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  • Mi., 04. Mai 2016, 14:43 Uhr
    Nelly-Sachs-Schule: 30 Millionen Euro Gesamtvolumen für Sanierung, Umbau und Modernisierung / Sporthalle Ende Dezember für Schule und Vereine nutzbar / Maßnahmen Ende 2018 abgeschlossen

    „Vorzeigeobjekt für einen Schulstandort”

    Über den Stand der Arbeiten an der Nelly-Sachs-Schule informierte die Verwaltung die Vertreter der Schulen. Dass die grundlegend sanierte Turnhalle für den Schul- und Vereinssport Ende Dezember wieder genutzt werden kann, freute alle Beteiligten. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Nach der Einweihung des Erweiterungsbaus 2011 und der Fertigstellung der Mehrzweckhalle 2014 ist mit dem Ende der Sanierungsmaßnahmen für die Dreifeld-Sporthalle Ende Dezember ein weiterer Meilenstein erreicht. Baudezernent Uwe Franz informierte am Mittwoch über den voraussichtlichen Zeitplan sämtlicher Maßnahmen, die bis Ende 2018 abgeschlossen sein sollen. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung der Nelly-Sachs-Schule und der Grundschule belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro.

    „Ein Vorzeigeobjekt für einen Schulsstandort”, so die Zwischenbilanz von Uwe Franz, der insbesondere den Schulen einen großen Dank aussprach, die unter der enormen Belastung die Herausforderungen des Schulalltags stemmen müssen. Die Bestandssanierung des IGS-Hauptgebäudes mit Fachräumen soll bis April nächsten Jahres abgeschlossen sein, bis Ende November 2018 die Sanierung der Grundschule, ehe im November 2017 die Arbeiten an der Lehrküche und den WC-Anlagen fertiggestellt sein sollen. Bereits im September 2017 könnte auch die Teilverlegung Außenanlagen beendet sein. Die Arbeiten hierfür beginnen im Mai kommenden Jahres.

    Neue Halle in alter Hülle

    Gute Nachrichten gab es für die Schule und die Vereine im Bezug auf die Nutzung der Sporthalle. Bereits im Dezember soll dort wieder der Schweiß fliesen. Momentan sind die Fliesenleger am werken und die Prall- und Akustikwände werden installiert. 3,60 Millionen Euro wurden in die Bestandssanierung investiert, damit die Halle samt patentierter und nachhaltiger Tribüne, die aus Sicherheitsaspekten nur noch 470 Plätze statt 560 Einheiten zählt, modernsten Ansprüchen genügt, wie Armin Kaiser erklärt. Nichts sei stehengeblieben, nur die Außenwände, erläutert Kaiser, der auch auf ein neues Belüftungskonzept verwies. An Feinheiten wird noch getüftelt. Ursula Karlin, Leiterin der Grundschule, vermisst Funktionsräume für die Lehrer in ausreichender Größe und hofft natürlich, dass in Sachen Geräteausstattung keine Abstriche gemacht werden müssen. Es sei zwar eine neue Halle, aber in alter Hülle, fügte Uwe Franz an, weswegen die Hallenkapazität auf die bisherigen Nutzer beschränkt bleibe.

    Insolvenz und Schadstoffbeseitigung als Zeit- und Kostenfresser

    Durch die Insolvenz der Firma Imtech verzögerte sich die Sanierung der Turnhalle um 4 Monate. „Dennoch ein geringer Zeitverlust”, wissen Uwe Franz, Armin Kaiser und Karlheinz Mathieu vom Bauamt. Die schwierige Aufgabe einen Ersatz zu finden und parallel dafür Sorge zu tragen, alle weiteren 29 Gewerke in einem neuen Zeitplan miteinander abzustimmen, sei mit Bravour gelungen. Ähnlich arbeitsintensiv wie in der Sporthalle, wo Schadstoffe wie Asbest, Holzschutzmittel und Mineralfasern aufwendig entfernt und entsorgt werden mussten, gestaltete sich die Aufgabe im übrigen Schulgebäude. „Unser Wunsch war alles schadstofffrei zu bekommen, das ist uns gelungen”, zeigte sich Karlheinz Mathieu zufrieden. Andreas Feldmann, zusammen mit Michael Dirion Projektverantwortlicher vor Ort, ergänzte mit Verweis auf das Hauptgebäude: „Alles musste in den Rohbauzustand zurückversetzt werden.”

    IGS-Schulleitern Ulrike Dagne lobte die hervorragende Kooperation mit den Verantwortlichen, damit der „Ersatzsport” für über 1.000 IGS- und Grundschüler im BIZ, der Mehrzweckhalle und beim SV Horchheim überhaupt möglich war. Stellvertreter Udo Richter äußerte sich ebenfalls positiv über den engen Draht zur Verwaltung und die wohltuende Zusammenarbeit. Schließlich habe er sich bewusst für die Horchheimer Nelly-Sachs-Schule entschieden. Beeindruckt von den pädagogischen Möglichkeiten, freut sich der stellvertretende Schulleiter auch darauf, baulich bald in einem Schmuckkästchen zu lehren.

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