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  • Di., 20. Juni 2017, 14:28 Uhr
    DAV erlebt vier Tage auf den schönsten Etappen

    Wandern auf dem Moselsteig

    Die vier schönsten und anspruchsvollsten Etappen des Moselsteig's suchte Wanderleiter Willibert Acker vom DAV-Worms aus.

    "Nachdem wir schon 2014 bei einer Mehrtagestour in den Hochvogesen am Col de Bussang an der Mosel-Quelle standen, machten sich  an  Fronleichnam zwölf Mitglieder der Sektion Worms in Zell auf den Weg.


    Als "la Moselle" entspringt der Fluss in den ostfranzösischen Vogesen. Am Col de Bussang auf 735 Meter Höhe. Auf ihrem Weg bis zum Rhein wird die Mosel von vielen Nebenflüssen gespeist. Dazu gehören Moselotte, Dhron, Sauer, Saar und Ruwer. Ab Thionville ist sie für große Schiffe befahr-bar.Der durchgängige Wasserverkehr musste  an manchen Stellen durch Stau- und Hebewerke möglich gemacht werden. Nach 278 Kilometern durch Frankreich trifft die Mosel im Dreiländereck auf Luxemburg und Deutschland. Zwischen diesen beiden Ländern bildet sie für 36 Kilometer die natürliche Grenze. Trier ist die erste wichtige Station auf deutschem Boden. Ab hier trennt die Mosel Eifel und Hunsrück voneinander, bis sie nach 544 km bei Koblenz in den Rhein mündet. Von der Quelle bis zur Mündung überwindet die Mosel einen Höhenunterschied von fast 700 Metern.


    Etappe 15. 18 km unser Moselsteig-Abenteuer kann beginnen. Diese recht anspruchsvolle Etappe starten wir am Zeller Schwarze Katz-Brunnen im Herzen der Zeller Altstadt. Es geht sofort knackig bergauf. Nach den letzten Häusern beginnt der Collis-Steilpfad. Enge, steile Schieferpfade wechseln ab mit schmalen Weinbergstreppen. Der Weg gewinnt nun schnell an Höhe und beim Verschnaufen belohnt der Blick auf Zell mit dem prägnanten Runden Turm oberhalb der Stadt. Jetzt kommt eine Variante mit Trittbügel und Leiter, welcher der herausforderndere Weg ist. Bei vielen herrlichen Aussichten erreichen wir nach 18 km unser Tagesziel Neef.


    Etappe 16.   9 km


    In Neef starten  wir diese kurze, aber anspruchsvolle Etappe. Von der Brücke aus können wir bereits einen Blick in Richtung Gipfelkreuz werfen. Nun beginnt der eigentliche Aufstieg zum Calmont-Gipfelkreuz. Der Pfad führt, bald begleitet von einem Kreuzweg, in Serpentinen steil bergauf. Immer weiter steil bergauf erreichen wir die Hangkante und damit das Gipfelkreuz auf dem Calmont. Die Aussicht von hier ist unbedingt eine der schönsten auf dem ganzen Moselsteig! Das Highlite der heutigen Etappe war die Begegnung mit der Weinkönigin und der Weinprinzessin von Bremm. Der Moselsteig führt jetzt über den Gipfelkamm des Calmont. Wir kommen zu der Rekonstruktion eines römischen Bergheiligtums. Eine   großartige Aussicht  Der nun folgende Abstieg erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und Trittsicherheit! Steil geht es bergab. An der GalgenlayHütte steigen die Kletterfreunde der Gruppe in den anspruchsvollen Abschnitt  des Calmont-Klettersteig, welcher hier mit "Todesangst" bezeichnet ist, ein. Wir konnten diese Bezeichnung jedoch nicht bestätigen. Es ging über mehrere Leiten und Grampen mit viel Luft unter den Füßen schnell bergab nach Erding. 


