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  • Di., 20. Oktober 2020, 18:01 Uhr
    BEAMTENBUND UND TARIFUNION: Arbeitnehmervertretung kritisiert kommunale Arbeitgeber nach Vorlage eines unzureichenden Angebots

    Warnstreik nach unzureichendem Arbeitgeberangebot

    Ein Teil der am Warnstreik beteiligten Personen; in der Mitte im Vordergrund stehend der stv. dbb-Landesvize Peter Mertens und der komba-Ortsverbandsvorsitzende Volker Rüffer. Foto: N. Wolff


    Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde kam ein Angebot der Arbeitgeber in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen für die Beschäftigten von Kommunen und Bund. Der dbb beamtenbund und tarifunion wie auch die komba gewerkschaft bewerten dieses als unzureichend. Mit einem Warnstreik setzten sie am Dienstag, dem 20. Oktober, in Worms ein Zeichen. Vor rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprachen die Ortsverbandsvorsitzenden der komba-gewerkschaft Volker Rüffer und Nicole Wolff sowie der stv. Landesvorsitzende des dbb-rheinland-pfalz Peter Mertens zu diesem Thema. „Die öffentlichen Arbeitgeber haben unsere ausgestreckte Hand zurückgewiesen. Ich hätte von Seiten der kommunalen Arbeitgeber mehr Verständnis für die Sorgen und Nöte der öffentlich Bediensteten gerade jetzt in diesen Zeiten der Pandemie erwartet“, äußerte der stellvertretende Landesvorsitzende Peter Mertens sein Unverständnis.

    Peter Mertens ist für die Vertretung der Arbeitnehmerschaft im dbb Landesbund zuständig und ist Mitglied in der Bundestarifkommission des dbb. „Unsere Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst leisten gerade in diesen Zeiten gute Arbeit unter hohem persönlichem Druck und sind für die Bürgerinnen und Bürger eine zuverlässige Basis bei der öffentlichen Da-seinsfürsorge“, machte er vor Ort deutlich klar. „Auch wir im öffentlichen Dienst sind derzeit einer Vielzahl von persönlichen wie beruflichen Belastungen ausgesetzt. Denn es wird gerne vergessen, dass auch wir Steuerzahler sind und somit ebenfalls für die Folgekosten der Corona-Krise mit geradestehen müssen. Da kann es nicht sein, dass wir dann mit „Beifallklatschen und Lob“ abserviert werden“, betonte der dbb Landesvize ausdrücklich.

    Über das im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde eingereichte Angebot der Arbeitgeber zeigte sich der stv. Landesvorsitzende enttäuscht: „Damit aus dem vorgelegten Angebot eine echte Perspektive entstehen kann, muss am Verhandlungstisch ab 22. Oktober noch einiges passieren. Wir machen uns in der nächsten Runde weiter für unsere berechtigten Forderungen stark. Diese sind weder unverhältnismäßig noch unverschämt.“ Vom TVöD werden etwa 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sowie weiterer Bereiche erfasst.

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