SPD-Stadtratsfraktion besucht mit Oberbürgermeister Stadtteil Leiselheim / Machbarkeitsstudie für Verkehr gefordert
Was die Leiselheimer bewegt
Bildunterschrift v.l.n.r. Stefan Guth, Timo Horst, Heiner Bock, Dirk Dörsam, Michael Kissel, Heidi Lammeyer u. Patricia Sonek.
Der Stadtrat ist traditionell nicht nur für die Innenstadt zuständig, sondern kümmert sich auch um die Belange in den Stadtteilen. Aus diesem Grund startet die SPD-Stadtratsfraktion nun eine Tour durch die Vororte, um sich bei den SPD-Ortsbeiräten und den Ortsvereinen über die Situation vor Ort zu erkundigen. Nunmehr wurde Leiselheim unter die Lupe genommen. Am neuralgischsten Punkt, der Kreuzung Winzer-, Laurentius- und Friedhofstraße, trafen sich die Kommunalpolitiker, um Themen anzusprechen, die die Leiselheimer Bevölkerung bewegt.
„Immer wieder sind es die Verkehrsthemen, die die Leiselheimer Bürgerinnen und Bürger beanstanden“, stieg die Leiselheimer Stadträtin Patricia Sonek in die Materie ein. Gerade der Engpass in der Winzerstraße und der dortige Verkehr – sowohl fließend als auch ruhend – sorgten immer wieder für Unmut bei Anwohnern oder Fußgängern, bestätigte der SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dirk Dörsam. Oft schon sind gefährliche Situationen entstanden, weil die Stellen unübersichtlich und eng sind und die Autofahrer einfach größtenteils zu schnell unterwegs sind und ungünstig parken.
Beschwerden auch in der Pfeddersheimer Straße
Auch in der Pfeddersheimer Straße gibt es Beschwerden, da die Autos stellenweise auf die Bürgersteige ausweichen anstatt abwartend anzuhalten. Die Parksituation ist an verschiedenen Stellen chaotisch, da kaum kontrolliert wird. Einzelne Regelungen, die kurzfristig eine Verbesserung gebracht hatten, waren in den vergangen Jahren immer wieder im Ortsbeirat debattiert, teils umgesetzt und dann wieder wegen formeller Probleme gekippt worden, so Heiner Bock aus der Ortsbeiratsfraktion. Deshalb ist eine Machbarkeitsstudie, wie der Durchgangsverkehr zum aktuellen Zeitpunkt beruhigt und nach Bau der Tangente durch intelligente Beschilderung um den Ort herumgeleitet werden könnte, die einzig sinnige Lösung, forderte Fraktionssprecher Stefan Guth im Sinne der Genossen. Der Vorsitzende der SPD- Stadtratsfraktion, Timo Horst, zeigte hierfür ebenso großes Verständnis, wie seine Kollegin Heidi Lammeyer; auch der Pfeddersheimer Ortsbeirat habe schon vor Jahren ein solches Konzept gefordert.
Dabei soll auch untersucht werden, ob die geplante Krankenhaustangente Entlastung auch im Ortskern mitbringt.
Außerdem müsse man dann auch die Umsetzung eines solchen Konzepts kontrollieren, so Fraktionsvorsitzender Stefan Guth und dankte Oberbürgermeister Michael Kissel und Timo Horst für die Unterstützung.
Nahversorgung als weiteres Thema
Ein weiteres Thema, das den Leiselheimer Bürgern auf der Seele brennt, ist ein Nahversorger im Vorort. Dies scheitert aber regelmäßig am Interesse der Investoren, schildert Sonek. Sie hatte sich bei den Stadtplanern erkundigt und erfahren, dass die Einwohnerzahl und somit der Einzugsbereich zu gering ist, als dass sich ein entsprechendes Unternehmen hier ansiedle. Diesen Wermutstropfen lindert die Stadträtin mit Hinweis auf den gemeinsam mit dem ASB ins Leben gerufenen Fahrdienst für Senioren.
„Allerdings wäre eine Nahversorgung in Leiselheim, falls sich planerische Möglichkeiten ergeben, durchaus wünschenswert.“, so Timo Horst abschließend.