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  • Mi., 20. März 2019, 07:56 Uhr
    Müllaktion in der Karl-Marx-Siedlung von Schülerinnen und Schülern der Förderschule

    „Was für eine tolle Aktion“

    „Was für eine tolle Aktion“, freuten sich alle, die den Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Förderschule begegneten. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifern und blauen Säcken, hatten diese sich auf den Weg gemacht, um in der Karl-Marx-Siedlung Müll einzusammeln.

    Der ebwo hatte an Schulen eine Einladung geschickt sich an der Aktion „Let’s Clean Up Europe“ zu beteiligen. Lehrerin Maria Hilberg konnte ihre Schülerinnen und Schüler, aber auch das Kollegium begeistern, dabei mitzumachen. Um die Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde die Pädagogin Lisa Schäfer von der Müllwerkstatt eingeladen. In einem abwechslungsreichen Unterricht erfuhren die Schülerinnen und Schüler, weshalb es heute so viel Müll gibt und warum der Plastikmüll so gefährlich ist.

    „Auf dem Meer ist eine Fläche, viermal so groß wie Deutschland, mit Plastikmüll bedeckt“, wusste Lisa Schäfer zu berichten. Die Kinder lernten auch, dass dieser Müll nicht erst dort entsteht, sondern schon zu Hause. Über Abwasser, Bäche und Flüsse gelangt er ins Meer. Besonders betroffen waren alle, als sie das Bild eines toten Vogels sahen, dessen Magen voller Plastikmüll war. Wie aber auf Plastik verzichten? „Die großen Discounter, bei denen die meisten einkaufen, haben nur Einwegflaschen“, wusste Michaela zu berichten. Sie überlegte, wie sie ihre Eltern dazu bringen kann, die Getränke woanders zu kaufen.

    Schüler wurden sensibilisiert
    So sensibilisiert, machten sich die Schülerinnen und Schüler ein paar Tage später an die Arbeit. Jede Klasse erhielt ein eigenes Gebiet, das vom Müll zu befreien war. Der war überall reichlich vorhanden. Alte Dachrinnen, Verpackungsmüll von Fernsehern, Schuhe und ein T-Shirt im Gebüsch und viele Flaschen wurden eingesammelt. „Es ist nicht schön, dass der Müll überall hingeworfen wird“, meinte Eric. Kacper wunderte sich über die vielen Zigarettenstummel. Am Ende standen eine Menge Müllsäcke auf dem Schulhof und die Kinder waren zufrieden.

    Alle sollten mitmachen!
    „Wenn alle mitmachen würden, wäre Worms bald sauber“, meinte Michaela abschließend. Noch besser wäre es aber, wenn solche Aktionen gar nicht mehr nötig wären, weil jeder seinen Müll verantwortungsbewusst entsorgt.

    Halbzeit beim Müllsammeln in der Karl-Marx-Siedlung.

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