    Etappe 17.  20 km


    Von Erdinger Eller wandern wir an unzähligen Heiligenhäuschen vorbei und in einer großen, leicht ansteigenden Schleife auf die andere Talseite. Wir werfen unbedingt mal einen Blick zurück: Die dicht gedrängten Häuser von Ediger und Eller im engen, mit Reben bestandenen Moseltal und im Hintergrund die steil abfallenden Felswände des Calmont geben ein herrliches Bild ab! In Senheim stärken wir uns in einem schönen Gartenrestaurant . Der Moselsteig führt am Ortsrand entlang und dann steil bergauf in die Weinberge. Am Margareten-Häuschen haben wir den Anstieg schon fast geschafft, ab hier verläuft der Weg über ein längeres Stück ohne größere Höhenunterschiede. Immer wieder erwarten uns herrliche Aussichten ins Moseltal mit den Orten Senheim und Mesenich und beeindruckenden Schieferfels-Formationen! Ausgedehnte Weinberge begleiten den Moselsteig. Am Ende eines weiteren Weinberg-Abschnittes rückt zum ersten Mal das Etappenziel Beilstein in den Blick: Zu sehen die große Klosterkirche und über dem Ort die Ruine der Burg Metternich. Weiter gehts auf schmalen Pfaden der Briederner Schweiz. Der Weg durch den steilen Hang ist sehr schmal und erfordert Aufmerksamkeit und  endet am jüdischen Friedhof oberhalb von Beilstein. Wir verlassen den Wald und blicken auf die Burg Metternich. An den alten Mauern selbst belohnt wieder ein reizvoller Blick ins Moseltal und auf Ellenz-Poltersdorf, unser Standquartier auf der anderen Moselseite! Der Abstieg in den Ort führt über Pfade des als „Dornröschen der Mosel“ bekannten Ortes.


    Etappe 18. 17 km


    Startpunkt ist der Platz am Fähranleger von Beilstein. Schon nach ein paar Schritten führt der Moselsteig an einer Wasserrinne und neben den Weinbergen steil bergauf, ein Weg, der bald zum Pfad wird und sich recht anspruchsvoll durch den steilen Hang windet. Teils sorgen hier zwar Seile für guten Halt, trotzdem ist Trittsicherheit unbedingt von Nöten. Der Blick von hier auf Beilstein, Ellenz-Poltersdorf und die Mosel-Staustufe von Bruttig-Fankel ist sehr lohnenswert! Nun beginnt der steile Anstieg im urwüchsigen Kabainer Bachtal. Vom Bachlauf begleitet, über mehrere hölzerne Stege und an großflächigen Buchs-baumbeständen vorbei erklimmt der Pfad die Höhe. Auch nachdem er sich vom Bachlauf verabschiedet hat, bleibt der Moselsteig im Wald und steigt weiter an. Wieder eine wunderbare Aussicht: Moselaufwärts überblicken wir den bereits zurückgelegten Teil der Etappe bis Beilstein, flussabwärts zeigt sich der Ortsrand von Cochem. Abwechslungsreich durch Wald und Wiese erreichen wir danach die an der Hangkante gelegene „Schöne Aussicht“, wo wir uns eine wohlverdiente Rast gönnen. Dieser Aussichtspunkt trägt seinen Namen unbedingt zu Recht, und auch der sich anschließende Pfad entlang der Hangkante lässt weite Blicke ins Moseltal zu! Kurz vor Valwigerberg stößt der Apolloweg zum Moselsteig.  Der bringt den Moselsteig auf den etwas tiefer gelegenen Weinbergsweg: Traumhaft gleitet dieser Weg nun durch den Hang, leicht bergab, immer mit freiem Blick ins Moseltal. Der folgende Abschnitt ist anspruchsvoller, ihn sollte man nur bei Trittsicherheit und mit geeignetem Schuhwerk begehen! Auf engem Pfad und über steile Weinbergstreppen wandern wir unter der fast senkrecht abfallenden Felswand der Brauselay hindurch. Allmählich gerät die eindrucksvolle Reichsburg Cochem in den Blick. Auf einen Pfad, der über Stufen abwärts nach Cochem führt und über die Moselbrücke „Skagerakbrücke“ erreichen wir nach 17 km unser Tagesziel.


    Am Montag stiegen wir von Moslkern auf die Burg Eltz und besichtigten mit Führung die Burg. Bei Bier und Moselwein ließen wir fünf erlebnisreiche Tage ausklingen. Ein spitzenmäßiges Team. Danke!"

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