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  • Mo., 05. August 2024, 13:23 Uhr
    VERBANDSLIGA: TSG Pfeddersheim geht in Kreuznach baden / Nahtlos an Auswärtsschwäche der Vorsaison angeknüpft

    Was ist denn da passiert?

    Nicht das Glück auf seiner Seite hatte Kapitän Fabio Schmidt. Sein Schuss landete nur am Pfosten. Archivfoto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Geht der Auswärtsfluch der TSG Pfeddersheim in der Verbandsliga weiter? Das muss sich schnell ändern.

    Das erste Auswärtsspiel in der Verbandsliga Südwest setzte die TSG völlig in den Sand. Eine klare 1:4 (0: 1)-Niederlage bei Eintracht Kreuznach bringt den ersten Nackenschlag in der noch jungen Saison. Das war nicht zu erwarten. Vor allem nicht auf diese Art und Weise.

    Trainer Nauwid Amiri: „Definitiv zu hoch das Ergebnis. Bei allen Toren haben wir Hilfestellung geleistet. Die beiden späten Tore ärgern mich enorm.“ Nahmen die Spieler die Partie auf die leichte Schulter, haben sie das Spiel nicht mit dem benötigten Ehrgeiz und Einsatz bestritten? „Das kann nicht sein. Ich habe drei Tage lang auf die Qualität im Angriff von Kreuznach hingewiesen. Das Team wusste, was sie erwartet.“ Denn die hohe Heimniederlage der Eintracht war sicherlich nicht ihr Maßstab.

    Defensivere Taktik gewählt

    Der Übungsleiter hatte gezwungenermaßen eine etwas defensivere Taktik gewählt. Für Halil Anli, nicht in Vollbesitz seiner Kräfte, stand mit Dominik Rupsic ein defensiverer Akteur auf dem Platz. Außerdem vertrat Nico Najda auf der linken Abwehrseite den fehlenden Fabricio Moncada. Beide Mannschaften hätten in der ersten Hälfte in Führung gehen können, Chancen wurden auf beiden Seiten notiert.

    Das einzige Tor erzielte aber Kreuznach und das noch kurz vor der Pause. Eigentlich war die Situation schon geklärt, wäre es bei einer guten Ballannahme im Mittelfeld schnell in die andere Richtung gelaufen. Weil die Ballannahme von Francis Peprah aber nicht gut genug war, geht das Spielgerät statt nach vorne zurück in den TSG-Strafraum. Der Ex-Pfeddersheimer Gianni Auletta schaltete am schnellsten und konnte von Moritz Maurer nicht mehr entscheidend gestört werden und die TSG liegt mit einem Tor zurück.

    Ausgleich nach der Pause

    Nach der Pause der wichtige Ausgleich. Nach einer Flanke von Rouven Amos profitierte Aleksander Biedermann von einem Stellungsfehler seines Gegenspielers und trifft ins obere linke Eck. Jetzt hätte die TSG nachlegen müssen, um das Spiel auf ihre Seite zu drehen. Pech war der Abschluss von Fabio Schmidt. Sein 25 Meter Kracher geht an den Innenpfosten und raus.

    Zweiter Gegentreffer

    Statt der Führung gerät die TSG in Rückstand und das mit großer Hilfestellung: Nach einem Abschlag vom gegnerischen Torhüter wollte Fabian Herchenhan den Ball klären, schießt dabei seinen Gegenspieler Deniz Darcan an und der hat freie Bahn in Richtung Torhüter Sören Petzold.

    Individuelle Fehler

    Individuelle Fehler spielten dem Gastgeber in die Karten, denn es wäre Zeit genug gewesen, den Ball zum Torhüter zurückzuspielen oder den Ball einfach ins Aus zu dreschen. Es waren noch dreißig Minuten Zeit, das Spiel zu drehen. Gelegenheiten waren genug vorhanden. Francis Peprah und Alexander Biedermann müssen den Ausgleich erzielen.

    Ausgekontert

    In der 86. Minute dann die Entscheidung. Die TSG stürmte mit Mann und Maus, wurde dabei in der Defensive kalt erwischt. Den ersten Torschuss von Jan Wingenter konnte Torhüter Sören Petzold noch abwehren. Beim zweiten Versuch war er dann machtlos. Das vierte Gegentor in der Nachspielzeit durch Levi Mukamba hatte keine Bedeutung mehr.

    Erster Nackenschlag der Saison

    Obwohl nur fünf Spieler aus der vergangenen Saison dabei waren, knüpfte die TSG an ihre Auswärtsschwäche nahtlos an. Vorne die Chancen nicht genutzt und hinten mit einfachen Fehlern die Tore mit eingeleitet. Vielleicht zum richtigen Zeitpunkt der Nackenschlag. Wie von vielen prognostiziert, wird es eine harte Verbandsligarunde. Viele Vereine wollen nach oben.

    Die nächsten Spiele

    Trainer Nauwid Amiri sagte nach dem Heimsieg in der Vorwoche, dass sein Team in jedem Spiel an ihr Maximum gehen müsse. Das war in Kreuznach nicht der Fall. „Mit unglaublichen Fehlern haben wir den Gegner mehrmals eingeladen. Geht der Schuss von Fabio rein, drehen wir das Spiel und gewinnen am Schluss. Jetzt möchte ich eine erneute Reaktion sehen. Vielleicht ganz gut, dass mit Gau-Odernheim am Samstag um 15 Uhr eine Spitzenmannschaft zu uns kommt.“ Keine große Zeit zum Grübeln.

    Zuerst muss die TSG am Mittwoch um 19 Uhr zum FSV Nieder-Olm im Verbandspokal. „Eine große Rotation wird nicht erfolgen. Das Team soll sich rehabilitieren. Wir werden es mit großer Ernsthaftigkeit angehen“, sprach der Coach.
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