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  • Fr., 07. August 2015, 21:56 Uhr
    Seminar für die neuen Auszubildenden der Stadtverwaltung mit der städtischen Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche

    Was bedeutet interkulturelle Kompetenz im öffentlichen Dienst?

    Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche (4.von rechts) erläutert den neuen Auszubildenden die Ziele des Seminars.


    „Wie sehen wir unsere Kunden und wie nehmen diese wiederum uns wahr?“ „Wie gehe ich mit Menschen aus anderen Kulturkreisen um, worauf sollte ich dabei achten?“ Mit Fragen wie diesen haben sich die neuen Auszubildenden der Stadtverwaltung nun im Seminar „Interkulturelle Kompetenz in der Ausbildung von künftigen Fachkräften“ beschäftigt, das regelmäßig im Auftrag der Stadtverwaltung von einer interkulturellen Fachkraft durchgeführt wird.

    Die jungen Menschen sollen bei dieser Weiterbildungsveranstaltung für interkulturelle Themen sensibilisiert und damit auf den späteren Umgang mit Kunden vorbereitet werden. „Interkulturelle Kompetenz erfordert gerade im Bereich der kommunalen Verwaltung einen sensiblen, bewussten, empathischen und reflektierten Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und die Wertschätzung ungewohnter Denk- und Verhaltensmuster im täglichen Umgang mit den Kunden“, erläutert die städtische Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche, die die Auszubildenden zu Beginn des Workshops begrüßte. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Reflektion der Werte und Normen aus der eigenen Kultur und das Herausarbeiten kultureller Unterschiede mit dem Fokus, mögliche Synergien zu entwickeln.

    Empfehlung bereits aus dem Jahre 1996
    Bereits im Jahre 1996 definierte eine Empfehlung der Kultusministerkonferenz interkulturelle Kompetenz als eine Schlüsselqualifikation für alle Kinder und Jugendlichen. Nichts desto trotz verfügen junge Auszubildende häufig über unzureichende interkulturelle Kenntnisse, die im späteren Berufsleben jedoch essentiell sind. Der Basisworkshop soll deshalb die wichtigsten Fähigkeiten vermitteln.

    Um sich die Thematik bewusst zu machen, startete das Seminar mit einem „Brainstorming“, bei dem die Jugendlichen eruieren sollten, was interkulturelle Kompetenz für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bedeutet.

    In Rollenspielen und Gruppenarbeiten
    In Rollenspielen und Gruppenarbeiten konnten die Auszubildenden im Anschluss das Thema vertiefen. Neben allgemeinen kulturellen Unterschieden standen auch spezifische Themenfelder auf der Tagesordnung, etwa gesellschaftliche Rollen und Hierarchien sowie die Unterschiede zwischen Individual- und Kollektivkulturen. Darüber hinaus war der Umgang mit Konflikten zwischen Dienstleister und Kunde Thema des Seminars.

    „Wir schulen unsere Auszubildenden seit mehreren Jahren im Hinblick auf interkulturelle Kompetenz und wollen diese Seminare auch weiterhin anbieten, da der Inhalt sehr nachhaltig ist und sowohl den jungen Mitarbeitern als auch den Kunden zugute kommt“, betont Elisabeth Gransche. Finanziert wird das Angebot von der Stadt.

     

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