Am Mittwochmorgen unterstrichen in Worms rund 600 Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes ihre zentralen Lohnforderungen
Warnstreiks sollen Nachdruck verleihen
Streikende des Öffentlichen Dienstes unterstrichen bei der Abschlussveranstaltung im Hagenbräu ihre Forderungen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Gewerkschaft Verdi hat in Worms am Mittwochmorgen mit einem Warnstreik den Lohnforderungen für die Tarifrunde 2014 Nachdruck verliehen. Rund 600 Beschäftigten folgten dem Aufruf zur zeitlich befristeten Arbeitsniederlegung.
Die Streiks sorgten für Störungen in der Versorgung der Menschen in der Nibelungenstadt, etwa bei Kitas, dem Bürgerservice oder im Busverkehr. Das ganz große Chaos blieb aber aus. Und dies auch, weil sich alle Beteiligten im Vorfeld auf die Arbeistsniederlegung eingestellt hatten. Ganz anders sah es da in anderen Regionen in Deutschland aus, etwa in Nordrhein-Westfalen, wo die Busse und Bahnen in den Depots blieben und die Menschen Problem hatten, zur Arbeit zu kommen.
Abschlussveranstaltung im Hagenbräu Die Streikenden in Worms kamen unter anderem vom Klinikum, dem ebwo, der Kultur- und Veranstaltungs GmbH (KVG), der Sparkasse sowie der Stadtverwaltung. Treffpunkt für Teilnehmer des Warnstreiks war um 8 Uhr der Marktplatz. Von dort ging es in einem Streikzug zum Hagenbräu, wo gegen 10 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand.
Im Hagenbräu sprachen der Wormser Gewerkschaftsvorsitzende Wolfgang Mayer sowie die DGB-Geschäftsführerin der Region Rheinhessen-Nahe, Astrid Clauss. Sie unterstrich kämpferisch, wenn sich die Bundestagsabgeordneten einfach mal so eine Lohnerhöhung von zehn Prozent genehmigten, seien die Forderungen von Verdi angebracht.
100 Euro plus 3,5 Prozent mehr Lohn Im Kern hat Verdi zwei Forderungen. Dies ist einmal 100 Euro mehr Lohn für jeden Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes, egal zu welcher Lohngruppe er gehört. Zusätzlich möchte die Gewerkschaft zu den 100 Euro für jeden Beschäftigten noch einmal 3,5 Prozent mehr Lohn. Wie viel dies konkret ist, hängt von der jeweiligen Lohngruppe ab.
Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Tarifpartner erneut zu Gesprächen. Die Verhandlung werden zentral, also bundesweit geführt.
Der letzte Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst liegt zwei Jahre zurück. Damals gab es eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent verteilt auf zwei Jahre.