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  • Sa., 03. November 2018, 20:43 Uhr
    Vom Grundrecht Gebrauch machen: Wormser sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr zur Oberbürgermeister-Wahl aufgerufen

    Wählen gehen, ist die richtige Wahl!

    Eine Kandidatin und fünf Kanditaten gehen am Sonntag ins Rennen um das Amt der/des Stadtchefin/chefs. Ricarda Artelt (FDP), Richard Grünewald (Die GRÜNEN), Adolf Kessel (CDU), Peter Englert (Unabh. Kandidat), Georg Gräff (Die LINKE) und Michael Kissel (SPD) stehen zur Wahl bzw. Wiederwahl.


    VON STEFFEN HEUMANN | Für die kommende Amtsperiode 2019 bis 2027 findet am morgigen 4. November 2018 in Worms die Wahl der/des Oberbürgermeister(s)/in statt. Sechs Kandidaten bewerben sich um das höchste Amt in der Stadt, zugleich Dienstherr/in der Stadtverwaltung Vorsitzende/r des Stadtrates und weiterer Gremien sowie Repräsentant/in der Nibelungenstadt.

    Für die Wahl der/des Ober-bürgermeister(s)/in hat jede/r Wahlberechtigte eine Stimme. Erhält bei der Wahl kein/e Bewerber/in mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet eine Stichwahl statt, die für den 18. November 2018 terminiert ist. 2011 wurde die Entscheidung erst in einer Stichwahl getroffen, als sich der Amtsinhaber Michael Kissel (SPD) mit 52,95 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer, Dr. Klaus Karlin (CDU), ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. Beim ersten Wahldurchgang am 27. März 2011 hatten für Kissel 46,02 % der Wählerinnen und Wähler gestimmt. Dr. Klaus Karlin erhielt 27,67 % der Stimmen. Mit 54,93 % fiel die Wahlbeteiligung 2011 etwas höher aus, als bei der letzten Wahl 2003 (45,45 %). An der Stichwahl am 10. April 2011 machten 25.085 Wählerinnen und Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch (40,37 %).

    Jede Stimme zählt

    Wählen ist ein demokratisches Grundrecht, die Wahlberechtigung eine tragende Säule der Demokratie. Spätestens bei der Hessenwahl wurde vielen Menschen bewusst, welche Auswirkungen eine Stimmenmehrheit, selbst in geringer Zahl, haben kann.
    Zwischen den Parteien auf Platz 2 und 3 wurde es mit 94 Stimmen Differenz richtig knapp. Inwieweit sich am Wormser Wahlsonntag bundesweite Trends auswirken oder wenige Stimmen darüber entscheiden, wer den ersten Wahldurchgang gewinnt bzw. in eine Stichwahl muss, bleibt bis Sonntagabend offen.

    An Nichtwählern zerbricht sicher keine Demokratie, auch das Recht unpolitisch zu sein, ist ein Grundprinzip in einer freiheitichen Gesellschaft, aber der Gang der Wahlurne sollte sich auch bei der morgigen OB-Wahl als demokratische Selbstverständlichkeit etablieren. Von 8 bis 18 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Dann entscheidet sich, wer ab 2019 für die Dauer von acht Jahren das höchste Amt der Stadt begleitet oder welche beiden Bewerber am 18. November erneut um die Gunst der Wahlberechtigten werben. Weitere Informationen zur OB-Wahl gibt es unter www.worms.de

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