige GABO