Mo., 29. Juli 2019, 09:02 Uhr
HISTORISCHER TREFF: Günter Hammerle erzählt bei den Horchheimer Heimatfreunden aus der Geschichte
Wahre Schätze im Horchheimer Oberdorf
Die Horchheimer Heimatfreunde hatten zu einem sommerlichen „Historischen Treff“ in den sehr gut besetzten Anna-Günther-Saal eingeladen. Günter Hammerle beleuchtete diesmal das mittelalterliche Horchheimer Oberdorf, welches von der Hohl bis zum Mittelweg reichte, in Ausschnitten näher. Es war vom weltbekannten Gurkenmarkt über das damalige Gesundheitswesen bis zum Modezentrum der damaligen Zeit die Rede. Viele bisher nicht bekannte Tatsachen wurden, gewürzt mit Geschichten aus dem Kreis der Anwesenden, mit Lichtbildern belegt.
Ortsmittelpunkt war schon immer in allen Dörfern der Marktplatz. So auch in Horchheim. Allein die Tatsache, dass sich hier im 18. und 19. Jahrhundert acht Wirtschaften mit wohlklingenden Namen wie, „Zu den drei Königen“, „Kronenwirt“ oder „Zum Schwanen“ ,die auch mit Tanzsälen ausgestattet waren, war bisher unbekannt.
Verschiedenste Geschäfte
Zu den verschiedensten Geschäften hatte Hammerle auch etliche Inserate per Bild parat. Die verschiedenen Ärzte, die Kolonialwaren, das Zuckerkontor, die Fass und Schwefelfabriken, die Lacklederfabriken, in denen für die Cornlius Heyl'schen Werke feinstes Lackleder hergestellt wurden war flankiert durch die Darstellung des ersten Postamtes von 1886 mit seinem kaiserlichen Nachfolger. Die evangelische Kirche, die beiden Synagogen, und die Alte Heilig Kreuz Kirche wurden in ihrer Geschichte mit den verschiedenen Chören , der Turmuhr und den Kreuzen angesprochen. Untermühle und Obermühle, der Fronhof und das Werk Pfeifer und Diller wurden aus zeitlichen Gründen nur kurz angesprochen. Günter Hammerle stellte für die nächste Zeit weitere vertiefende Vorträge zu Horchheimer Institutionen und Einrichtungen in Aussicht.