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  • Fr., 29. August 2025, 11:56 Uhr
    DEUTSCHER WETTERDIENST: Bundesweites Sommermaximum mit 39,3 Grad Celsius bei Koblenz verzeichnet

    Warmer Sommer mit nassem Juli und langen Trockenphasen

    Für Messungen in zwei Meter Höhe umfasst die Wetterschutzhüte LAM 630 gleich zwei Widerstandsthermometer sowie ergänzend zwei Sensoren zur Messung der Luftfeuchte.
    Foto: Alexander Heimann/DWD

    Der Sommer war von zwei markanten Hitzewellen geprägt, die durch eine wechselhafte, teils relativ kühle und ausgesprochen nasse Juli-Phase unterbrochen wurden. Dadurch konnte die angelegte Trockenheit spürbar gemildert werden, während sich die Sonnenscheindauer deutlich über dem Klimamittel einordnete. So der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

    Überdurchschnittliche Temperaturen

    Die Sommerwitterung erreichte eine bundesweite Mitteltemperatur von 18,3 Grad Celsius (°C) und lag damit um 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961–1990 (16,3 °C). Gegenüber der aktuellen Vergleichsperiode 1991–2020 (17,6 °C) ergab sich ein Temperaturplus von 0,7 Grad.

    Die größte Anomalie wurde im Juni ermittelt, der mit einer Abweichung von +3 Grad gegenüber dem Klimamittel von 15,4 °C der siebtwärmste seit 1881 war. Während einer markanten Hitzewelle gipfelten die Höchstwerte am 2. Juli in der breiten Mitte bei über 38 °C. Es folgten im Juli vergleichsweise kühle Phasen, bevor Mitte August der südwestliche Wärmestrom erneut an Fahrt aufnahm und eine weitere Hitzewelle mit Spitzen von bis zu 37 °C brachte. Kühle Nächte sorgten nicht nur in der ersten Junidekade, sondern auch in der letzten Augustdekade für einen „Frische-Kick“. 

    Rheinland-Pfalz verzeichnete im Sommer sogar ein Temperaturmittel von 18,8 °C (16,3 °C). Am 2. Juli wurde in Andernach, rund 15 Kilometer nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C das bundesweite Sommermaximum gemessen. In der zweiten Augustdekade erfasste eine weitere markante Hitzewelle das Land.

    Mehr Sonnenschein, weniger Niederschlag

    Im Sommer fielen bundesweit rund 227 Liter pro Quadratmeter (l/m²) und damit etwa fünf Prozent weniger als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961–1990 (239 l/m²). Gegenüber der neueren Vergleichsperiode 1991–2020 (241 l/m²) ergab sich ein Defizit von rund sechs Prozent. Dabei stand zwischen einem niederschlagsarmen Juni und einem abermals trockenen August der Juli als niederschlagsreicher und mit gewittrigen Starkregen durchsetzter Gegenpol. 

    Während in Rheinland-Pfalz der Juli noch niederschlagsreich verlief, blieb es vor allem im August wochenlang trocken. Insgesamt wurde vom DWD ein Sommerniederschlag von 196 l/m² (218 l/m²) ermittelt.

     Die Sonnenscheindauer in Rheinland-Pfalz erreichte mit 783 Stunden ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Klimamittel (595 Stunden).

    Alle in dieser DWD-Pressemitteilung genannten Werte sind vorläufige Werte. Die Sonnenscheindauer wird seit August des Vorjahres teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. Die für die letzten drei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. 

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